Focke-Wulf Fw 187

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Focke-Wulf Fw 187
Modell Fw 187
Typ: Jagdflugzeug
Entwurfsland: Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich
Hersteller: Focke-Wulf
Erstflug: 1937
Produktionszeit: 1937-1940

Die Focke-Wulf Fw 187 „Falke“[1] ist ein zweimotoriges Jagdflugzeug aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges, das bei Focke-Wulf in Bremen entwickelt wurde.

Entwicklung[Bearbeiten]

Sie wurde Anfang 1936 als einsitziges Jagdflugzeug für Geschwindigkeiten über 500 km/h projektiert. Der Erstflug des Prototyps Fw 187 V1 fand im Sommer 1937 statt, wobei trotz der leistungsschwächeren Triebwerke vom Typ Junkers Jumo 210 D (vorgesehen waren Motoren von Daimler-Benz) eine Höchstgeschwindigkeit von 520 km/h erreicht wurde. Obwohl die Fw 187 damit 60 km/h schneller als die Bf 109 B-2 war, konnte sie sich beim Reichsluftfahrtministerium (RLM) nicht durchsetzen, da man dort zwei Motoren für einen einsitzigen Jäger als Verschwendung ansah.

Das Technische Amt des RLM schrieb etwas später einen schweren Jäger mit drei Mann Besatzung und zwei Motoren in der neugeschaffenen Gattung des „Zerstörers“ aus, der mit Maschinengewehren und Bomben ausgerüstet werden sollte.

Der dritte Prototyp wurde daraufhin angepasst - jedoch nicht exakt nach den RLM-Spezifikationen, was die Mitbewerber Bayerische Flugzeugwerke (ab 1938 Messerschmitt AG) und die Henschel Flugzeug-Werke ebenfalls nicht taten. Der letzte Prototyp Fw 187 V6 erhielt die nun lieferbaren DB 600A-Triebwerke und erreichte damit eine Höchstgeschwindigkeit von 627 km/h.

Trotz dieser Leistung und einer überdurchschnittlichen Manövrierfähigkeit wurde vom RLM nur ein Auftrag über drei Vorserienmaschinen Fw 187 A-0 erteilt, da man sich schon für das Konkurrenzmuster Messerschmitt Bf 110 entschieden hatte. 1940 fertiggestellt, flogen die Maschinen mit Testpiloten bemannt als eine Art „private Luftverteidigung“ für das Focke-Wulf-Werk in Bremen. Diese erzielte mehrere Abschüsse.

Im Winter 1940/41 wurden sie inoffiziell der Luftwaffe übergeben und in Norwegen stationiert, wo sie bald der Bf 110 vorgezogen wurden. Als Göring davon Kenntnis erhielt, mussten die Maschinen zurückgezogen werden.

Die aus diesem Typ gewonnenen Erfahrungen wurden bei der Entwicklung der Focke-Wulf Ta 154 genutzt.

Das Flugzeug war in Ganzmetallbauweise ausgeführt, sämtliche Flächen waren freitragend. Das luftgefederte Hauptfahrwerk war komplett, das Spornrad zu zwei Dritteln einziehbar. Im eingezogenen Zustand diente es so als Notsporn.

Technische Daten (Fw 187 A-0)[Bearbeiten]

  • Spannweite: 15,30 m
  • Länge: 11,10 m
  • Höhe: 3,85 m
  • Flügelfläche: 30,6 m²
  • Leermasse: 3.700 kg
  • Startmasse: 4.989 kg
  • Triebwerk: zwei 12-Zylinder V-Motoren Junkers Jumo 210 G mit je maximal 730 PS
  • Höchstgeschwindigkeit in 4.200 m Höhe: 525 km/h
  • Steiggeschwindigkeit: 17,5 m/s
  • praktische Gipfelhöhe: 10.000 m
  • Bewaffnung: vier 7,92-mm-MG 17 und zwei 20-mm-Maschinenkanonen MG/FF

Fw 187 V6

  • Triebwerk: zwei 12-Zylinder V-Motoren DB 600A mit je maximal 1000 PS
  • Höchstgeschwindigkeit 635 km/h

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nach damaliger Firmentradition trugen alle Focke-Wulf-Flugzeuge intern Vogelnamen.

Weblinks[Bearbeiten]