Florian Hartleb

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Florian Hartleb (* 1979 in Passau) ist ein deutscher Politikwissenschaftler, der sich insbesondere mit linkem und rechten Populismus beschäftigt.

Leben

Florian Hartleb studierte an der Universität Passau und der Eastern Illinois University in Charleston Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft sowie Psychologie und war Stipendiat der journalistischen Nachwuchsförderung der Konrad-Adenauer-Stiftung. 2004 wurde er am Promotionskolleg der Hanns-Seidel-Stiftung beim Extremismusforscher Eckhard Jesse zum Thema Rechts- und Linkspopulismus zum Dr. phil. promoviert.

Im Anschluss an die Promotion arbeitete Hartleb als Pressereferent im Deutschen Bundestag, als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Technischen Universität Chemnitz und als Schulbuchautor für gymnasiale Sozialkunde. Im Mai 2010 wurde er zum Professor für Politikmanagement an der Internationalen Hochschule für Exekutives Management in Berlin berufen. Im Wintersemester 2010 war er zudem Vertretungsprofessor für das Lehrgebiet Politische Kommunikation und Politisches Management an der Business School Potsdam. Von März 2011 bis Mai 2012 war Hartleb Research Fellow beim Centre for European Studies in Brüssel, im Juni 2012 wurde er dort ehrenhalber zum Research Associate ernannt.

Seit dem Sommersemester 2012 lehrt Hartleb am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, seit dem Wintersemester 2012/13 auch an der Hochschule für Politik München, ab dem Wintersemester 2013/14 zudem an der Katholischen Universität Eichstätt. Seit Oktober 2012 ist er gewählter Ko-Sprecher des Arbeitskreises „Vergleichende Diktatur- und Extremismusforschung“ der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft.

Zum 1. November 2013 hat Hartleb eine Tätigkeit als Koordinator für Politikanalysen und Parteienforschung bei der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin aufgenommen. Seine Forschungsschwerpunkte sind derzeit (Stand Ende 2013) Populismus, Parteien, Rechtsextremismus und politische Führung. Im Rahmen dieser Forschungen tritt er im Fernsehen auf, vor allem bei Phoenix und im ZDF.

Schriften (Auswahl)

Monografien

  • Rechts- und Linkspopulismus. Eine Fallstudie anhand von Schill-Partei und PDS. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2004, ISBN 3-531-14281-X.
  • Internationaler Populismus als Konzept. Zwischen Kommunikationsstil und fester Ideologie (= International studies on populism, Band 1). Nomos, Baden-Baden 2014, ISBN 978-3-8329-6889-2.

Herausgeberschaften

  • mit Friso Wielanga: Populismus in der modernen Demokratie. Die Niederlande und Deutschland im Vergleich. Waxmann, Münster u.a. 2011, ISBN 978-3-8309-2444-9.

Beiträge in Sammelbänden

  • Auf- und Abstieg der Hamburger Schill-Partei. In: Hans Zehetmair (Hrsg.): Das deutsche Parteiensystem. Perspektiven für das 21. Jahrhundert. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2004, ISBN 3-531-14477-4, S. 213 ff.
  • Rechts- und Linkspopulismus im westeuropäischen Vergleich – Zur strukturellen und inhaltlichen Bestimmung eines eigenständigen Parteientypus. In: Uwe Backes, Eckhard Jesse (Hrsg.): Gefährdung der Freiheit. Extremistische Ideologien im Vergleich (= Schriften des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung, Band 29). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2006, ISBN 3-525-36905-0, S. 105 ff.
  • mit Franz Egon Rode: Populismus und Kleinparteien. Das Beispiel der Linkspartei.PDS. und der WASG vor dem Hintergrund der Bundestagswahl 2005. In: Uwe Jun, Henry Kreikenbom, Viola Neu (Hrsg.): Kleine Parteien im Aufwind. Zur Veränderung der deutschen Parteienlandschaft. Campus, Frankfurt am Main u.a. 2006, ISBN 978-3-593-38015-5, S. 161 ff.
  • Die Berliner Republik – leere Worthülse oder Ausdruck einer Zensur? Die alte und zugleich immer wieder neue Frage nach Kontinuität und Wandel. In: Eckhard Jesse, Roland Sturm (Hrsg.): Bilanz der Bundestagswahl 2005. Voraussetzungen, Ergebnisse, Folgen. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2006, ISBN 978-3-531-14968-4, S. 307 ff.
  • mit Frank Decker: Populismus auf schwierigem Terrain. Die rechten und linken Herausforderungsparteien in der Bundesrepublik. In: Frank Decker (Hrsg.): Populismus. Gefahr für die Demokratie oder nützliches Korrektiv? VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2006, ISBN 3-531-14537-1, S. 191.
  • Die „Deutsche Stimme" - Das intellektuelle Sprachrohr der NPD? In: Die NPD. Erfolgsbedingungen einer rechtsextremistischen Partei (= Extremismus und Demokratie, Band 17). Nomos, Baden-Baden 2007, ISBN 978-3-8329-3122-3, S. 355 ff.
  • Extremismus in Österreich In: Eckhard Jesse, Tom Thieme (Hrsg.): Extremismus in den EU-Staaten. VS Verlag, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-531-17065-7, S. 265 ff.
  • Auf der Suche eines „good governance". Die Kritik(er) der Globalisierung. In: Tilman Mayer, Robert Meyer, Lazaros Miliopoulos, H. Peter Ohly, Erich Weede (Hrsg.): Globalisierung im Fokus von Politik, Wirtschaft, Gesellschaft. Eine Bestandsaufnahme. VS Verlag, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-531-17821-9, S. 373 ff.

Weblinks