Florian Hill

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Florian Hill 2013.

Florian Hill (* 9. April 1984 in Weilburg) ist ein deutscher Bergsteiger.

Leben[Bearbeiten]

Florian Hill wuchs in der mittelhessischen Gemeinde Lahnau auf und verbrachte seine Jugend als Boxer im Leistungssport. Im Jahr 2003 beendete er seine sportliche Laufbahn am Olympiastützpunkt in Frankfurt an der Oder.[1]

Im Alter von 19 Jahren unternahm er seine erste Expedition an den nördlichen Polarkreis. Schlittenhundereisen nach Alaska und in das Yukon Territory, Kanada, folgten. Für Profi-Musher trainierte Hill Teams für die Hundeschlittenrennen Finnmarksløpet, Yukon Quest und Iditarod im Long-Distance und für die Junior World Championships im Sprintbereich.[2] Gegenwärtig prägt der sogenannte „Extremalpinismus“ maßgeblich seine Unternehmungen. Im Juni 2012 wurde Hill im Rahmen einer Solobesteigung des 6194 Meter hohen Mount McKinley beim Abstieg von einer Lawine mitgerissen und entkam nur knapp dem Tod. In den Unfall waren ebenfalls drei US-amerikanische Bergsteiger verwickelt.[3][4]

Florian Hill studierte Medizinmanagement, brach aber das Studium aufgrund seiner Expeditionstätigkeit ab. Gegenwärtig studiert Hill Wirtschaftspsychologie an der SRH Fernhochschule Riedlingen.

Im Jahr 2013 gab Hill an, in New York zu leben und Profiboxer werden zu wollen.[5]

Erstbegehungen[Bearbeiten]

  • Erstbegehung der Route Djamila an der Teke-Tor Ostwand (4480 m), zusammen mit Wassili Mariew (RUS), Tian Shan-Gebirge, Kirgistan, Schwierigkeit: V+, M4+, E4; Wandhöhe 880 m.
  • Erstbegehung der Route epic und Erstdurchsteigung der Südostwand des Taku D Peak im Juneau Icefield, Alaska. Innerhalb von 16 Tagen mit Ski, by fair means und im Alpinstil. Schwierigkeit: TD-, E5, 550 Meter[6]
  • Routenvariante am Cerro Ramada 6348 m, zusammen mit Alexander Überreiter (Tirol), Anden, Argentinien.
  • Erstbegehung der Route Deliver Me, 24. bis 30. Juli 2010 an der Illimani Südwand (6439 m) zusammen mit Robert Rauch, Schwierigkeit: VI, WI6, M6+, E5; Wandhöhe ca. 1700 m.[7][8]
  • Erstbegehung der Route Neufundland am Condoriri, Diente Blanco (5250 m), Condoririgruppe, zusammen mit Stefan Berger und Robert Rauch, Schwierigkeit: V, WI5, M3+, E4 im Alpinstil; Wandhöhe ca. 420 m. [9]
  • Erstbegehung der Route Chamaka an der Serkhe Khollu-Südwestwand (5546 m) zusammen mit Stefan Berger und Robert Rauch im Alpinstil, Schwierigkeit: VII, WI5, M5, E5; Wandhöhe 550 m. [10] [11]

Familie[Bearbeiten]

Hills Cousin ersten Grades ist der deutsche Filmregisseur und Grimmepreis-Träger Kilian Riedhof. Sein Onkel ist der ehemalige Eishockey-Nationalspieler Anton Hofherr.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Portrait auf der Webseite von Florian Hill. (abgerufen am 21. Mai 2011).
  2. Wetzlarer Neue Zeitung (vom 21. Mai 2010, Seite 19)
  3. Deutsche Welle. (abgerufen am 23. Oktober 2012).
  4. SPIEGEL TV. (abgerufen am 24. Februar 2014).
  5. Giessener Anzeiger, "Zwischen Boxring und Hochgebirge"
  6. GEO.de: Gipfelvideo vom Taku D Peak (abgefragt am 22. Mai 2011)
  7. Alpin.de: Neue Route an der Südwand des Illimani eröffnet (abgefragt am 25. August 2010)
  8. Bericht über die Begehung auf der offiziellen Webseite der Piolets d'Or (abgerufen am 21. Mai 2011).
  9. Bergsteigen.at: Husarenritt auf den Diente Blanco (abgefragt am 24. August 2010)
  10. Serkhe Khollu – Südwestwand (abgefragt am 24. August 2010)
  11. Alpinist: International Activity in Bolivia-Peru (abgefragt am 23. August 2010 in Englisch)