Focke-Wulf P VII

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Focke-Wulf P.VII Flitzer
Modell des Flitzer
Typ: Jagdflugzeug
Entwurfsland: Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich
Hersteller: Focke-Wulf
Erstflug: nicht geflogen
Stückzahl: 1 Mock-up

Die Focke-Wulf P.VII „Flitzer“ war der Entwurf eines Jagdflugzeugs mit Hybridantrieb der Focke-Wulf Flugzeugbau AG. Die Bezeichnung des Projekts ist in der Literatur unterschiedlich, manchmal wird auch P.VI verwendet.[1] Focke-Wulf selbst bezeichnete sämtliche „Flitzer“-Entwürfe lediglich als TL-Jäger.[2]

Die auf dem Projektentwurf P.IV (Bezeichnungssystematik nach [1]) basierenden Arbeiten an der P.VII waren im März 1944 weitgehend abgeschlossen und führten bis zur Erstellung einer Attrappe aus Holz. Neben dem Strahltriebwerk war zur Startunterstützung die Verwendung eines zusätzlichen Raketentriebwerks (Walter HWK 109-509) vorgesehen. Der Lufteinlauf des Haupttriebwerks war gegenüber der P.IV verändert und wurde in beide Tragflächenwurzeln verlegt, die Auslegung erinnerte damit stark an die etwa zur gleichen Zeit in England entwickelte de Havilland D.H.100 Vampire.

Das Reichsluftfahrtministerium zeigte nur geringes Interesse an dem Entwurf. Focke-Wulf wandte sich deshalb mit Nachdruck dem fortschrittlicheren Projekt Ta 183 „Huckebein“ zu, das den Entwurf P.VI (Bezeichnung nach [3]) als Grundlage verwendete.

Technische Daten[Bearbeiten]

Kenngröße Daten (Stand 15. September 1944)
Besatzung 1 Pilot
Länge 10,55 m
Spannweite 8,00 m bei 32° Pfeilung
Flügelfläche 17,00 m²
Höhe 2,35 m
Leermasse 2.730 kg
Startmasse 4.350 kg
Bewaffnung 2 × MK 103 oder 2 × MK 108 im Bug und 2 × MG 151/20 in den Tragflächen
Triebwerk 1 × Heinkel HeS 011 und 1 × Flüssigkeitsraketentriebwerk Walter HWK 109-509A
Höchstgeschwindigkeit 955 km/h
Dienstgipfelhöhe 13.800 m
Max. Flugdauer 1 h 50 min

Literatur[Bearbeiten]

  • Wolfgang Wagner: Kurt Tank – Konstrukteur und Testpilot bei Focke-Wulf. Bernard & Graefe Verlag, Koblenz 1980, ISBN 3-7637-5271-4 (Die Deutsche Luftfahrt 1).
  • Heinz J. Nowarra: Die deutsche Luftrüstung 1933–1945. Band 2: Flugzeugtypen AEG – Dornier. Bernard & Graefe Verlag, Koblenz 1993, ISBN 3-8289-5315-8.
  • Joachim Dressel, Manfred Griehl: Die deutschen Raketenflugzeuge 1935–1945. Die Entwicklung einer umwälzenden Technik. Weltbild Verlag, Augsburg 1995, ISBN 3-89350-692-6.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b W. Wagner, 1980
  2. Dressel/Griehl, Raketenflugzeuge, S. 94-99
  3. H.J. Nowarra, 1993

Weblinks[Bearbeiten]