Flughafen Makassar

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Internationaler Flughafen Sultan Hasanuddin (Makassar)
Bandara Sultan Hassanudin Makassar.jpg
Kenndaten
ICAO-Code WAAA
IATA-Code UPG
Koordinaten
5° 4′ 45″ S, 119° 33′ 5″ O-5.0791666666667119.5513888888914Koordinaten: 5° 4′ 45″ S, 119° 33′ 5″ O
14 m ü. MSL
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 20 km nordöstlich von Makassar
Straße Landstraße; Schnellstraße
Nahverkehr Busse
Basisdaten
Eröffnung 1935
Betreiber PT Angkasa Pura I
Fläche 818 ha
Terminals 2
Passagiere 9.431.004 (2013)[1]
Luftfracht 53.517 t (2013)[1]
Flug-
bewegungen
94.693 (2013)[1]
Kapazität
(PAX pro Jahr)
7 Millionen[2]
Start- und Landebahnen
03/21 (neu) 3100 m × 45 m Asphalt
13/31 (alt) 2500 m × 45 m Asphalt

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Der internationale Flughafen Sultan Hasanuddin (indonesisch Bandara Internasional Sultan Hasanuddin, IATA: UPG, ICAO: WAAA), auch Mandai genannt, liegt rund 20 Kilometer nordöstlich der indonesischen Millionenstadt Makassar, der Hauptstadt der Provinz Süd Sulawesi. Der Flughafen Makassar ist der flächenmäßig zweitgrößte Flughafen Indonesiens nach dem Flughafen Jakarta und befindet sich täglich 24 Stunden in Betrieb.[3] Dieser wichtigste Flughafen Ostindonesiens wird von fast allen indonesischen Fluggesellschaften angeflogen und ist für die staatliche Fluggesellschaft Garuda Indonesia das dritte Drehkreuz nach Soekarno Hatta - Jakarta und Ngurah Rai - Denpasar. Im internationalen Verkehr gilt der Flughafen Mandai-Makassar (UPG) als der offizielle zweite Eingangsflughafen Indonesiens nach Cengkareng-Jakarta (CGK), wobei der Flughafen Denpasar-Bali (DPS) wegen dessen touristischen Bedeutung als der dritte Sondereingangsflughafen gilt.

Gebühren[Bearbeiten]

Für nationale und internationale Flüge (ausgenommen Zwischenflüge) wird vor der Zollkontrolle eine Flughafengebühr in bar erhoben. Diese beläuft sich zurzeit auf 50.000 Rupiah für nationale und 150.000 Rupiah für internationale Flüge.[4]

Die Taxifahrt vom Stadtzentrum bis zum Flughafenterminal kostet rund 100.000 Rupiah.

Lage und Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Das großflächige Flughafenareal befindet sich rund 20 Kilometer nordöstlich des Stadtzentrums von Makassar, im Grenzgebiet zu dem Nachbarbezirk Maros. In etwa 15 Minuten (17 km) erreicht man ihn über die Schnellstraße und in etwa 25 Minuten (23 km) über die Landstraße. Reisfelder und vereinzelte Siedlungen prägen die Umgebung. Nur 10 Kilometer östlich der Flughafenbegrenzung enden die Ausläufer eines Gebirgszugs. Der Flughafen selbst liegt in einer Tiefebene auf einer Höhe von 14 Metern über Meereshöhe, weniger als acht Kilometer von der Küste zur Straße von Makassar entfernt.

Die vielspurige Landstraße führt vom Stadtzentrum Makassars, später gebündelt zur Stadt Maros nördlich des Flughafens und passiert dabei den nordwestlichen Flughafenzaun. Eine Flughafenzubringerstraße führt von dieser Verkehrsachse zum Fluggastgebäude. Das Terminal selbst ist nur mit Taxis und Kleinbussen an das öffentliche Verkehrsnetz angeschlossen. Ein Pendelbus verbindet es außerdem mit der Landstraße, auf der Linienbusse verkehren.

