Flughafen Melilla

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Aeropuerto de Melilla
Melilla, vista desde ladera del Gurugú.jpg
Kenndaten
ICAO-Code GEML
IATA-Code MLN
Koordinaten
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 3 km südwestlich von Melilla
Basisdaten
Eröffnung 1969
Passagiere 292.608[1](2010)
Luftfracht 340,7 t[1] (2010)
Flug-
bewegungen
8.935[1] (2010)
Start- und Lande-Bahn
15/33 1428 m × 45 m Asphalt

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Der Flughafen Melilla (IATA-Code MLN, ICAO-Code GEML, span. Aeropuerto de Melilla) dient der Erschließung der spanischen Exklave Melilla für den Luftverkehr und befindet sich drei Kilometer vom Stadtzentrum entfernt.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Flughafen wurde ab 1967 errichtet und im Jahr 1969 eröffnet. Sein Bau war notwendig geworden, da sich der ehemals in Protektoratsgebiet gelegene Flughafen Tauima (heute: Flughafen Nador), der zur Verkehrsanbindung Melillas verwendet wurde, seit der Unabhängigkeitserklärung Marokkos im Jahre 1956 nicht mehr auf spanischem Territorium befand.[2] Dies hatte erhebliche Konsequenzen für die Passagiere, die auf ihrer Reise von oder nach Melilla über Tauima fliegen mussten; unter anderem hatte jeder Transport zwischen dem Flughafen und der Exklave in versiegelten Bussen zu erfolgen, um eine offizielle Einreise nach Marokko zu verhindern.

Diese Situation endete erst, als Melilla seinen eigenen Flughafen für zivile innerspanische und internationale Flüge bekam. Als erstes bot die Fluggesellschaft Spantax dreimal täglich eine Verbindung nach Málaga an; ab 1974, nach Erweiterung der Start- und Landebahnen, wurde der Flughafen auch für Charterflüge genutzt. Über die Jahre schlossen sich zahlreiche Modernisierungen der technischen und logistischen Einrichtungen an, die nach wie vor nicht abgeschlossen sind; unter anderem werden derzeit eine Erweiterung der Parkplatzkapazitäten sowie Renovierungen des Passagier- und Frachtterminals vorgenommen.

Fluglinien und Verbindungen[Bearbeiten]

Momentan bedient nur die Fluggesellschaft Iberia mit ihrer Partnerin für Regionalflüge Air Nostrum den Flughafen Melilla. Es bestehen Verbindungen mit Málaga, Almería, Madrid, Granada, Valencia sowie saisonal Palma de Mallorca.[3]

Zwischenfälle[Bearbeiten]

  • Am 6. März 1980 verunglückte eine de Havilland Canada DHC-7 der Spantax beim Landeversuch. Es gab dabei keine Todesopfer.
  • Am 20. November 1984 musste ein Flugzeug der Escuela Nacional de Aeronáutica nach dem Start in Melilla eine Notwasserung im Alborán-Meer vornehmen. Auch hier überlebten sämtliche Insassen.
  • Am 25. September 1998 starben 38 Menschen an Bord von PauknAir-Flug 4101, als dieser beim Landeversuch in Melilla am Kap Tres Forcas zerschellte.
  • Am 17. Januar 2003 kam eine Fokker 50 der Air Nostrum bei der Landung von der Bahn ab. Niemand wurde verletzt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c http://www.aena-aeropuertos.es/csee/Satellite/Aeropuerto-Melilla/en/Page/1049125260880//Introduction.html
  2. AENA, [1]
  3. Angaben zum Netz auf der Seite von Air Nostrum (Flash; 69 kB), abgerufen am 15. Juni 2011

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Melilla Airport – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien