Flugroute

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Mit Flugroute wird der Flugweg eines Luftfahrzeugs bezeichnet. Sie kann im kontrollierten oder im unkontrollierten Luftraum verlaufen. Zu ersterem zählen in erster Linie die kontinentalen Luftstraßen (engl. airways, AWY), die alle wichtigen Flugplätze möglichst geradlinig verbinden und die durch Funkfeuer am Boden unterstützt werden.

Im unkontrollierten Luftraum kann sich der Pilot die jeweilige Flugroute nach eigenem Ermessen selbst wählen. Im kontrollierten Luftraum erfolgt eine Zuteilung der in einem AWY einzuhaltenden Flughöhe durch Fluglotsen der jeweiligen Bezirkskontrollstelle (ACC) unter Berücksichtigung des eingereichten Flugplans.

Beim Abflug folgt die Flugroute zunächst der Richtung der Startbahn (gegen den Wind), gefolgt von einer Kurve, die auf einer der vier bis zehn genau definierten, einige Grad geneigt verlaufenden Spuren zur gewünschten Luftstraße führt. Ebenso gibt es Flugrouten für den Landeanflug, die auf die Richtung der Landebahn führen. Die Festlegung dieser Anfangs- und Endrouten in der Terminal Area (TMA) nimmt vor allem Rücksicht auf dicht bebaute Gebiete und prinzipiell auch Aspekte des Lärmschutzes. Die Luftstraßen selbst verlaufen in gestaffelten Höhen – für den Jetverkehr meist über 10 km, was einer Flugfläche (flight level, FL) höher als etwa 300 entspricht.

Nicht kontrollierte Flugrouten werden hauptsächlich von Fliegern der Allgemeinen Luftfahrt und in niedrigeren Höhen beflogen. Zum größten Teil erfolgen diese Flüge nach Sichtflugregeln (VFR). VFR-Piloten können dabei die Fluginformationsdienste (FIS) bzw. den Flugberatungsdienst AIS in Anspruch nehmen. Solche Flugrouten werden teilweise Luftwege oder ADR (advisory route) genannt. Vereinzelt werden dafür spezielle Routenkarten produziert.

Flugroute von San Francisco nach Tokyo auf dem kürzesten Weg entlang eines Großkreises (rot) und der Rückweg unter Ausnutzung des Jetstreams (grün)

Über wenig beflogenen Ozeanen ist die Wahl der Flugroute vielfach freigestellt und richtet sich teilweise nach den Windverhältnissen. Einen Jetstream von 200 Knoten auszunützen oder ihm bei Gegenkurs auszuweichen, kann Unterschiede in Flugdauer oder Treibstoffverbrauch von bis zu 25 % bedeuten. Die diesbezüglichen Techniken lassen sich energetisch optimieren – ähnlich wie bei einer Segelregatta – aber auch nach vereinfachten Methoden des Single Heading Flight abwickeln.

Ein Beispiel für eine bekannte, allgemeine Flugroute ist die Kangaroo-Route, die Flüge von Europa nach Australasien bezeichnet.

[Bearbeiten] Literatur

Steffen Schleiden: Rechtliche Grundfragen der Flugroutenfestlegung. Verlag Dr. Kovac, Hamburg 2009, ISBN 978-3-8300-4039-2.

[Bearbeiten] Siehe auch

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