Die mautpflichtige, autobahnähnliche Schnellstraße vom Stadtzentrum Makassars zum Flughafen wurde von einer Tochtergesellschaft (PT Jalan Tol Seksi Empat – JTSE) des lokalen Großunternehmens Bosowa gebaut und danach betrieben. Die vielspurige 11,5 Kilometer lange Straße führt an einer Ausfahrt der bereits bestehenden Umgehungsautobahn Makassars in einem Industriegebiet in der Nähe des Hafens beginnen und bis zum Flughafen. In der späteren Endausbaustufe wird sie sogar bis nach Maros, einer Großstadt nördlich des Flughafens führen.[5] Die neue Verkehrsverbindung hat die Fahrzeit zwischen der Stadt und dem Flughafen deutlich verringert, da die zuvor einzige Verkehrsverbindung darstellende, vierspurige Landstraße überlastet war.

Da der Verkehrsknotenpunkt am Eingang der Flughafenzufahrtstraße sehr dicht ist und der Flugplan dadurch beeinträchtigt wird, plant die Regierung dort ab 2013 eine Verbindungsrampe bzw. ein Autobahnkreuz zu errichten.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 1935 beschloss die niederländische Kolonialregierung von Sulawesi die Errichtung eines Flugplatzes am Standort des heutigen alten Terminals. Der damalige Flugplatz mit einer 1600 m langen Graspiste (Startbahn 08-26) ging am 27. September 1937 in Betrieb und trug den Namen Flugplatz Kadieng (Lapangan Terbang Kadieng). Die niederländische Fluglinie KNILM, die Vorgängergesellschaft der heutigen Garuda Indonesia, führte den ersten kommerziellen Flug mit einer Douglas DC-2/F6 durch. Dieser führte von Makassar nach Surabaya auf der Insel Java.

Während des Zweiten Weltkrieges ließ 1942 die japanische Besatzungsregierung die Piste auf der vollen Länge betonieren, um das Flugplatz zu einem Fliegerhorst für die japanischen Luftstreitkräfte auszubauen. Diesen benannte man außerdem in Flugfeld Mandai (Mandai Airfield) um. Vom 7. November 1944 bis zum 3. Juli 1945 bombardierten alliierte Fliegerstaffeln das militärische Flugfeld.[6]

Im Jahr 1945 baute die niederländische Kolonialregierung mit 4000 Zwangsarbeitern, die ehemals von den Japanern ausgenutzt wurden (Romusha), eine zweite, 1745 Meter langen Start- und Landebahn in einer anderen Ausrichtung (Startbahn 13-31).

Nach der Unabhängigkeit Indonesiens verlängerte 1955 das Amt der zivilen Luftfahrt die neue Piste zunächst auf 2345 m und benannte ihn Flughafen Mandai (Pelabuhan Udara Mandai). 25 Jahre später baute man sie auf die aktuellen Maße von 2500 m Länge und 45 Meter Breite aus und benannte den zivilen Flughafen in Flughafen Hasanuddin (Pelabuhan Udara Hasanuddin) um. Ein Jahr später, 1981, wurde der Flughafen als Ein-/Ausgangsflughafen für die muslimische Pilgerfahrt (Haddsch-Saison) erklärt.

Im Jahr 1985 wurde der Flughafen nach dem neuen indonesischen Begriff für Flughafen in Bandar Udara Hasanuddin oder abgekürzt Bandara Hasanuddin umbenannt.

Seit 1992 verfügt die Flughafenfeuerwehr über zwei moderne Löschfahrzeuge des österreichischen Herstellers Rosenbauer, zusätzlich neben zwei anderen Fahrzeugen.

Seit dem 1. Januar 1993 ist die staatliche Flughafenbetreibergesellschaft PT (Persero) Angkasa Pura I für den Betrieb des Flughafens zuständig.

Ende 1994 erhielt UPG den Status eines internationalen Flughafens (Bandar Udara International Hasanuddin), und im Januar des folgenden Jahres führten die Malaysia Airlines den ersten internationalen Linienflug durch. Bald darauf folgte die singapurische Silk Air mit Nonstop-Flügen nach Singapur. Im Zusammenhang mit den muslimischen Haddsch-Pilgerreisen führte man bereits 1990 den ersten Flug mit Ziel außerhalb Indonesiens durch. Seitdem fliegen in der Haddsch-Saison Großraumflugzeuge die Strecke nach Dschidda ohne Zwischenhalt.[7]

Seit 2004 betreibt die Flughafengesellschaft im Zuge der rasanten Entwicklung der Passagierzahlen seit Anfang des neuen Jahrtausends ein massives Ausbauprogramm.

