Flughafen Forlì

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Aeroporto di Forlì
“Luigi Ridolfi”
Aeroporto di Forlì.jpg
Kenndaten
ICAO-Code LIPK
IATA-Code FRL
Koordinaten
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 1,5 km südöstlich von Forli
Nahverkehr Bus
Basisdaten
Betreiber SEAF (Società Esercizio Aeroporto di Forlì S.p.A.)
Terminals 1
Passagiere 708.681 [1] (2007)
Luftfracht 37 t [1] (2007)
Flug-
bewegungen
8.813 [1] (2007)
Start- und Landebahn
12/30 2460 m × 45 m Asphalt

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Der Flughafen Forlì (ital.: Aeroporto di Forlì “Luigi Ridolfi”) ist ein italienischer Flughafen bei Forlì. Er ist neben Bologna, Parma und Rimini einer der vier Verkehrsflughäfen der Region Emilia-Romagna.

Lage und Anbindung[Bearbeiten]

Der Flughafen liegt rund 60 Kilometer südöstlich der Regionalhauptstadt Bologna und etwa 20 Kilometer westlich der Adriaküste.

Der Flughafen befindet sich eineinhalb Kilometer südöstlich des Zentrums von Forlì. Linienbusse verkehren fünf bis sieben mal täglich zwischen dem Flughafen und dem Hauptbahnhof in der Innenstadt. Forlì liegt an der Bahnstrecke Bologna-Ancona und der parallel dazu verlaufenden Adria-Autobahn A14 und der Via Emilia (SS9). Busse verbinden den Flughafen auch mit den Urlaubsorten Cervia und Cesenatico.

Airlines und Ziele[Bearbeiten]

Der Flughafen war bis 2011 eine Basis der italienischen Fluggesellschaft Wind Jet. Auch Ryanair war ein bedeutender Nutzer. Beide Gesellschaften sind jedoch auf den rund 40 Kilometer südöstlich gelegenen Flughafen Rimini umgezogen. Am 31. März 2013 zog sich dann die letzte Fluggesellschaft Wizz Air ebenfalls zurück. Seitdem hat Forlì keine planmäßige Anbindung mehr an den internationalen Flugverkehr (Stand September 2013).

Der Flughafen Forlì steht seit Jahren in einem erbitterten Konkurrenzkampf mit dem nahen Flughafen Rimini. Für den Einzugsbereich der beiden Flughäfen an der Adriaküste der Emilia-Romagna würde ein Flughafen genügen. Keiner der beiden Flughafenbetreiber möchte sich jedoch mit der Schließung des jeweiligen Flughafens abfinden. In letzter Zeit hat Forlì gegenüber dem Flughafen Bologna im Nordwesten und Rimini im Südosten an Marktanteilen verloren. Trotz Plänen für eine synergische Nutzung und einer eventuellen Konzentration auf das Luftfrachtsegment ist die Zukunft des Flughafens unsicher.

Sonstiges[Bearbeiten]

Der Flughafen und die Stadt Forlì sind seit längerer Zeit Standort von Ausbildungseinrichtungen für den Luftfahrtbereich und Standort der 13. Hubschrauber-Einheit der Carabinieri (13º nucleo elicotteristi dell'arma dei Carabinieri).

1934 wurde hier das Collegio Aeronautico gegründet, eine Bildungseinrichtung der faschistischen Jugendorganisation. 1968 entstand in Forlì eine der wenigen italienischen Fachoberschulen mit der Ausbildungsrichtung Luftfahrtwesen (Istituto Tecnico Aeronautico). Auf dem Flughafen gibt es unter anderem eine Flugschule und eine Akademie, an der angehende Fluglotsen der italienischen Flugsicherungsgesellschaft ENAV S.p.A. ausgebildet werden.

Der Flughafen ist benannt nach dem 1894 in Forlì geborenen Bomberpiloten Luigi Ridolfi, der 1919 als ziviler Testpilot bei Mailand ums Leben kam.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c assaeroporti

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Flughafen Forlì – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien