Flypaper – Wer überfällt hier wen?

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Filmdaten
Deutscher Titel Flypaper – Wer überfällt hier wen?
Originaltitel Flypaper
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2011
Länge 87 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Rob Minkoff
Drehbuch Jon Lucas,
Scott Moore
Produktion Mark Damon,
Moshe Diamant,
Peter Safran,
Patrick Dempsey
Musik John Swihart
Kamera Steven Poster
Schnitt Tom Finan
Besetzung

Flypaper – Wer überfällt hier wen? ist eine US-amerikanische Low-Budget-Kriminalkomödie aus dem Jahr 2011.

Handlung[Bearbeiten]

Eigentlich wollte Tripp nur einen Hundertdollarschein bei der schönen Bankangestellten Kaitlin in Münzen umtauschen, aber die Credit International Bank wird gleichzeitig von zwei unterschiedlichen Gruppierungen überfallen. Während die beiden Rednecks mit ihren Übernamen „Jelly“ und „Peanut Butter“ (deutsche Fassung: „Kartoffel“ und „Puffer“) lediglich das Geld aus den Geldautomaten wollen, haben es die hochprofessionell ausgestatteten Bankräuber Weinstein, Gates und Darrien auf den Inhalt des Tresors abgesehen. Doch unglücklicherweise stehen sie sich erstmal selbst im Weg und es kommt zu einem Schussduell, welches nur durch den Einsatz von Tripp und dessen Frage, warum sie sich nicht auf ihre Ziele anstelle aufeinander konzentrieren, unterbrochen wird. Und so beschließen die beiden Bankräubergruppen sich auf ihre Ziele zu konzentrieren, während alle Bankangestellten und Kunden als Geiseln genommen werden.

Aber das Gehirn von Tripp steht damit nicht still und seine analytischen Fähigkeiten drehen fast durch, als er mehr und mehr Hinweise über den Banküberfall und deren Hintergründe sammelt. Und während beide Banküberfälle nicht so funktionieren wie sie eigentlich geplant waren, sterben immer mehr Menschen. Nachdem anfangs ein Undercover-FBI-Agent getötet wurde, sterben nach und nach Weinstein, der IT-Sicherheitsexperte und Darrien. Alle hatten gemeinsam, dass sie in ein Komplott verwickelt wurden, der wohl von einem der größten kriminellen Genies namens Vicellous Drum, geplant wurde. Und da Tripp herausfindet, dass eine zusätzliche, bisher unbekannte Person alle getötet haben muss, wird sofort davon ausgegangen, dass es sich dabei um Drum handeln müsste. Alle bewaffnen sich sofort und eine Jagd beginnt untereinander. Und wegen seiner analytischen Fähigkeiten wird Tripp als erstes verdächtigt, sodass er als erstes beschossen wird. Aber danach scheint es der Bankdirektor Gordon Blythe zu sein, der sich unbedingt bereichern will, weswegen dieser anschließend erschossen wird.

Und nachdem der Bankdirektor tot ist, glauben alle, dass es das nun war. Kaitlin übergibt Jelly und Peanut Butter die beiden Geldtaschen, sodass diese glücklich fliehen. Kurz darauf erscheint die Polizei und untersucht den Fall. Die Geiseln werden versorgt und Kaitlins Verlobungsgeschenke werden aus der Bank in ihren Mercedes getragen. Doch dort wartet bereits Tripp, der den Fall komplett gelöst hat und Kaitlins wahre Identität löst, denn sie ist eigentlich Alexis Black, die sich als Bankangestellte in der Filiale anstellen ließ, eine teure Hochzeit vortäuschte, den komplizierten Überfall plante, das Geld in den teuren Geschenkpaketen versteckte und nun in ihre angeblichen Flitterwochen reist. Tripp selbst gefällt ihr Plan und ihr Vorhaben, weswegen er sich entschließt mit ihr mitzufahren.

