Flugkörper

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Flugkörper: Raumfähre Atlantis mit Startraketen

Ein Flugkörper ist ein technisches Gerät, das geeignet ist, nicht nur im Luftraum, sondern auch außerhalb von ihm zu fliegen. Bewegt es sich im Luftraum, gilt es in Deutschland nach § 1 Luftverkehrsgesetz als Luftfahrzeug.

Flugkörper sind dem Gesetz zufolge Raumfahrzeuge, Raketen und ähnliche Geräte. Zu letzteren zählen etwa Raumfähren, Raumflugzeuge, Raumtransporter, Raumstationen, Raumsonden oder Satelliten. Es gibt Flugkörper, die entweder unbemannt oder bemannt, also mit einem oder mehreren Menschen an Bord, unterwegs sind.

Reine Feuerwerkskörper sind keine unbemannten Flugkörper im Sinne der deutschen Rechtsprechung, da sie sich naturgemäß nicht auf bestimmbaren Flugbahnen bewegen und sich üblicherweise auch nur für Zeiträume von wenigen Sekunden in der Luft aufhalten.[1] Dies hat im Versicherungsrecht Bedeutung.

Flugkörper werden sowohl für zivile als auch für militärische Zwecke eingesetzt. Die zivile Nutzung kann kommerzieller Natur sein – zum Beispiel bei Satelliten zur weltweiten Telekommunikation – oder der wissenschaftlichen Erforschung von Erde und Universum dienen. Stückzahlmäßig dominieren jedoch Objekte für die militärische Verwendung, da sich Raketen sowohl als taktische als auch als strategische Waffe eignen. Der Trend geht dabei hin zu Lenkflugkörpern. Für militärische Auseinandersetzungen zur See sind Seezielflugkörper entwickelt worden.

Marschflugkörper, ebenso bekannt unter ihrer englischen Bezeichnung „Cruise Missiles“, verfügen über eine eigene Steuerungseinheit und können während des gesamten Fluges kontrolliert und gelenkt werden. Ein „ballistischer Flugkörper“ kann nach dem Start demgegenüber nicht mehr beeinflusst werden. Nach kurzer Beschleunigung in der Startphase erreicht er sein Ziel ohne weiteren Antrieb auf einer elliptischen Flugbahn, die den Regeln der Ballistik gehorcht.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. siehe u.a. Urteil LG Saarbrücken 30. September 2004 - 2 S 354/03 und VersR 2005, 1728