2005 bekam die alte Hauptpiste auf fast voller Länge einen neuen Asphaltbelag. In dem Jahr kaufte die Betreibergesellschaft Angkasa Pura I alle nötigen Landrechte für die neue Start- und Landebahn; die wenigen Menschen, die dort lebten, wurden umgesiedelt. Im July 2005 nahm der Tower der indonesischen Flugsicherung Makassar Advanced Air Traffic Services (MAATS) in Betrieb, die eine Verschmelzung der vorherigen Flugsicherungszentrale bzw. Area Control Center (ACC) von dem Fluginformationsgebiet (FIR) Makassars und Balis darstellt. Der Betrieb wird von PT. Angkasa Pura II verwaltet.

Im Frühjahr 2008 nahmen die indonesischen Luftstreitkräfte einen neuen Hangar in Betrieb. In diesem können bis zu sechs der zur Auslieferung anstehenden Suchoi Su-27-Kampfflugzeuge Platz finden.[8] Am 4. August des gleichen Jahres nahm das neue Abfertigungsgebäude den Betrieb auf und ab 3:00 morgens zogen nahezu alle Gerätschaften zum neuen Abfertigungsgebäude um und man fertigte alle Passagierflüge in den neuen Einrichtungen ab.[9] Zu den ersten abgefertigten Flugzeugen am neuen Terminal zählten zwei Flüge der Lion Air und der Garuda Indonesia nach Jakarta.[10] Die Flugzeuge sollten zunächst die alte Start- und Landebahn verwenden, die über den neuen Rollweg und dessen Verlängerung mit dem neuen Fluggastgebäude verbunden wurde. Das neue Abfertigungsgebäude sollte ursprünglich Ende Juli 2007 eröffnet werden. Nach Verzögerungen speziell bei der Ausstattung des Terminals veranschlagte man die offizielle Eröffnung für den 17. August 2008, dem indonesischen Unabhängigkeitstag.[11] Auf Antrag von der Provinzregierung von Süd-Sulawesi erhielt der Flughafen seinen heutigen, kompletten Namen Bandar Udara International Sultan Hasanuddin.

Anfang 2010 wurde die neue Start- und Landebahn (Startbahn 03-21) fertiggestellt. Damit ist Sultan Hasanuddin der zweite Flughafen Indonesiens mit zwei Pisten und der einzige mit gekreuzten Pisten, jedoch wird die kürzere alte Piste außer zu militärischen Zwecken nur noch selten genutzt. Mitte 2011 beantragte die Provinzregierung von Süd-Sulawesi die Start- und Landeerlaubnis von Boeing B-747 auf den Flughafen. Ende 2011 erreichte die Passagieranzahl 7.455.408 pro Jahr und somit ist die gestellten Kapazität des neuen Fluggastgebäudes nach nur fünf Jahren ihrer Fertigstellung überschritten worden. Eine Verdoppelung der Kapazität ist derzeit in der Mache, um der erwarteten Zunahme der Passagieranzahl bis etwa 13 Millionen innerhalb der nächsten fünf Jahren gerecht zu werden.[12]

Flughafenareal[Bearbeiten]

Übersichtskarte des alten und neuen Flughafengeländes

Das 818 Hektar große Flughafenareal umfasst das alte und neue entstandene Flughafengelände. An der Nordseite liegen das alte Fluggastgebäude (Terminal) und die alte Start- und Landebahn. Etwa 1,7 Kilometer südlich des alten Fluggastgebäudes, in Kreuzrichtung der alten Hauptpiste, an das alte Flughafengelände angrenzend, befindet sich das neue Flughafengelände samt Kontrollturm der indonesischen Flugsicherung. Nur noch die neuere und zugleich längere der beiden Hauptpiste ist für den zivilen Flugverkehr in Betrieb.

Das alte Flughafengelände[Bearbeiten]

Ein MD-82 der Lion Air auf dem Vorfeld des alten Fluggastgebäudes

Die 2500 m lange und 45 m breite alte Hauptpiste bzw. die zweite gebaute Piste (Startbahn 13-31) verläuft in Ost-West-Richtung. Die nicht mehr in Betrieb befindliche, erste gebaute Piste (Startbahn 08-26) wird als Rollbahn (Taxiway) sowie als Abstellfläche genutzt. Sie kreuzt die Hauptpiste in deren Mitte und verläuft in Nordost-Südwest-Richtung. Die zusätzliche, parallel verlaufende Rollbahn stellte damals das größte Hindernis zur Kapazitätserhöhung der Flugbewegungen dar. Die nur rund 900 Meter lange Rollbahn wurde nie auf volle Länge der alten Hauptpiste erweitert, weil der alte Tower samt umliegenden Gebäude dazu verlegt werden müssten. Alle vier wichtigen Rollbahnen sind buchstabiert; zur besseren Verständigung wird der Buchstabe zu einem Namen verlängert: Taxiways Alpha (158 x 23 m), Bravo (217 x 26 m), Charly (800 x 23 m) und Parallel (968 x 23 m). Im Regelbetrieb starteten alle Maschinen gen Westen, Richtung Küste, um die Kapazität der Flugbewegungen auf einem hohen Niveau zu halten, denn diese wurde ohnehin durch die zu kurze Rollbahn eingeschränkt. Deshalb mussten alle startenden Flugzeuge am östlichen Ende der Piste eine 180°-Drehung vollführen, um in Startposition zu kommen. Auch einige landende Maschinen mussten bei der Landung bis zum Ende der Start- und Landebahn ausrollen und kehrtmachen, um auf das Vorfeld zu gelangen. Der Anflug auf die alte Hauptpiste von Osten barg einige Schwierigkeiten und galt vielen Flugkapitänen sogar als berüchtigt, da man wegen mehrerer Hügel kurz vor dem Aufsetzen auf der Piste eine scharfe Linkskurve fliegen musste. Der Anflug von Norden, mit einer einschwenkenden Rechtskurve, barg wegen der dortigen Berge und Hügel viele Gefahren. Außerhalb dem Regelbetrieb wurden von Westen her mehr sichere Anflüge unternommen.

Das alte Hauptabfertigungsgebäude befindet sich östlich des alten Hauptvorfeldes. Inlandsflüge und internationale Flüge wurden in zwei getrennten Bereichen des Gebäudes abgefertigt. Die Zufahrtsstraße zum alten Terminal zweigt von einer Landstraße zwischen Makassar und Maros ab. Neben dem alten Hauptabfertigungsgebäude befindet sich ein saisonal betriebenes Fluggastgebäude für Hadsch-Flüge nach Jeddah in Saudi-Arabien und das einzige Frachtabfertigungsgebäude, welches eine Lagerfläche von 4000 m² bietet. Das Vorfeld des alten Fluggastgebäudes erstreckt sich zwischen den beiden alten Pisten, senkrecht zur alten Hauptpiste. Es ist 69.147 m² groß und bietet in zwei verschiedenen Auslastungsvarianten jeweils Platz für 16 Flugzeuge. Drei Flugzeugparkpositionen sind für Großraumflugzeuge bis zur Größe einer Boeing MD-11 ausgelegt. In der dreieckigen Fläche zwischen den beiden alten Pisten und dem alten Hauptvorfeld befinden sich unter anderem der alte rot-weiße Kontrollturm, die Kerosinlager und die einzige Wache der Flughafenfeuerwehr. Es gibt verschiedene Pläne für diese alten Anlage, u.a. als Frachtabfertigungsgebäude und Wartungshalle.

Heutzutage nutzen die indonesischen Luftstreitkräfte das alte Flughafengelände als Fliegerhorst für eine so genannte Squadron 11 mit mehreren Kampfflugzeugen des Typs A-4 Skyhawk, Suchoi Su-27 und Suchoi Su-30. Die Einrichtungen des Militärs sind rechts und links der Rollbahn bzw. der ersten Piste (Startbahn 08-26) angesiedelt. Dazu gehören die beiden Flugzeugunterstände und auch zwei der drei Hangars.

Das neue Flughafengelände[Bearbeiten]

Ein B737 auf dem Vorfeld des neuen Fluggastgebäudes
Das Fluggastgebäude mit der Torajaähnlichen Dachzuspitzung
Ankunftsbereich des Fluggastgebäudes
Abflugbereich des Fluggastgebäudes
Gläserne Fluggastbrücke

Das mit einer Kapazität von 7 Millionen Passagieren, neue Fluggastgebäude besteht aus einem länglichen, zweistöckigen Gebäudeschlauch.[13] Die Gebäudekonstruktion besteht aus mehreren Einheiten, sodass sie später durch Anfügen weiterer Einheiten ausgebaut werden kann. Die Dachkonstruktion besteht aus mehreren Tonnendächern (Bogendach), welche sich abwechselnd zum Vorfeld hin oder zur Anfahrtsstraße hin verjüngen und damit den trapezförmigen Grundriss annehmen. Die Gebäudearchitektur ist post-modern mit der sich stark an rundlichen bzw. welligen Formen orientierenden Dachkonstruktion, die die maritime Lebensphilosophie der Haupteinwohner Buginesen und Makassaren symbolisieren. Bei der mittleren Gebäudeeinheit hat der Dach eine Zuspitzung (Kragbalken), die an die Dachbauweise der Toraja erinnern soll. Weiterhin zeigt die Deckenbemalung ein typisches Ornament der Mandaresen. Das 51.000 m² große Fluggastgebäude ist zunächst mit sechs gläsernen Fluggastbrücken ausgestattet. Zwei der sechs gebäudenahen Flugzeugparkpositionen sind für Flugzeuge bis zur Größe einer B747 ausgelegt.[14] Um die Baukosten niedrig zu halten, entschied man sich, sowohl die Einrichtungen der Gepäckaufgabe für abfliegende Passagiere als auch die Gepäckausgabe-Halle für ankommende Fluggäste in der gleichen Ebene, dem Erdgeschoss unterzubringen. Nur die Wartebereiche und deren Gastronomie- und Einzelhandelseinrichtungen befinden sich auf einer zweiten Gebäudeebene darüber. Der Check-in-Bereich befindet sich im nördlichen Gebäudeteil und ist mit drei Check-in-Inseln (mehrere Check-in-Schalter) ausgestattet. Auf vier Gepäckausgabebändern im südlichen Gebäudeteil können ankommende Passagiere ihr Gepäck entgegennehmen. Die Halle lässt sich mit einer Trennwand unterteilen, um einen abgetrennten, internationalen Ankunftsbereich zu schaffen, falls Flüge ins Ausland anstehen sollten.[15] Die Baukosten des kompletten Flughafenausbau Makassars betrugen rund 1,3 Billionen Rupiah. Der Ausbau wurde von einem indonesischen Konsortium mit ausschließlich indonesischen Arbeitskräften ausgeführt. Ein französisches Bauunternehmen veranschlagte für die Bauausführung den dreifachen Geldbetrag.[16] Das neue Fluggastgebäude muss in naher Zukunft erweitert werden, da die Anzahl der Passagiere im Jahr 2010 die maximale Kapazität fast erreichte. Zudem plant die Fluggesellschaft Garuda im Zuge der Entwicklung der Flugbewegungen (200 Flüge am Tag) den Bau von Wartungshalle für Flugzeuge mit geschätzten Baukosten von 2 bis 4 Millionen US-Dollar.

