Denver International Airport

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Denver International Airport
Flughafen Denver Logo.svg
DIA Airport Roof.jpg
Kenndaten
ICAO-Code KDEN
IATA-Code DEN
Koordinaten
39° 51′ 42″ N, 104° 40′ 23″ W39.861655555556-104.673177777781655Koordinaten: 39° 51′ 42″ N, 104° 40′ 23″ W
1655 m ü. MSL
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 37 km nordöstlich von Denver
Straße I-70, E-470
Basisdaten
Eröffnung 28.02.1995
Betreiber City & County of Denver Department of Aviation
Fläche 13.759 ha
Terminals 1 3 Concourses
Passagiere 52.849.132 (2011)
Luftfracht 232.140 t (2011)
Flug-
bewegungen
634.680 (2011)
Kapazität
(PAX pro Jahr)
50.000.000
Beschäftigte 30.000
Start- und Landebahnen
07/25 3658 m × 46 m Beton
08/26 3658 m × 46 m Beton
16R/34L 4877 m × 61 m Beton
16L/34R 3658 m × 46 m Beton
17R/35L 3658 m × 46 m Beton
17L/35R 3658 m × 46 m Beton

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Der Denver International Airport (IATA: DEN, ICAO KDEN, kurz DIA) ist ein internationaler Verkehrsflughafen knapp 40 Kilometer nordöstlich von Denver im Bundesstaat Colorado, USA. Er ist gemessen an der Grundfläche der zweitgrößte Flughafen weltweit (nach dem King Fahd International Airport) und gemessen am Verkehrsaufkommen der fünftgrößte US-Flughafen (nach Atlanta, Chicago-O’Hare, Los Angeles und Dallas/Fort Worth) und der weltweit elftgrößte. Er dient als Drehkreuz für United Airlines und Frontier Airlines. 2010 wurden 52,2 Millionen Passagiere befördert.

Geschichte[Bearbeiten]

DIA ersetzte 1995 den alten Stapleton International Airport und ist damit einer der jüngsten US-amerikanischen Flughäfen. Der Bau geht zurück auf eine Initiative des Bürgermeisters von Denver und späteren US Verkehrsministers Federico Peña, um weitere Lärmbelästigungen im Stadtgebiet von Denver zu unterbinden. Außerdem erreichte Stapleton seinerzeit seine Kapazitätsgrenzen und sorgte wegen der teilweise extremen Wetterlagen und seiner Knotenfunktion im amerikanischen Luftverkehrssystem für häufige Verspätungen. Um das Vorhaben realisieren zu können, wurde im Jahr 1989 ein Teil des Nachbarkreises Adams County der Stadt Denver übertragen. Die Stadt Denver wurde damit um 50 Prozent vergrößert. Zur Erinnerung an diese Bemühungen um Denver wurde die Zufahrtsstraße nach Federico Peña (Peña Boulevard) benannt.

Die Eröffnung des neuen Flughafens, die ursprünglich 1993 vorgesehen war, verzögerte sich um über ein Jahr, da vor allem das vollautomatische Gepäckbeförderungssystem bei Tests massive Fehler verursachte. Nach einer Überarbeitung, die 16 Monate beanspruchte, wurde der Flughafen mit weitgehend manueller Gepäckabfertigung in Betrieb genommen. Lediglich United Airlines betrieb zu Teilen das ursprünglich gebaute System für seine abgehenden Flüge, stellte es in 2005 jedoch endgültig ab.

Zum Zeitpunkt der Planung und des Baus des Flughafens betrieben mit Continental Airlines und United Airlines zwei Fluglinien ein Drehkreuz in Denver. Da Continental sich jedoch im Rahmen eines Insolvenzverfahrens 1994 weitgehend aus Denver zurückzog und den Hub aufgab, war United Airlines bei der Eröffnung die einzige Fluglinie, die ein Drehkreuz in Denver betrieb. Das Layout der Terminals ist diesem Umstand bis heute geschuldet, da der Flughafen so konzipiert war, dass Concourse A exklusiv für Continental Airlines und Concourse B für United Airlines gebaut wurde, nachdem Continental bei einem Losentscheid den Zuschlag für den attraktiveren, da näher am Hauptgebäude liegenden Flugsteigbereich A zugesprochen bekommen hatte.

Seit der Eröffnung haben sich viele Logistikzentren in der Nähe des Flughafens niedergelassen. Sogenannte „Ambassadors“, einheitlich bekleidete Flughafenbedienstete, helfen den 160.000 Fluggästen pro Tag, sich im Flughafen zurechtzufinden. Dieses System der persönlichen Wegführung und -begleitung wurde von vielen Flughäfen übernommen.