Kritik[Bearbeiten]

Der Film erhielt sehr schlechte Kritiken. So zählte die Internetseite Rottentomatoes von 17 gewerteten professionellen Kritiken 3 positive, was einem Wert von 18 % entspricht. Allerdings wurde der Film vom breiten Publikum tendenziell mit gemischten Reaktionen aufgenommen, denn gleichzeitig werteten lediglich 44 % von 1.493 Usern den Film positiv[1] Dies wiederum wird vom Onlinefilmarchiv IMDb, einer weiteren Plattform, auf der normale User ihre Filmkritiken abgeben können, bestätigt, denn dort gaben 9.300 User dem Film durchschnittliche 6,3 von 10 möglichen Punkten. (Stand: 6. Oktober 2011)

Obwohl Flypaper „Momente der Heiterkeit“ beinhalte, meinte Justin Lowe im Hollywood Reporter, habe der Film bei weitem nicht das „komödiantische Chaos und die kunstvoll disziplinierte Struktur“ von Hangover, welcher ebenfalls von Jon Lucas und Scott Moore geschrieben wurde. Dabei schaffe es der Regisseur Rob Minkoff die „Schnellfeuer-Action-Sequenzen und die geschickt im Film integrierten und sich kreuzenden Handlungsstränge reibungslos zu choreographieren“. Aber durch die geringe Laufzeit von 85 Minuten und „zu vielen Figuren und zuviel Geschichte“ wirke der Film einfach „hektisch [und] überladen“.[2]

Trotz der vielen „Wendungen und Überraschungen“ sei der Film „nie ganz so clever und hip, wie man glauben könnte, dass er es sei“, meinte Rachel Saltz in der liberalen Tageszeitung New York Times. Denn der Film schaffe es einfach nicht zu seinem „eigenen Stil und seinem Comic-Groove zu finden“.[3]

Sara Stewart von der konservativen Boulevardzeitung New York Post fand, dass Flypaper „ziellos“ sei, da der Film als „schnell sprechendes Actionfeuerwerk starte, aber sich dann in einen normalen Krimi verwandle“.[4]

Hintergrund[Bearbeiten]

Während Ashley Judd ursprünglich die Rolle von Liv Tyler übernahm[5], gab Patrick Dempsey an, unbedingt mal eine Figur spielen zu wollen, die nicht der üblichen Rollenvorstellung von ihm entspricht.[6]

Der Film kostete 7 Mio. US-Dollar und wurde in Baton Rouge gedreht.[6]

Anders als im Englischen heißen die beiden Rednecks in der deutschen Fassung nicht Jelly und Peanut Butter, sondern Kartoffel und Puffer.

Veröffentlichung[Bearbeiten]

Nachdem Flypaper am 28. Januar 2011 auf dem Sundance Film Festival 2011 seine Weltpremiere feierte, wurde er am 15. Juli 2011 auf Video-on-Demand veröffentlicht, bevor er ab dem 19. August 2011 vereinzelt in einigen US-amerikanischen Kinos gezeigt wurde. Allerdings spielte er nur knapp 1.200 US-Dollar ein. Ab dem 25. August 2011 wurde er in weiteren Ländern, darunter in Russland, Italien und Frankreich veröffentlicht und konnte weitere 580.000 US-Dollar einspielen.[7] In Deutschland wurde er am 7. März 2012 in den Videotheken veröffentlicht und wird ab dem 30. März 2012 zum Kauf angeboten.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Flypaper (2011). rottentomatoes.com, abgerufen am 6. Oktober 2011 (englisch).
  2. Justin Lowe: "The Hangover" co-writers don’t strike again with this breathless script. auf hollywoodreporter.com vom 29. Januar 2011 (englisch), abgerufen am 6. Oktober 2011
  3. Rachel Saltz: ‘Hey, We’re Robbing This Bank!’ ‘No, We Are!’ auf nytimes.com vom 18. August 2011 (englisch), abgerufen am 6. Oktober 2011
  4. Sara Stewart: Flypaper auf nypost.com vom 18. August 2011 (englisch), abgerufen am 6. Oktober 2011
  5. Perri Nemiroff: Ashley Judd to star in 'Flypaper' auf variety.com vom 2. Juni 2010 (englisch), abgerufen am 6. Oktober 2011
  6. a b Claudia Puig: Dempsey spreads wings in 'Flypaper' at Sundance auf usatoday.com vom 27. Januar 2011 (englisch), abgerufen am 6. Oktober 2011
  7. Flypaper auf boxofficemojo.com (englisch), abgerufen am 6. Oktober 2011