Flughafen Metz-Nancy-Lothringen
| Aéroport Metz Nancy Lorraine | |
|---|---|
| Kenndaten | |
| ICAO-Code | LFJL |
| IATA-Code | ETZ |
| Koordinaten |
48° 58′ 56″ N, 6° 15′ 5″ O48.9821416666676.2513194444444265Koordinaten: 48° 58′ 56″ N, 6° 15′ 5″ O
265 m ü. MSL |
| Verkehrsanbindung | |
| Entfernung vom Stadtzentrum | 25 km südlich von Metz, 35 km nördlich von Nancy |
| Basisdaten | |
| Eröffnung | 1991 |
| Betreiber | GIGAL (Groupement Interconsulaire de Gestion de l'Aéroport Lorrain) |
| Passagiere | 340.242 [1] (2006) |
| Flug- bewegungen |
11.457 [1] (2006) |
| Start- und Landebahn | |
| 04/22 | 3050 m × 45 m Asphalt |
Der Flughafen Metz-Nancy-Lothringen (frz. Aéroport Metz Nancy Lorraine) ist der größte Flughafen Lothringens und liegt im Gebiet der Gemeinden Goin, Liéhon und Vigny, 25 km südlich von Metz und 35 km nördlich von Nancy.
Der IATA-Code des Flughafens ist ETZ. Der ICAO-Code lautet LFJL. Eigentümer des Flughafens Metz-Nancy-Lothringen ist die Region Lothringen. Die Verwaltung wurde den Handelskammern Metz und Nancy anvertraut.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Der heutige Flughafen zwischen den beiden größeren Städten im Osten Lothringens wurde erst 1991 eröffnet. Er ersetzte für den regulären Zivilluftverkehr die beiden kleineren und jeweils sehr stadtnahen Flughäfen Metz-Frescaty und Nancy-Essey, beide wurden jedoch noch weiter fliegerisch genutzt. Die Geschichte der Fliegerei im Raum Metz-Nancy begann jedoch bereits zu deutscher Zeit.
Flughafen Metz-Frescaty [Bearbeiten]
Metz war zu deutscher Zeit eine wichtige Garnisonsstadt des Deutschen Heeres. Dieses errichtete 1909 fünf Kilometer südwestlich von Metz, zwischen Augny und dem Schloss Frescaty einen Zeppelin-Hangar, der mit der Ankunft von LZ3 (Z I) am 4. Juli 1909 eröffnet wurde. Neben der Luftschiffertruppe nutzte während des Ersten Weltkrieges auch die Fliegertruppe der Deutschen Heeres-Luftstreitkräfte Metz-Frescaty als Militärflugplatz. Der Flugplatz war während des Kriegs wiederholt Ziel gegnerischer Luftangriffe.
Nach dem Krieg wurde der Platz Standort der Französischen Luftstreitkräfte, die ihn in der Zwischenkriegszeit vorwiegend als Bomber-Stützpunkt nutzten. Während des Westfeldzugs wurde die Basis, die seit 1934 die Bezeichnung Base aérienne 111 (BA 111) trug, im Frühsommer 1940 zweimal durch die Deutsche Luftwaffe bombardiert. Diese nutzte ihn nach Ende der Auseinandersetzung selbst weiter. Zwischen September 1942 und März 1944 lagen hier mit einer kurzen Unterbrechung im Januar/Februar 1944 bis zu drei Staffeln der II.Gruppe des Nachtjagdgeschwaders 4 (II./NJG 4) und 1943 kam eine Ausbildungseinheit für Sturzkampfbomber, das Schlachtgeschwader 103 (SG 103), hinzu. Die USAAF flog wiederholt Luftangriffe auf den Fliegerhorst, meist parallel zu den Angriffen der schweren Bomber der 8. US-Luftflotte, um deutsche Abfangjäger am Boden zu halten. Vier Wochen nach der Einnahme durch amerikanische Truppen im November 1944 begann auf dem notdürftig reparierten und jetzt als Airfield Y-34 bezeichnetem Flugplatz wieder der Flugbetrieb. Amerikanische Jagdbomber lagen hier bis in den April 1945, weshalb der Platz auch nochmals von der Luftwaffe attackiert wurde.
Nach ersten Reparaturen und Erweiterungen wurde Frescaty 1951 wiedereröffnet. Die Erneuerungen zogen sich noch bis 1956, dem Jahr in dem die Armée de l'air hier erstmals wieder Flugzeuge stationierte. Der ab Sommer 1956 als Base aérienne 128 (BA 128) bezeichnete Flugplatz war in den folgenden Jahrzehnten Stützpunkt verschiedener Flugzeugtypen. Die letzten Kampfjets wurden 2004 abgezogen und der Platz wurde 2012 endgültig geschlossen. Die zivile Mitbenutzung erfolgte von einem kleinen Terminal auf der Westseite des Geländes. Anfang der 1980er Jahre wurden jährlich über 100.000 Passagiere abgefertigt, angeflogen wurden Paris, Lille, Mulhouse, Lyon und Mönchengladbach. Nach dem Umzug des regulären Passagierverkehrs 1991 auf den heutigen Flugplatz Metz-Nancy-Lorraine wurde Frescaty weiterhin für Flüge der Allgemeinen Luftfahrt genutzt.
Flughafen Nancy-Essey [Bearbeiten]
Der erste Standort eines Flugplatzes von Nancy befand sich drei Kilometer nord-östlich der Stadt in Malzéville. Das heutige Segelfluggelände wurde ursprünglich als Militärflugplatz eingerichtet. Das Gelände wurde jedoch von den französischen Streitkräften in den 1920er Jahren als zu klein beurteilt und der neue Standort im Süden von Essey-lès-Nancy, drei Kilometer östlich Nancys, wurde 1926 eröffnet. Der zivile Flugbetrieb durch die Luftpostgesellschaft Air Bleu nach Paris Le Bourget und Straßburg begann Mitte der 1930er, was allerdings eine kurze Episode bleiben sollte. Ab 1936 befand sich hier auch eine Flugschule der Armée de l'air. Zwischen 1940 und 1944 nutzte die Deutsche Luftwaffe den Platz, der in diesen Jahren wiederholt Ziel alliierter Luftangriffe war.
In den Jahrzehnten nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nutzten die französischen Heeresflieger Aviation légère de l’armée de Terre den Platz, der über keine jetflugtaugliche Start- und Landebahn verfügte. Der reguläre Passagierluftverkehr begann ebenfalls in den 1950er Jahren, er wurde 1991 mit Eröffnung des neuen gemeinsamen Flughafens eingestellt.
Anfahrt [Bearbeiten]
PKW: Von Metz sind es etwa 30 min, von Nancy 35 min.
Fracht [Bearbeiten]
Lager auf 3.600m², Hauptfrachtkunde ist die DHL France.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
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