Die neue, senkrecht zur alten Hauptpiste erstreckende Start- und Landebahn wurde Anfang 2010, etwa anderthalb Jahre nach dem neuen Fluggastgebäude fertiggestellt. Mit Inbetriebnahme der 3100 Meter lang und 45 Meter breiten, neuen Piste (Startbahn 03-21) können landende Flugzeuge zwei Schnellabrollwege benutzen, um die Piste zu verlassen. Zu den vier alten Rollbahnen kommen acht neuen hinzu, mit ähnlichen Bezeichnungen: Taxiways Delta (385 x 23 m), Echo (335 x 23 m), Foxtrot (335 x 23 m), Hotel (127,5 x 23 m), India (204 x 23 m), Juliet (1990 x 45 m), South Parallel (945 x 23 m) und West Parallel (3100 x 23 m). Da ein B747-400 nicht mit ihrer maximalen Ladekapazität auf die neue Piste starten und landen kann, wird sie ab 2012 um 400 Meter auf 3500 Meter lang erweitert.[17]

Zu dem neuen Flughafengelände gehört der neue Tower, der gleichzeitig der indonesischen Flugsicherung oder Area Control Center (ACC) dient. Der Dienst heißt Makassar Air Traffic Service Center (MATSC), bis 2008 hieß er noch Makassar Advanced Air Traffic Services (MAATS), und kontrolliert etwa 2/3 des oberen Luftraums im mittleren und östlichen Teil Indonesiens.[18] MATSC ist eine Verschmelzung der vorherigen ACCs von dem Fluginformationsgebiet (FIR) Makassars und Balis . Der restliche 1/3 des oberen, westlichen Luftraumbereichs wird von Jakarta Automated Air Traffic Service (JAATS)[19] überwacht.

Name und Abkürzung[Bearbeiten]

Der Flughafen bekommt mit der Fertigstellung des neuen Fluggastgebäudes den vollständigen Namen "Sultan Hasanuddin". Der Sultan war der bekannte Herrscher der Stadt im 17. Jahrhundert. Der Flughafen wird häufig in anderen Flughäfen als Ujung Pandang statt Makassar auf den Bildschirmen angezeigt, da die Stadt Makassar von 1972 bis 1999 Ujung Pandang hieß.[20] Auch der IATA-Code des Flughafens lautet noch immer UPG. Eine Umbenennung nach Makassar ist aber schwierig, weil mögliche Abkürzungen vergeben sind, wie beispielsweise MKS für Mekane Selam in Ethiopien, MKR für Meekatharra in Australien, MAK für Malakal im Sudan und MKH für Mokhotlong in Lesotho.

Betreiber[Bearbeiten]

Betreiber des Flughafens ist das staatliche Unternehmen PT. Angkasa Pura I, das zum indonesischen Verkehrsministerium gehört. das Unternehmen verwaltet neben diesem seinen größten Flughafen mehrere Flughäfen mit der Gesamtkapazität von 30.700.440 Passagieren, darunter sind: Flughafen Denpasar, Flughafen Surabaya, Flughafen SAMS, Flughafen Manado, Flughafen Surakarta, Flughafen Papua, Flughafen Lombok, Flughafen Maluku, Flughafen Semarang, Flughafen Yogyakarta, Flughafen Banjarmasin und Flughafen Kupang. Das Unternehmen wird ab 2012 bei den Flughäfen Makassar und Surabaya Hotelanlage mit dem Markenname Formule 1 und Accor betreiben.

Zwischen- und Unfälle[Bearbeiten]

  • Am 14. April 2005 kam eine Boeing 737-200 der Merpati Nusantara Airlines nach einer Landung bei widrigen Windverhältnissen und starkem Regenfall erst hinter dem Ende der Landebahn zum Stehen. 20 der insgesamt 55 Insassen wurden verletzt.[21]
  • Am 24. Dezember 2006 schoss eine Boeing 737-400 der Lion Air über das Ende der Runway hinaus. Die Passagiere kamen mit dem Schrecken davon. Die Maschine bediente die Route Jakarta-Makassar-Gorontalo.[22]
  • Am 7. März 2011 wurde ein pakistanischer Boeing 737-300 der Pakistan International Airlines (PIA) mit der Registernummer AP-BEH wegen fehlender Genehmigung zur Luftüberquerung (black flight) von zwei in Makassar stationierten Suchoi-Kampfflugzeugen zur Landung auf die alte Piste gezwungen. Das Flugzeug mit 49 Passagieren und 13 Besatzungsmitgliedern war zuvor auf einem Flug von Dili (Osttimor) nach Kuala Lumpur (Malaysien) gewesen. Die Passagiere waren pakistanische UN-Sicherheitskräfte, die kurz zuvor ihren Dienst in Dili geleistet hatten. Nach der Klärung mit der pakistanischen Botschaft in Jakarta durfte das Flugzeug nach der Betankung von 3.000 Liter Kerosin den Flughafen wieder verlassen.[23]
  • Am 29. Dezember 2011 um 16:13 Ortszeit explodierte der Reifen eines MD-82 der Fluggesellschaft Wings Air beim Aufsetzen auf der Landebahn. Die Piloten hatten trotzdem die volle Kontrolle über das Flugzeug und konnten alle 169 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder in Sicherheit bringen.[24]

