Flugplatz Achmer

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Flugplatz Achmer
Segelflugplatz
Kenndaten
ICAO-Code EDXA
Koordinaten
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 4 km südwestlich von Bramsche
Basisdaten
Betreiber Osnabrücker Verein für Luftfahrt e.V.
Start- und Landebahn
07/25 940 m × 30 m Gras

i1 i3


i7 i10 i12

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Fahrzeug für Windenstart

Der Flugplatz Achmer ist ein Flugplatz beim niedersächsischen Bramsche. Er ist als Sonderlandeplatz klassifiziert.

Flugbetrieb[Bearbeiten]

Der Flugplatz wird durch den Osnabrücker Verein für Luftfahrt. e. V. genutzt. Flugzeuge bis 5,5 t dürfen landen. Es gibt keine Linien- oder Charterflüge.

Anfahrt[Bearbeiten]

Der Flugplatz liegt vier Kilometer südwestlich von Bramsche im OT Achmer südlich des Mittellandkanals und westlich der Eisenbahnstrecke Osnabrück-Oldenburg.

Die Landesstraßen L 584 und L 77 liegen in der Nähe.

Geschichte[Bearbeiten]

1935 wurde mit dem Bau des Flugplatzes Achmer begonnen, der ab 1940 als Feldflugplatz für Jagdflieger diente. Im Zweiten Weltkrieg wurde er zum Fliegerhorst mit drei Startbahnen erweitert. Im August 1940 wurde hier die IV. (Ergänzungs-) Gruppe des Kampfgeschwaders 2 aufgestellt und blieb bis März 1941 hier stationiert. 1944 war hier der seinerzeit bekannte Jagdflieger Walter Nowotny stationiert, der am 8. November 1944 nahe Bramsche abgeschossen wurde.

Die British Air Force of Occupation nutzte den Platz, den die Alliierten als Airfield B.110 bezeichneten, nach der Eroberung noch ein kurze Zeit weiter als Militärflugplatz, im Sommer 1945 lagen hier Mitchell II/III Bomber des 139. Wing (Geschwaders).

Nach dem Krieg entstand ein 10 km² großer Standortübungsplatz der britischen Rheinarmee südlich des Flugplatzes teilweise auf dem Gebiet der angrenzenden Bauernschaft Seeste, Gemeinde Westerkappeln. Pläne des Bundesverteidigungsministeriums aus der Zeit um 1960 sahen vor, hier wieder einen größeren Luftwaffenflugplatz für ein Lufttransportgeschwader zu bauen. Der Landerwerb und Vorarbeiten für den Ausbau fanden bereits statt, später wurden diese Planungen aber nicht mehr weiter verfolgt. Mittlerweile hat die Natur das Gelände sozusagen zurückerobert, von dem alten Fliegerhorst ist nicht mehr viel zu erkennen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Karl Ries/Wolfgang Dietrich: Fliegerhorste und Einsatzhäfen der Luftwaffe. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 1993, ISBN 3613014866.

Weblinks[Bearbeiten]