Flodder

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Seriendaten
Produktionsland Niederlande
Originalsprache Niederländisch
Produktionsjahr(e) 1993 - 1998
Länge 25 Minuten
Episoden 62 in 5 Staffeln
Genre Comedy
Idee Dick Maas, Wijo Koek
Erstausstrahlung 7. Oktober 1993 auf RTL 5
Besetzung

(Ursprüngliche Hauptbesetzung des ersten Spielfilms)

Flodder ist der Titel einer niederländischen Filmtrilogie sowie einer Fernsehserie. Zugleich ist es der Name einer „asozialen“ niederländischen Familie, um die sich alle Handlungen drehen. Dick Maas erfand die „niederländischen Bundys“ 1986 zunächst für den Spielfilm Flodder – Eine Familie zum Knutschen, dem zwei Fortsetzungen folgten. Die Filme und die Serie wurden auch in Deutschland wiederholt ausgestrahlt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Handlung

Aufgrund eines von der Stadt zu verantwortenden Fehlers muss die sozial eher schwache und in allerlei kleinkriminelle Handlungen verstrickte Großfamilie Flodder ihre bisherige Wohnung aufgeben. Da kein „angemessener“ Ersatzwohnraum beschafft werden kann, nimmt Sozialarbeiter Werner van Kooten die Gelegenheit wahr, die Obdachlosen im Rahmen eines Experiments in einer gehobenen Wohngegend, dem Nobelviertel „Sonnental“, unterzubringen. Wegen der erheblichen sozialen Unterschiede zwischen den eingesessenen und den nun neuen Bewohnern kommt es erwartungsgemäß zu Konflikten, Missverständnissen und allerlei Turbulenzen. Als diese beinahe ausgestanden sind und es zu ersten Annäherungen und beinahe zur Aussöhnung kommt, sorgt ein eifersuchtsbedingter Racheakt für eine letzte, tragische Wendung.

[Bearbeiten] Hauptcharaktere

Gertraude „Ma“ Flodder (Nelly Frijda): Hauskittel, Gummistiefel und Zigarre sind die Markenzeichen der allein erziehenden Mutter und Hausfrau, die von ihren Kindern nur „Ma“ genannt wird. Sie trinkt gerne Whisky, den sie im Keller illegal selbst brennt und einem zufriedenen Kundenkreis unter der Hand verkauft. Ihre Kinder stammen nach eigener Aussage alle von verschiedenen Vätern.

Johnnie Flodder (Huub Stapel, Coen van Vrijberghe de Coningh († 1997)): Der älteste Sohn ist ein Kleinkrimineller und Möchtegern-Playboy. Er hat ständig mehrere „Dinger“ am Laufen, zumeist Hehlereidelikte. Johnnie hat zahlreiche Freundinnen und ein Faible für das Amerika der 1950er Jahre. Er trägt eine blondierte Rockabilly-Tolle, eine rote Lederjacke und enge Jeans und fährt einen heruntergekommenen rosa Cadillac Fleetwood Eldorado Convertible.

Kees Flodder (Tatjana Simić): Auch die schöne Blondine wechselt häufig ihren Freund und setzt ihre körperlichen Reize gerne und erfolgreich ein, um die Familienkasse aufzubessern oder zu günstigen Konditionen an ein neues Auto zu gelangen.

Klaus Flodder (René van 't Hof, Stefan de Walle): Er ist recht dumm, da ihn sein Bruder Johnnie als Kleinkind in die Waschmaschine gesteckt hat, und benimmt sich oft kindisch. Er ist stets an der Seite von Johnnie und versucht, ihn bei seinen illegalen Machenschaften zu unterstützen. Nebenbei spannt Klaus gerne in der Frauendusche des Tennisplatzes. Auch hat er hin und wieder mit seiner großen Schwester Geschlechtsverkehr, was allerdings für die Zuschauer der deutschen Fernsehfassungen dank Zensurschnitten anfangs kaum oder gar nicht erkennbar war.

