Flurgönder

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Ein Flurgönder (auch kurz Gönder sowie mundartlich Schwoarte-Gönder) ist eine Fleischspezialität im Fuldaer Land. Es handelt sich um einen rohen, geräucherten Schwartenmagen in Blasenform, der gegart und zusammen mit Bandnudeln serviert wird.

Er heißt deshalb „Flurgönder“, weil er insbesondere nach den im katholischen Fuldaer Land und der Rhön zu Christi Himmelfahrt und Fronleichnam stattfindenden Prozessionen durch „Feld und Flur“ serviert wird; „Gönder“ ist eine mundartliche Bezeichnung für einen rohen, geräucherten Schwartenmagen.

Für die regionale und saisonale Spezialität hat jeder Fleischer ein eigenes Rezept. Der Flurgönder soll „pro Zentimeter Durchmesser zehn Minuten im heißen, aber nicht kochenden Wasser“ ziehen gelassen werden und wird zusammen mit den Nudeln meist mit Semmelbrösel, einen grünen Salat oder Apfelbrei serviert.[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • Bettina Kempf, Jürgen H. Krenzer: Spalzeklöß un Flurgönder. Was im Fuldaer Land gut schmeckt (= Edition Küche, Menschen und Landschaft der Rhön). 2. Auflage. Parzeller, Fulda 1999, ISBN 3-7900-0287-9.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. (ag/ud): Herzhafte Freude nach dem Wallen. Zu den Flurtagen gehört der „Flurgönder“. In: Fuldaer Zeitung vom 5. Mai 2002. Abgerufen am 26. Mai 2012.