Flugplatz Plettenberg-Hüinghausen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Flugplatz Plettenberg-Hüinghausen
Plettenberg-Flugplatz1-Bubo.JPG
Kenndaten
ICAO-Code EDKP
Koordinaten
Verkehrsanbindung
Straße L561
Bahn Bahnhof Hüinghausen
Nahverkehr Haltestelle Hüinghausen
Basisdaten
Eröffnung 1955
Betreiber Fliegergruppe Plettenberg-Herscheid
Start- und Landebahn
11/29 430 m × 30 m Gras

i1 i3


i7 i10 i12

i14

Der Flugplatz Plettenberg-Hüinghausen (ICAO Kennzeichen: EDKP) ist ein deutscher Sonderlandeplatz zwischen Plettenberg und Herscheid im Sauerland.

Der Flugplatz ist als Sonderlandeplatz klassifiziert und für Maschinen bis 2.000 kg zugelassen.

Geschichte[Bearbeiten]

Angeregt durch die Erfolge der Gebrüder Wright beschloss der junge Ernst E. Fastenrath, selbst eine Motorflugmaschine zu bauen. Unterstützt von seinem Freund Willi Winterhoff wurden in den Jahren 1910 – 1912 Flugversuche in den Elsewiesen und in Reblin unternommen. Der Originalmotor aus dieser Zeit ist am Flugplatz Habbel zu besichtigen. Durch den Ersten Weltkrieg und die Nachkriegszeit ergab sich ein fast zwei Jahrzehnte dauernder Stillstand.

1932 trafen sich in der Martin-Luther-Schule über 100 Segelflugsportbegeisterte. 70 dieser Interessenten gründeten die Fliegergruppe. Im Keller eines Fabrikgebäudes in Holthausen begann man mit dem Bau von 2 Segelflugzeugen. Gearbeitet wurde von morgens bis abends, da von den 70 Mitgliedern 41 arbeitslos waren. Bereits im Oktober wurden die Segelflugzeuge auf den Namen ERFA und PAITERDIRK getauft. Kurze Zeit später wurden die ersten Rutscher und Lufthopser in den Elsewiesen und auf dem Habbel mit Gummiseil unternommen. Das einjährige Bestehen feierte man am 22. Oktober 1933 mit einem Flugtag auf dem Habbel, den 5.000 Zuschauer besuchten. Als besonderer Programmpunkt landete die erst 18-jährige Fliegerin Ilse Fastenrath mit dem Motorflugzeug Klemm 25. Ein weiterer Schulgleiter wurde auf den Namen Anketrine getauft.

Im April 1937 wurde das gesamte Vermögen des Vereins beschlagnahmt. Im Oktober 1937 erfolgte die Löschung des Vereins im Vereinsregister von Amts wegen.

Zum 17. Februar 1951 wurden ehemalige Segelflieger per Inserat im Süderländer Tageblatt zur Gründungsversammlung in den Gasthof Rüsing eingeladen. Bereits einen Monat später fand die erste Jahreshauptversammlung mit Vorstandswahlen statt. Da das generelle Flugverbot noch nicht aufgehoben ist, beschränkte man sich auf den Modellbau und Modellflug. Am 19. Juni wurde das Kontrollgesetz Nr. 24 hinsichtlich Segelflugverbot aufgehoben. Segelflugzeuge durften wieder gebaut und geflogen werden.

Am 8. März 1952 traf das erste Segelflugzeug, ein SG 38, in Plettenberg ein. Das ebenfalls im März geplante Fliegerheim am Dingeringhauser Weg konnte im September Richtfest feiern. Im November wurde der Schulbetrieb aufgenommen und der erste Start erfolgte von der Sundhelle mit Heinrich Greis am Ruder. Über 200 Schulflüge wurden bis Ende des Jahres absolviert. Mit der endgültigen Fertigstellung des Fliegerheimes 1953 hatte man über 10.000 Arbeitsstunden geleistet. Nach erfolgreichem Abschluss der Grundstücksverhandlungen auf dem Wellin konnte man im Herbst mit dem Flugbetrieb mittels einer Schleppwinde beginnen. Mit Abschluss eines langfristigen Vertrages wurde 1955 der Flugbetrieb auf die Habbelwiesen verlegt. Im Frühjahr 1958 weihte man die neue Flugzeughalle ein.

60 aktive Flieger betreiben, unterstützt von 70 passiven Mitgliedern, Luftsport. Hauptsportart ist der Segelflug.

Flugzeugpark[Bearbeiten]

Der Flugzeugpark der Fliegergruppe Plettenberg-Herscheid umfasst sechs Segelflugzeuge (ASK 13, Ka 6 E, Ka 8b, Twin II, Astir CS, LS 4), ein Ultraleichtflugzeug (B&F FK 9) und zwei Motorflugzeuge (Robin DR 400-180R, Piper PA-18-95 Super Cub).

Neben den Vereinsflugzeugen sind an diesem Platz noch zwei weitere private Segelflugzeuge, drei Motorflugzeuge und zwei Ultraleichtflugzeuge stationiert.

Weblink[Bearbeiten]