Opa Flodder (Jan Willem Hees, Herman Passchier): Der äußerlich senile Rentner sitzt zunächst im Rollstuhl, welcher ihm im ersten Film eigentlich bereits zum tödlichen Verhängnis wird. Im letzten Flodder-Film stellt sich jedoch heraus, dass er gehen kann. Laut Johnnie gehört er gar nicht zur Familie; vielmehr sei er „mal mit einer Tante mitgekommen und irgendwie bei uns hängen geblieben.“ Er hat eine ausgeprägte Vorliebe für Eisenbahnen, da er wohl früher einmal Schaffner war.

Werner van Kooten (Lou Landré): Die Karikatur eines Sozialarbeiters, mit Brille und Beamten-Lederweste, wird von Johnnie immer mit „alter Wichser!“ oder „na, du Lümmel“ begrüßt. Er ist ein Pechvogel und gerät so von einem Problem ins Nächste. Im ersten Film erleidet er Verletzungen durch einen Molotowcocktail und später durch die Zerstörung des Flodder-Hauses während einer Feier. Im zweiten Flodder-Film wird bei ihm eine Geschlechtsumwandlung durchgeführt, zudem wird er ausgeraubt, irrtümlich für einen Bettler gehalten und landet schließlich im Gefängnis.

[Bearbeiten] Nebencharaktere

Tina und Holgie Flodder (Nani Lehnhausen und Horace Cohen, Mandy Negerman und Melle de Boer, Scarlett Heuer und Sander Zwart, Djune-Ann van Asten und Rogier van de Weerd): Sie sind Ma Flodders jüngste Kinder, deren Streiche zum größten Teil als kriminell zu bezeichnen sind.

Karlchen (Miguel Stigter): Ein Freund von Johnnie. Er hilft ihm des Öfteren, schanzt ihm dubiose Aufträge zu und verkauft ihm verschiedene nutzlose Dinge.

Heiner (Laus Steenbeeke): Auch ein Freund von Johnnie. Er bezahlt ihn ebenfalls für illegale Aufträge.

Nachbarin Nettelbaum (Lettie Oosthoek): Sie ist der Inbgegriff der hochnäsigen Neureichen und verachtet die aus ihrer Sicht minderwertigen und "primitiven" Flodders.

Nachbar Nettelbaum (Bert André): Leidet still unter den Tiraden seiner Gattin und hat nichts gegen die Flodders als Nachbarn. Dies nicht zuletzt, da es Kees ihm von Anfang an angetan hat.

van Putten (Hans van Hechten): Fahrer eines Verkaufswagens, der die wohlhabenden Sonnentaler mit Lebensmitteln bis vors Haus beliefert.

Whisky: Der schwarze Hund ist das Haustier der Familie Flodder. Er wird von Mutter Flodder einerseits als bissiges Nutztier geschätzt, andererseits aber regelmäßig als elende Misttöle beschimpft und getreten. Außerdem paart er sich sehr gerne mit Pepita, der reinrassigen Hündin der Nettelbaums.

[Bearbeiten] Spielfilme

  1. Flodder – Eine Familie zum Knutschen (1986)
  2. Flodder – Eine Familie zum Knutschen in Manhattan (1992)
  3. Flodder Forever (1995)

[Bearbeiten] Ausstrahlung in Deutschland und Synchronisation

Sowohl die Filme als auch die Serie wurden von den Sendern der RTL Group immer wieder ausgestrahlt, erstmalig auf dem Sender RTL. Die Serie hatte dort Anfang 1994 ihre Premiere und wurde zuletzt 2004 auf Super RTL gezeigt.

Die niederländischen Namen einiger Charaktere wurden, wie damals noch allgemein üblich, von den Dialogautoren „eingedeutscht“. So heißt Tochter Toet Tina, aus den Nachbarn Neuteboom wurden die Nettelbaums und aus Hennie Heiner. Besonders fällt dies bei Klaus auf, der im Original - wie seine Schwester - Kees heißt. Ab Folge 37 der Serie wurden die Originalnamen verwendet und einige Synchronstimmen verändert.

[Bearbeiten] Weblinks

Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen