Florian Hartleb

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Florian Hartleb (* 1979 in Passau) ist ein deutscher Politikwissenschaftler.

Leben[Bearbeiten]

Florian Hartleb studierte an der Universität Passau und der Eastern Illinois University in Charleston Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft sowie Psychologie und war Stipendiat der journalistischen Nachwuchsförderung der Konrad-Adenauer-Stiftung. 2004 promovierte er am Promotionskolleg der Hanns-Seidel-Stiftung zum Thema Rechts- und Linkspopulismus.

Im Anschluss an die Promotion arbeitete Hartleb als Pressereferent im Deutschen Bundestag, als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Technischen Universität Chemnitz und als Schulbuchautor für gymnasiale Sozialkunde. Im Mai 2010 wurde er zum Professor für Politikmanagement an der Internationalen Hochschule für Exekutives Management in Berlin berufen. Im Wintersemester 2010 war er zudem Vertretungsprofessor für das Lehrgebiet Politische Kommunikation und Politisches Management an der Business School Potsdam. Von März 2011 bis Mai 2012 war Hartleb Research Fellow beim Centre for European Studies in Brüssel, im Juni 2012 wurde er dort ehrenhalber zum Research Associate ernannt.

Seit dem Sommersemester 2012 lehrt Hartleb an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, seit dem Wintersemester 2012/13 auch an der Hochschule für Politik München, ab dem Wintersemester 2013/14 zudem an der Katholischen Universität Eichstätt. Seit Oktober 2012 ist er gewählter Ko-Sprecher des Arbeitskreises „Vergleichende Diktatur- und Extremismusforschung“ der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft. Zum 1. November 2013 hat Hartleb eine Tätigkeit als Koordinator für Politikanalysen und Parteienforschung bei der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin aufgenommen.

Seine Forschungsschwerpunkte sind derzeit (Stand Ende 2013) Populismus, Parteien, Rechtsextremismus und politische Führung. Im Rahmen dieser Forschungen tritt er im Fernsehen auf, vor allem bei Phoenix und im ZDF.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Rechts- und Linkspopulismus. Eine Fallstudie anhand von Schill-Partei und PDS, Wiesbaden 2004
  • Die Deutsche Stimme. Das intellektuelle Sprachrohr der NPD?, in: U. Backes / H. Steglich (Hg.): Die NPD, Baden-Baden 2007
  • Populismus in der modernen Demokratie. Die Niederlande und Deutschland im Vergleich, mit F. Wielenga (Hg.), Münster u. a. 2011
  • Idole in der Politik? Der Fall „(Dr.) Karl-Theodor zu Guttenberg“, in: E. Lackner (Hg.): Neue Mythen in Kultur und Wirtschaft, Innsbruck 2011
  • A thorn in the side of European elites. The new euroscepticism, Brüssel 2011
  • After their establishment. Right-wing populist parties in Europe, Brüssel 2011
  • All Tomorrow's Parties: The Changing Face of European Party Politics, Brüssel 2012
  • Die Occupy-Bewegung. Globalisierungskritik in neuer Maskerade, in: Zukunftsforum Politik, Sankt Augustin/Berlin 2012
  • Die Analyse des Falls „Breivik“: Einsamer Wolf-Terrorismus als wichtiges, aber vernachlässigtes Phänomen sui generis innerhalb des Terrorismus, in: Martin H.W. Möllers/Robert Chr. van Ooyen (Hrsg.): Jahrbuch für öffentliche Sicherheit 2012/2013, Frankfurt a. M. 2012, S. 71-92.
  • zus. m. Karsten Grabow (Hg): Exposing the Demagogues. Right-wing and National Populist Parties in Europe, Brussels 2013.

Weblinks[Bearbeiten]