Flughafen Triest

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Aeroporto
Friuli - Venezia Giulia
Trieste - Ronchi dei Legionari
“Pietro Savorgnan di Brazzà”
MyAviationNetPhotoID00239147.jpg
Kenndaten
ICAO-Code LIPQ
IATA-Code TRS
Koordinaten
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 33 km nordwestlich von Triest
Straße SS14, A4
Nahverkehr Bus (APT)
Basisdaten
Eröffnung 1961
Betreiber Aeroporto FVG S.p.A.
Terminals 1
Passagiere 860.000 [1] (2011)
Luftfracht 675 t [1] (2011)
Flug-
bewegungen
16.600 [1] (2011)
Kapazität
(PAX pro Jahr)
1,5 Mio
Start- und Landebahn
09/27 3000 m × 45 m Asphalt

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Der Flughafen Triest (IATA: TRS, ICAO: LIPQ; ital. Aeroporto di Trieste-Ronchi dei Legionari oder Aeroporto Friuli Venezia Giulia) ist ein internationaler italienischer Flughafen 33 km nordwestlich von Triest. Der Flughafen liegt bei Ronchi dei Legionari in der Provinz Görz und dient der gesamten Region Friaul-Julisch Venetien als Verkehrsflughafen.

Bezeichnung[Bearbeiten]

Da der Flughafen in etwa auf halbem Weg zwischen Udine im Nordwesten und Triest im Südosten liegt und Städte wie Görz und Monfalcone näher liegen als Triest, wird er offiziell als “Aeroporto Friuli Venezia Giulia” bezeichnet, um den geografischen Gegebenheiten besser Rechnung zu tragen. Die ursprüngliche Bezeichnung “Trieste-Ronchi dei Legionari”, also nach der Hauptstadt der Region Friaul-Julisch Venetien und nach der Gemeinde, auf deren Gebiet sich der Flughafen befindet, ist weiterhin sehr verbreitet. Auch der IATA-Code „TRS“ richtet sich weiterhin nach der Stadt Triest. Im Jahr 2007 wurde der “Aeroporto Friuli Venezia Giulia” zusätzlich nach dem italienisch-französischen Afrikareisenden Pietro Savorgnan di Brazzà benannt, dessen Familie ursprünglich aus dem Friaul stammte. Der Flughafen wirbt auch mit der Bezeichnung “No-Borders Airport”, weil sein Einzugsgebiet in die Nachbarstaaten Slowenien und Kroatien sowie teilweise bis nach Kärnten reicht.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Flugfeld von Ronchi dei Legionari diente ursprünglich militärischen Zwecken. Am 30. November 1935 wurde es erstmals offiziell erwähnt, weil man dort Teile eines Geschwaders der italienischen Luftwaffe stationiert hatte. 1949 siedelte der Pilot Furio Lauri sein Flugzeugbau- und Instandsetzungsunternehmen „Meteor S.p.A.“ auf dem Flugplatz an und richtete diesen wieder her. 1954 wählte die italienische Regierung den Flugplatz als Standort für einen Verkehrsflughafen für die nordostitalienische Grenzregion aus. Im Oktober 1956 schlossen sich mehrere Gemeinden, ein Tourismusverband und die Firma Meteor zu einem Konsortium zusammen, das den Bau des Verkehrsflughafens voranbrachte. 1961 wurde eine 1.100 Meter lange und 60 Meter breite Graspiste eröffnet, von der aus am 2. Dezember jenen Jahres der erste Linienflug nach Rom startete. Bis 1965 wurde die Start- und Landebahn asphaltiert und ein neues Passagierterminal gebaut. Der internationale Flugverkehr begann 1967 mit Charterflügen der deutschen LTU zwischen Triest und Düsseldorf. 1970 wurden mehr als 100.000 Passagiere abgefertigt. Die Piste erhielt ein erstes Instrumentenlandesystem und wurde 1978 auf 3.000 Meter verlängert. 1982 konnte ein neuer Tower in Betrieb genommen werden. 1996 zählte man zum ersten Mal über 500.000 Passagiere. 1998 wurde das umgebaute und erweiterte Passagierterminal eröffnet und 2003 um zwei Fluggastbrücken ergänzt. Hinzu kam auch ein neues Frachtterminal. Erweiterungen des Vorfelds folgten bis 2005.

Flughafenbetreiber[Bearbeiten]

Im Juli 1997 wurde das Unternehmen Aeroporto Friuli-Venezia Giulia S.p.A. gegründet und zum Betreiber des Flughafens. Teilhaber waren das Consorzio Aeroporto Friuli-Venezia Giulia – ein Konsortium aus lokalen Kreis- und Gemeindeverbänden – und die Region Friaul-Julisch Venetien. Letztere ist heute alleiniger Eigentümer. 2007 erhielt das Unternehmen eine vierzigjährige Konzession für den Betrieb des Flughafens.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Der Flughafen liegt an der Strada Statale 14 della Venezia Giulia, die im Südosten über Monfalcone entlang der Küste nach Triest führt, im Westen über Cervignano ins Friaul. Nebenstrecken zweigen nach Aquileia und zu Adria-Badeorten wie Grado und Lignano Sabbiadoro ab. Parallel zur SS 14 verläuft die Autobahn A4 (Turin-Triest). Unmittelbar nördlich des Flughafens, bei Fogliano Redipuglia, befindet sich die nächste Autobahnanschlussstelle. Wenige Kilometer nordwestlich zweigt bei Villesse ein Autobahnzubringer nach Görz (Gorizia) ab, bei Palmanova in nördlicher Richtung die Autobahn A23 nach Udine und Österreich. Daneben führen auch Staatsstraßen nach Görz (SS 305/351) und Udine (SS 305/56). Die bekanntesten Autovermietungsfirmen sind am Flughafen vertreten. Busse des Verkehrsunternehmens der Provinz Görz (APT) verbinden den Flughafen mit den Bahnhöfen von Triest, Udine und Görz sowie mit Monfalcone und Grado. Der Flughafen Triest soll in den nächsten Jahren einen eigenen Bahnanschluss erhalten.

Fluggesellschaften und Ziele[Bearbeiten]

Die heutige Lufthansa-Tochter Air Dolomiti wurde 1989 in Triest gegründet, wo sich noch immer Verwaltungs- und Wartungseinrichtungen befinden. Der offizielle Unternehmenssitz ist derzeit in Verona. Air Dolomiti bietet von Triest aus Flüge zum Hub in München an. Alitalia verbindet Triest mit Mailand, Rom und einigen anderen Städten in Italien. Ryanair fliegt Ziele in Italien und im europäischen Ausland an, Jat Airways verbindet Triest mit Belgrad und die albanische Belle Air mit Tirana.

Bilder[Bearbeiten]

Weitere Flugplätze in der Region[Bearbeiten]

Die Städte Gorizia und Udine (Campoformido) haben nur kleine Flugplätze für die allgemeine Luftfahrt. In Rivolto und Aviano befinden sich Militärflugplätze.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c assaeroporti

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Flughafen Triest – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien