Flugplatz St. Gallen-Altenrhein

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Flugplatz St. Gallen-Altenrhein
"People’s Business Airport"
Blick von Wolfhalden 03.jpg
Kenndaten
ICAO-Code LSZR
IATA-Code ACH
Koordinaten
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 20 km nordöstlich von St. Gallen,
22 km westlich von Bregenz,
23 km nordwestlich von Dornbirn
Straße A1 – Ausfahrt 85 – Rheineck
Basisdaten
Eröffnung 1927
Betreiber Airport Altenrhein AG
Terminals 1
Passagiere 120'000 (2012)[1]
Luftfracht 11'973 kg (2010)[2]
Flug-
bewegungen
30'000 (2012)[1]
Start- und Landebahnen
10R/28L 1500 m × 30 m Asphalt
10L/28R 600 m × 23 m Gras

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Standorte der Schweizer Flughäfen

Der Flugplatz St. Gallen-Altenrhein[3] (Markenname People’s Business Airport) ist ein Regionalflugplatz in der Ostschweiz in Altenrhein SG, Gemeinde Thal, rund 20 Kilometer nordöstlich von St. Gallen am Ufer des Bodensees und unmittelbar an der Grenze zu Österreich gelegen. Die Konzessionierung als Flughafen im Sinne des schweizerischen Rechts ist bisher nicht erfolgt.

Keine Konzessionierung als Flughafen[Bearbeiten]

Der Flugplatz St. Gallen-Altenrhein ist der einzige Schweizer Regionalflugplatz mit Linienverkehr im Status eines privaten Flugfelds.[3] Nach Art. 36a Luftfahrtgesetz wäre jedoch «für den Betrieb von Flugplätzen, die dem öffentlichen Verkehr dienen (Flughäfen), eine Betriebskonzession erforderlich.»[4] Im Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt wurde festgesetzt, dass eine Konzessionierung erfolgen muss, wenn der Linienverkehr ausgebaut wird. Da die österreichischen Behörden die von schweizerischer Seite angestrebte Entwicklung und die damit verbundene Konzessionierung des Flugplatzes derzeit ablehnen, soll bis auf Weiteres auf eine Konzessionierung verzichtet werden.[3]

Flugplatz St. Gallen-Altenrhein in Zahlen[Bearbeiten]

Übersichtskarte zur Lage des Flugplatzes

Der Flugplatz St. Gallen-Altenrhein verfügt über eine Start- und Landebahn 10/28 von 1500 Metern Länge und 30 Metern Breite.

2005 wurden 105'425 Passagiere gezählt. Im Jahre 2004 benutzten insgesamt rund 109'000 Passagiere den Flugplatz – es wurden 30'000 Flugbewegungen gezählt. 2003 waren es 30'600 Flugbewegungen (35'000 im Jahr davor) mit 108'500 Passagieren (111'000 im Jahr davor).

Im Jahre 2010 verkaufte Dieter Bührle seine 50-prozentige Beteiligung an der Betreibergesellschaft des Flugplatz St. Gallen-Altenrhein an Markus Kopf.[5]

Wirtschaftliche Bedeutung[Bearbeiten]

Die Fluggesellschaft Austrian Airlines (bzw. Tyrolean Airways) verband St. Gallen-Altenrhein mit drei Linienflügen pro Tag mit Wien. Die Betreibergesellschaft hat diese Zusammenarbeit auf März 2011 gekündigt und beabsichtigt, diese Linie in Eigenregie durch die Fluggesellschaft People’s Viennaline zu betreiben.[6] Da für eine einseitig erklärte Beendigung des Vertrags eine Kündigungsfrist von fünf Jahren vorgesehen war, bediente Austrian Airlines den People’s Business Airport weiterhin und hatte vor, dies auch bis 2015 zu tun.[7] Seit dem 28. März 2011 (Beginn des Sommerflugplans) wurden wochentags zwischen St. Gallen-Altenrhein und Wien sechs Linienflüge angeboten. Im März 2013 gab Austrian Airlines jedoch bekannt, den Altenrhein-Flug zum Sommerflugplan einzustellen. Somit hat People’s Viennaline nun das Monopol auf dieser Strecke.[8]

Im Sommer finden Charterflüge nach Feriendestinationen wie Sardinien statt. Im Winter werden Samstags per Charter Skitouristen aus Rotterdam eingeflogen.

Der Flugplatz ist auch für den geschäftlichen und privaten Flugverkehr von Bedeutung. Insbesondere während des Weltwirtschaftsforums in Davos wird er von Privatjets angeflogen.

Altenrhein verfügt über ein Museum mit flugfähigen Oldtimern von überregionaler Bekanntheit.

Geschichte (Auswahl)[Bearbeiten]

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Tower des Flugplatzes
ERJ-170 der People's Viennaline auf dem Flugplatz St. Gallen-Altenrhein
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  • 1927: Betriebsaufnahme mit einer 600 Meter langen Graspiste mit regelmässigen Linienflügen nach Basel, Innsbruck und München bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges.
  • 1954: Bau einer 1200 Meter langen und 30 Meter breiten Hartbelagpiste, unter anderem auch für die militärische Nutzung im Kriegsfall.
  • 1979: Erweiterung der Start- und Landebahn auf 1500 Meter.
  • 1988: Erteilung der Konzession für Linienflüge nach Wien.
  • 1988–1990: Ausbau der Infrastruktur des Flugplatzes (u. a. neue Hangars, Flugplatzgebäude, Sicherheitseinrichtungen, Instrumentenlandesystem).
  • 2001–2002: Neubau Ankunftshalle und Feuerwehrgebäude und weiterer Infrastrukturausbau.
  • 2007: Der Bund lässt zusätzliche Charter- und Linienflüge auf dem Flugplatz Altenrhein zu, obwohl Gespräche mit Österreich über die Konzessionierung des Flugplatzes als Regionalflugplatz wegen Mängeln an baulichen Voraussetzungen blockiert sind.
  • 2008: Umbenennung als Airport Altenrhein AG; Antrag auf Umbau und Umwidmung des ehemaligen Restaurants Minibahn in ein behelfsweises Schulungszentrum für Piloten.[9]
  • 2008: Der Zürcher Industrielle Dieter Bührle (Oerlikon-Bührle) kauft den Flugplatz Altenrhein von der niederländischen Firma Strikwerda.[10]
  • 2009: Umbenennung in People’s Business Airport
  • 2010: Gründung der Fluggesellschaft People’s Viennaline

Fluggesellschaften und Ziele[Bearbeiten]

Fluggesellschaft Destination
InterSky * Sommerflugplan: Marina di Campo
People’s Viennaline

Flugtage[Bearbeiten]

In den Jahren 1988 und 1998 fand auf dem Flugplatz die sogenannte International Bodensee Airshow (IBAS) statt. Für 2008 war eine weitere grosse Flugshow unter gleichem Namen in Planung, musste aber wegen Widerstands aus der österreichischen Nachbargemeinde Gaißau abgesagt werden.[11][12]

Vom 26. bis 28. August 2005 trat bei der Airfield Show Altenrhein 2005 unter anderem das Flying Bulls Aerobatics Team auf.

Ausweichflughäfen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: St. Gallen-Altenrhein Airport – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatZahlen zur Schweizer Luftfahrt. Abgerufen am 30. Oktober 2013.
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatSIAA - Statistik. Abgerufen am 30. Oktober 2013.
  3. a b c SIL-Objektblatt des Regionalflugplatzes St. Gallen-Altenrhein, abgerufen am 3. Juli 2012
  4. Bundesgesetz über die Luftfahrt (PDF; 270 kB), abgerufen am 3. Juli 2012
  5. Vorarlberg Online: Flughafen Altenrhein: Vorarlberger jetzt Alleineigner vom 3. Juni 2010, aufgerufen am 14. November 2012
  6. Flughafen Altenrhein bootet Austrian Airlines aus. In: NZZ.
  7. Wirtschaft (…) AUA pocht auf Kündigungsfrist. In: oesterreich.orf.at, 11. März 2011, abgerufen am 11. Mai 2011.
  8. aero.de: Austrian gibt Bodensee-Flüge auf, 6. März 2013
  9. Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL): Antrag auf Umbau (PDF).
  10. Ostschweiz: Bührle kauft Flugplatz Altenrhein, In: St. Galler Tagblatt, 17. Oktober 2008.
  11. IBAS08.ch: IBAS findet 2008 nicht statt
  12. Gaißauer Widerstand bringt Bodensee Airshow zu Fall. In: vol.at.