Flurlingen

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Flurlingen
Wappen von Flurlingen
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich (ZH)
Bezirk: Andelfingenw
BFS-Nr.: 0029i1f3f4
Postleitzahl: 8247
UN/LOCODE: CH FLJ
Koordinaten: 689329 / 28215147.6838898.628335413Koordinaten: 47° 41′ 2″ N, 8° 37′ 42″ O; CH1903: 689329 / 282151
Höhe: 413 m ü. M.
Fläche: 2.40 km²
Einwohner: 1404 (31. Dezember 2013)[1]
Einwohnerdichte: 585 Einw. pro km²
Website: www.flurlingen.ch
Cholfirst von Neuhausen am Rheinfall aus gesehen mit Rhein und Flurlingen

Cholfirst von Neuhausen am Rheinfall aus gesehen mit Rhein und Flurlingen

Karte
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Flurlingen ist eine politische Gemeinde im Bezirk Andelfingen des Kantons Zürich in der Schweiz.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung

In Blau über goldenem Dreiberg drei silberne Rebmesser mit silbernen Zwingen und goldenen Griffen, das erste mit der Klinge nach links, die beiden anderen nach rechts gewandt

Geographie[Bearbeiten]

Ansicht von Neuhausen am Rheinfall über den Rhein auf Flurlingen

Die Gemeinde Flurlingen liegt zwischen Rhein und Westhang des Cholfirsts. Von der Gemeindefläche dienen 18,3 % der Landwirtschaft, 55,8 % ist mit Wald bedeckt, 4,2 % ist Verkehrsfläche und 17,9 % Siedlungsgebiet, 3,8 % sind Gewässer. Auf dem Cholfirst befindet sich bei 8°38'50" östliche Länge und 47°40'53" nördliche Breite ein Sendeturm in Stahlfachwerkbauweise mit einer für den Publikumsverkehr geöffneten Aussichtsplattform.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1637 170
1708 329
1850 400
1900 902
1910 1023
1930 895
1950 951
1960 1049
1970 935
2000 1248
2002 1368
2005 1375

Politik[Bearbeiten]

Die SVP hat 26,44 %, die SP 19,55 %, die glp 12,83 %, die FDP 12,65 %, die Grünen 10,07 %, die BDP 6,42 %, die CVP 5,20 %, die EVP 2,50 % und die EDU 1,13 % der Wählerstimmen (Nationalratswahl 2011).[2]

Gemeindepräsident ist André Müller (Stand 2013).

Geschichte[Bearbeiten]

Flurlingen wurde im Jahr 876 erstmals urkundlich erwähnt. Im August 876 übergab der Abt des Klosters Rheinau den Ort Flurlingen an den Klettgauer Grafen Gozbert, der später seinen Besitz in Laufen, Mörlen und Flurlingen 892 wieder dem Kloster schenkte. Im 10. Jahrhundert gelangte die ganze Mark samt der Pfarrkirche in Laufen an den Bischof von Konstanz, der in Flurlingen eine Grundherrschaft mit niederer Gerichtsbarkeit über „Erb und Eigen“ und Verhängung von Bussen bis zu neun Schilling einrichtete. Dieses „Uhwieser Amt“ bestand bis 1798. Die Vogtei mit der mittleren Gerichtsbarkeit war mit dem Schloss Laufen verbunden und gelangte mit diesem 1544 an Zürich. Das hohe Gericht in Flurlingen gehörte seit je zur Grafschaft Kyburg und ging mit dieser 1424 bzw. 1452 an Zürich über.

In der Helvetik bildete Flurlingen eine eigene Munizipalität, ebenso waren unter der Mediationsverfassung Flurlingen, Dachsen und Uhwiesen selbständige Gemeinden. Mit der Restauration im Jahre 1814 wurden alle drei Orte vereinigt. Unter der Kantonsverfassung von 1831 löste sich Dachsen los, so dass nur noch Uhwiesen und Flurlingen zusammen eine politische Gemeinde bildeten. Im Jahre 1841 schied Flurlingen aus diesem Verband aus und wurde wieder eine selbständige Gemeinde.[3]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde ist durch zwei Rheinbrücken mit der rechten Rheinuferseite verbunden. Seit 1860 durch eine Strassenbrücke nach Schaffhausen, seit 1921 durch einen Steg nach Neuhausen. Zusätzlich liegt die Rheinbrücke der A4 und der Flurlingertunnel auf Gemeindegebiet.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Flurlingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. http://www.statistik.zh.ch/internet/justiz_inneres/statistik/de/wahlen_abstimmungen/wahlen_2011/nationalratswahlen2011/resultate.html#a-content abgerufen am 24. Januar 2012
  3. Darstellung der Geschichte auf der Internetpräsenz der Gemeinde Flurlingen