Verkehrszahlen[Bearbeiten]

Seit Anfang des neuen Jahrtausends haben sich die Passagierzahlen mehr als verachtfacht, wobei der Frachtsektor in Makassar schon lange vorher eine, wirtschaftlich gesehen, untergeordnete Rolle gespielt hatte. Ein Grund für die langsame Entwicklung des Frachtsektors ist die relativ hohe Konzessionsgebühr durch den Betreiber, die derzeit 25 Rupiah pro kg für die Warenausführung und 15 Rupiah pro kg für die Wareneinführung beträgt.[25]

Flughafen Makassar – Verkehrszahlen[26][27][28]
Betriebsjahr Passagieraufkommen Luftfracht [Kg] Flugbewegungen
2000 1.059.213 28.218.000 20.445
2001 1.022.993 31.283.504 22.464
2002 1.692.032 23.886.003 31.315
2003 1.690.635 26.213.963 39.419
2004 1.976.223 27.700.099 48.736
2005 3.597.238 32.353.245 42.940
2006 4.044.510 31.237.854 45.206
2007 4.465.775 31.605.217 48.906
2008 4.706.189 32.408.389 49.584
2009 5.161.289 32.420.401 52.299
2010 6.547.566 40.140.999 64.940
2011 7.455.408 43.338.508 73.077
2012 8.323.193 48.273.638 79.739
2013 9.431.004 53.517.658 94.693

Fluggesellschaften und Ziele[Bearbeiten]

UPG ist der offizielle zweite Eingangsflughafen Indonesiens und der wichtigste Flughafen in Ostindonesien, weswegen er von fast allen indonesischen Fluglinien angeflogen wird. Viele Fluggesellschaften nutzen Makassar als Zwischenstopp auf Strecken zwischen West- und Ostindonesien, die von den eingesetzten Boeing 737 nicht ohne Tankstop geflogen werden können. Wichtigste Fluglinien am Ort sind die staatlichen Garuda Indonesia und Merpati Nusantara Airlines und die Billigfluggesellschaft Lion Air. Auf Grund der zunehmenden Bedeutung dieses Flughafens öffnet Garuda Indonesia dort ihre dritte Wartungshalle nach Soekarno Hatta - Jakarta und Ngurah Rai - Denpasar, um den ostindonesischen Flugverkehr besser bedienen zu können.[29]

Flugrouten ins Ausland hatten zuerst wenig Erfolg, dennoch flog die singapurische Silk Air bis zur Erhöhung der Flughafengebühr im Jahr 2004 erfolgreich nonstop nach Makassar. Seit geraumer Zeit fliegt die malaysische Fluggesellschaft Air Asia die Linie Makassar-Kuala Lumpur und wird ab 2012 die internationale Linien mit Singapur, Hongkong, Philippina, Brunei Darussalam und Kinabalu-Malaysia erweitern.[30] Seit Juni 2011 fliegt zusätzlich die nationale Fluggesellschaft Garuda Indonesia Airlines die Route Makassar-Singapur und wird außerdem in naher Zukunft Ziele in Australien, auf den Philippinen, Brunei, Malaysia anbieten.[31]