Allgemein[Bearbeiten]

Der Flughafen Denver, betrieben vom City & County of Denver Department of Aviation ist, gemessen an der Fläche, die er belegt, der zweitgrößte Flughafen der Welt. Denvers sechste Runway mit der Bezeichnung 16R/34L ist die größte kommerziell genutzte Start- und Landebahn in Nordamerika. Die Länge von 4877 Metern war nötig, um das Starten von voll beladenen Boeing 747 oder Airbus A380 bei hohen Außentemperaturen zu ermöglichen; insbesondere in den Sommermonaten steigt in Verbindung mit der Höhe des Flughafens über dem Meeresspiegel die Dichtehöhe, wodurch die Triebwerke weniger Schub produzieren.

Mit einer Fläche von 137,7 km² übertrifft der Flughafen das doppelte der Fläche von Manhattan, ebenso wie die Fläche von Städten wie Boston, San Francisco und Miami. Aufgrund seiner enormen Fläche, kann der Flughafen auch untypische Geschäftsfelder betreiben. So befinden sich auf dem Flughafengelände 76 Ölpumpen die 2012 Erdöl im Wert von 6,2 Millionen Dollar förderten. Der Flughafen verfügt über mehr als 40.000 Parkplätze. Parkplatzbetreiber ist Xerox Services. Auf dem Gelände befinden sich drei Solaranlagen mit einer jährlich Produktion von etwa 13 Millionen kWh Strom, was etwa 6% des Strombedarfs des Flughafens entspricht. Eine vierte Solaranlage befindet sich in Bau.

DIA verfügt über ein voll ausgebautes Wi-Fi Netzwerk, welches von AT&T bzw. Cingular betrieben wird, weiterhin sind in den Lounges von United Airlines, American Airlines und Delta Airlines T-Mobile Hotspots verfügbar.

Ausstattung[Bearbeiten]

Übersichtskarte
Luftaufnahme im Winter

Der Flughafen besteht aus einem Terminalgebäude, in dem der Check-in Bereich für alle Fluglinien, Sicherheitskontrolle der Passagiere, Gepäckausgabe, Schalter der Autoverleiher sowie diverse Gastronomiebetriebe und Geschäfte untergebracht sind. Nördlich des Terminalgebäudes befinden sich die Hallen A bis C (Concourse A, B, C), die die Fluggastbrücken zu den Flugzeugen beherbergen. Das Terminalgebäude und die Hallen sind durch einen unterirdisch geführten fahrerlosen Zug verbunden. Die Zugstrecke mit insgesamt vier Stationen beträgt etwa 2 km (1,25 Meilen). Concourse A kann zusätzlich über eine 365 Fuß lange verglaste Fußgängerbrücke erreicht werden. Vor der Fußgängerbrücke befindet sich ein eigener Sicherheitsbereich. Ankommende internationale Fluggäste werden über diese Brücke zur Zoll- und Grenzabfertigung im Hauptgebäude geleitet.

Das Terminalgebäude ist nach dem Geschäftsmann und Flugpionier Elrey B. Jeppesen benannt, dem Gründer von Jeppesen Inc. in Englewood, Colorado, welche die erste Navigationskarten herausbrachte.

Flugsteige[Bearbeiten]

Denver verfügt über drei sogenannte Concourses: A, B und C. Concourse A ist der südlichste von ihnen. Hauptnutzer ist Frontier Airlines, die dort ihre Basis hat. Auch internationale Flüge von Lufthansa, British Airways, Air Canada, Icelandair, Volaris und Aeroméxico werden hier abgefertigt. Weiter nördlich ist Concourse B anzutreffen, der größte des Areals. Hier starten hauptsächlich Flüge von United Airlines sowie seit Frühjahr 2010 auch Maschinen von US Airways. Der nördlichste und kleinste Concourse ist Concourse C. Hier befinden sich die Gates von Delta Air Lines und Air Trans sowie Abflugbereiche von Southwest Airlines. Es besteht die Option, zwei weitere Concourses, D und E sowie ein weiteres Terminal zu bauen.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Bei seiner Eröffnung war der Flughafen nur über die extra angelegte Zubringerstraße zu erreichen, die von der Autobahn I-70 abzweigt. Inzwischen wurde der Autobahnring E-470 gebaut, der eine weitere Erschließungsmöglichkeit bietet.

