Flughafen Kärdla

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kärdla Lennujaam
Terminal des Flughafens Kärdla, 2009
Kenndaten
ICAO-Code EEKA
IATA-Code KDL
Koordinaten
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 7 km östlich von Kärdla
Basisdaten
Eröffnung 1963
Betreiber Tallinn Airport Ltd
Passagiere 8.840 (2004)
Start- und Lande-Bahn
14/32 1520 m × 30 m Asphalt

i1 i3


i7 i10 i12

i14

Der Flughafen Kärdla (estnisch: Kärdla lennujaam) ist ein Flughafen in Estland. Der Flughafen befindet sich sieben Kilometer östlich der Stadt Kärdla, an der Nordküste der zweitgrößten Insel Estlands Hiiumaa.

Der Flughafen wurde 1963 gebaut. Von den 1960er- bis in die 1980er-Jahre gab es regelmäßige Verbindungen nach Tallinn, Haapsalu, Vormsi, Kuressaare, Riga, Pärnu, Viljandi und Tartu. Murmansk, Vilnius, Kaunas und Riga wurden zusätzlich mit Charterverbindungen bedient. Die Fluggastanzahl im Jahre 1987 betrug 24.335. Seit 1992 sank das Passagieraufkommen, so nutzten 1995 nur 727 Passagiere den Flughafen. Dies lag daran, dass die Fluggesellschaft Aeroflot in einer Krise war und die Wirtschaft Estlands nach der Unabhängigkeit neu strukturiert wurde. 1998 wurde die Landebahn erneuert und das Passagieraufkommen stieg wieder, so dass 2004 8.840 Fluggäste gezählt wurden.

Inzwischen kann der Flughafen für Personen- und Frachtflüge rund um die Uhr genutzt werden. Zweimal täglich wird von Montag bis Freitag die estnische Hauptstadt Tallinn angeflogen, am Wochenende einmal täglich. Auch die estnische Luftwaffe und die Küstenwache benutzen den Flughafen Kärdla.

Im ersten Augustwochenende findet jährlich eine Flugshow statt.

Am 23. November 2001 verunglückte eine Antonow An-28 der estnischen Fluggesellschaft ELK Airways mit 17 Menschen an Bord auf dem Weg von Tallinn nach Kärdla. Die Maschine stürzte beim Landeanflug in ein 1,5 Kilometer vom Flughafen Kärdla entferntes Waldstück des landwirtschaftlichen Museums Soera nahe Palade auf der Insel Hiiumaa.[1] Zwei Menschen überlebten den Absturz nicht.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Presseverlautbarung des estnischen Innenministeriums (englisch)