Fluggesellschaft Flugziele
Air Asia Balikpapan, Jakarta,[32] Kuala Lumpur
Citilink Surabaya
Express Air Bau-Bau, Bima, Fak Fak, Jakarta, Jayapura, Kaimana, Luwuk, Mamuju, Manokwari, Nabire, Sorong, Surabaya, Tanah Merah, Ternate, Yogyakarta
Garuda Indonesia Ambon, Balikpapan, Biak, Denpasar, Dschidda*, Gorontalo, Jakarta, Jayapura, Kendari, Manado, Mataram, Palu, Singapur, Surabaya, Tarakan, Ternate, Timika
Indonesia Air Transport Soroako
Lion Air Ambon, Balikpapan, Denpasar, Gorontalo, Jakarta, Jayapura, Kendari, Manado, Palu, Surabaya
Merpati Nusantara Airlines Balikpapan, Bandung, Banjarmasin, Bau Bau, Biak, Bima, Jakarta, Kendari, Kupang, Mamuju, Manado, Manokwari, Merauke, Palu, Sorong, Surabaya, Ternate, Timika, Wakatobi, Yogyakarta
Nusantara Buana Air Selayar
Pelita Air Service Jakarta, Mamuju, Sorong
Silk Air Singapur
Sriwijaya Air Ambon, Balikpapan, Gorontalo, Jakarta, Kendari, Manado , Surabaya, Palu, Tarakan, Ternate
Trigana Air Service Kupang, Luwuk
Wings Air Ambon, Denpasar, Bau-Bau, Gorontalo, Jakarta, Jayapura, Kendari, Kolaka, Mamuju, Manado, Palu, Surabaya, Wakatobi

(*) Extra für Pilgerfahrt nach Mekkah im Hadsch-Saison

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Flughafen Makassar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c http://hubud.dephub.go.id/?id/produksi/index/filter:airport,226
  2. PT Angkasa Pura I wird den internationalen Flughafen Sultan Hasanuddin erweitern
  3. das Verkehrsministerium hat PT Angkasa Pura I und PT Angkasa Pura II gefordert, den 24-Stunden-Betrieb von Flughäfen zu realisieren, um Dienstleistungen für Kunden zu optimieren
  4. Flughafengebühren in Indonesien
  5. Fajar – Makassarische Zeitung – Flughafen-Autobahn
  6. pacificwrecs.com – Luftangriffe gegen den Stützpunkt (englisch)
  7. Artikel zur Geschichte des Flughafens (indonesisch)
  8. Antaranews – indonesisches englischsprachiges Onlinenachrichtenportal – Neuer Hangar eingeweiht (englisch)
  9. Tribun Timur – Tageszeitung aus Ostindonesien – Inbetriebnahme am 4. August (indonesisch)
  10. Inbetriebnahme des neuen Terminals (Englisch)
  11. Ujung Pandang Ekspres – Makassarische Tageszeitung – Verschiebung der Inbetriebnahme (indonesisch)
  12. The Jakarta Post - Überkapazität des makassarischen Flughafens (englisch)
  13. Plan des neuen Flughafens
  14. Projektbeschreibung (indonesisch)
  15. Aufrisspläne des neuen Abfertigungsgebäudes
  16. Fajar – Makassarische Zeitung – Flughafenausbau (Indonesisch)
  17. Landebahn des Flughafens Makassar wird auf 3500 Meter verlängert
  18. Internetauftritt MATSC
  19. indonesische Flugsicherung (Englisch)
  20. Christoph Antweiler: Strand, Bar, Internet: neue Orte der Globalisierung. LIT Verlag Münster, 2006, ISBN 3825892948, Seite 53
  21. Aviation Safety Network – Merpati Crash (englisch)
  22. stern.de
  23. Ein Pakistanisches Flugzeug wurde von indonesischen Sukhoi-Jagdflugzeugen zur Landung gezwungen
  24. Wings Air Reifen explodiert beim Aufsetzen in Makassar
  25. Konzessionsgebühr im Flughafen beanstandet (Englisch)
  26. Alle Zahlen entstammen Publikationen der ACI
  27. Verkehrszahlen (bis 2005)- Flughafenbetreibergesellschaft
  28. Verkehrszahlen (ab 2005)- Flughafenbetreibergesellschaft
  29. Garuda öffnet den dritten Hub in Makassar
  30. Makassar wird ein internationales Drehkreuz
  31. Garuda fliegt Makassar-Singapur
  32. AirAsia öffnet neue Flugstrecke nach Makassar
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