Für die Zukunft ist im Rahmen des FasTracks-Projektes auch eine Anbindung per Schnellbahn durch die East Rail Line geplant. Der Baubeginn war 2011. Ab 2016 soll der Betrieb von der Denver Union Station zum Flughafen aufgenommen werden. Die Linie wird von der Union Station im Stadtzentrum zunächst bis zur Blake Street geführt, biegt dort nach Westen auf die Smith Road parallel zur I70 ein um schließlich entlang des Peña Boulevards zum Flughafen zu führen. Insgesamt sind sieben Stationen vorgesehen, wobei an Peoria eine Verbindung an die ebenfalls für 2016 geplante I225 Rail Line geplant ist [1].

Am Flughafen wird seit 2013 ein Transit- und Hotelzentrum errichtet, in dem über dem aus Bahnhof und Busterminal bestehenden Nahverkehszentrum ein Westin Hotel mit 519 Zimmern errichtet wird. Daran angeschlossen wird eine Public Plaza genannte Veranstaltungs- und Ausstellungshalle gebaut. Die Projektkosten belaufen sich derzeit auf USD 598 Mio. Die Eröffnung ist für 2015 vorgesehen.

Daten[Bearbeiten]

Der Baldachin ist das Wahrzeichen des DIA
Tower
Terminal

Entworfen wurde der neue Flughafen von den Architekten Curtis Fentress und James Bradburn. Die Ingenieurplanung übernahm das Ingenieurbüro Horst Berger. In Anspielung auf die nahe gelegenen Rocky Mountains wurde das Dach des Passagierteminals mit 34 symbolischen Bergspitzen aus lichtdurchlässigem und nahezu selbstreinigendem teflonbeschichteten Fibersegeltuch in zwei Lagen versehen. Dazwischen befindet sich ein 40 cm starkes Luftpolster. Bis zu 80 cm bewegen sich Dachspitzen im Wind. Das Dach ist für Fentress der architektonische Höhepunkt seines Berufslebens. Es ist das bekannteste Beispiel für die Leichtbauweise in den USA.

Insgesamt umfasst der Flughafen 13.600 Hektar mit sechs Start- und Landebahnen. Davon sind fünf je 3658 Meter und eine 4870 Meter lang. Drei Runways haben einen Abstand von mindestens 1310 Metern (4300 feet) und lassen damit einen parallelen Betrieb auch unter schlechten Sichtbedingungen zu. Abgefertigt werden die Passagiere an 124 Fluggaststeigen. Geplant ist, den Flughafen auf zwölf Start- und Landebahnen zu erweitern. Mit den vorgesehenen 300 Fluggaststeigen sollen dann jährlich 100 Millionen Passagiere abgefertigt werden können.

Flugziele und Fluglinien[Bearbeiten]

Etwa 55% der in 2012 abgefertigten Passagiere hatten Denver als Abflug oder Zielort, während die restlichen Passagiere dem Umsteigeverkehr zuzurechnen sind. Jährlich 1,7 Millionen (ca. 3%) Passagiere starten oder landen auf internationalen Flügen. Derzeit größtes Flugzeug, dass den Flughafen regelmäßig anfliegt, ist die 747-400 betrieben von der Deutschen Lufthansa.

Insgesamt ist Denver non-stop mit mehr als 180 Flughäfen verbunden. Wichtigste Flugziele von Denver aus sind Los Angeles, New York City, Chicago, Washington D.C., San Francisco, Phoenix, Las Vegas, Dallas, Houston und Minneapolis. Internationale Flüge gibt es zu verschiedenen Zielen in Mexiko und Kanada, sowie nach London-Heathrow, Frankfurt, Reykjavík, Tokyo und ab Dezember 2014 Panama. Denver ist der einzige Airport außerhalb eines Umkreises von 1.500 Meilen, der außer an Samstagen vom LaGuardia Flughafen aus direkt angeflogen werden darf. Ähnliches gilt für die 1.250 Meilen Begrenzung des Ronald Reagan Washington National Airport, für die Denver eine von wenigen Ausnahmen erhalten hat.

In 2012 waren die wichtigsten Fluglinien (nach Sitzplatzkapazität) United Airlines (40%), Southwest Airlines (25%) und Frontier (22%).

Siehe auch[Bearbeiten]

Filme[Bearbeiten]

  • Moderne Luftschlösser – (2): Flughafen Denver. Dokumentation, USA, Deutschland, 2007, 26 Min., Buch und Regie: Andrew Davies, André Schäfer, Produktion: ZDF

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Denver International Airport – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. RTD FasTracks: About the commuter rail transit corridor between Denver Union Station and Denver International Airport, englisch; Abgerufen: 23. Mai 2013