Fokker D.XXI

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Fokker D.XXI
Fokker D.XXI im Museum SoesterbergFokker D.XXI im Museum Soesterberg
Typ: Jagdflugzeug
Entwurfsland: NiederlandeNiederlande Niederlande
Hersteller: Fokker
Erstflug: 27. März 1936
Stückzahl: 148

Die Fokker D.XXI war ein Jagdflugzeug des niederländischen Flugzeugherstellers Fokker aus dem Jahr 1936.

Entwicklung[Bearbeiten]

Geplant war der Jäger für den Einsatz bei den Truppen in Niederländisch-Indien (KNIL = Koninklijk Nederlandsch-Indisch Leger). Die Planungen sahen einen billigen und stabilen Jäger mit mittlerer Leistungsfähigkeit vor.

Die Bestellung für Niederländisch-Ostindien wurde von der niederländischen Luftwaffe (Luchtvaart afdeling) storniert und 36 Maschinen für den Einsatz im Inland bestellt. Der Erstflug erfolgte am 27. März 1936.

Bis zum Beginn des Westfeldzugs, dem Angriff der Wehrmacht auf die Niederlande am 10. Mai 1940, wurden 36 Maschinen geliefert, davon waren 28 einsatzfähig. Obwohl die D.XXI wesentlich schwächer als die deutsche Messerschmitt Bf 109 war, stellte sie im Luftkampf doch einen ernstzunehmenden Gegner dar. Der Grund lag in der guten Manövrierfähigkeit des Flugzeugs. Alle Fokker D.XXI gingen allerdings durch die Übermacht der deutschen Luftwaffe verloren.

Zwei finnische Fokker D.XXI

1937 kaufte die finnische Luftwaffe sieben D.XXI. Zwischen 1938 und 1944 baute Finnland weitere 93 Maschinen in Lizenz. Die D.XXI kam in Finnland bereits im Winterkrieg 1939 zum Einsatz. Das Flugzeug schlug sich sehr gut gegen die sowjetischen Maschinen Polikarpow I-15 und Polikarpow I-16, insbesondere unter den harten finnischen Winterbedingungen. Im Winter wurde vielfach das Fahrwerk gegen Schneekufen ausgetauscht, um Starts und Landungen auf zugefrorenen Seen zu ermöglichen. Bei einer Maschine wurde das starre Fahrwerk gegen ein manuell einziehbares Fahrwerk ersetzt. Diese Maßnahme erhöhte jedoch die Leistungen des Flugzeugs nur unwesentlich, weshalb es zu keinen weiteren Umrüstungen kam. [1] Erst im späteren Verlauf des Krieges geriet die untermotorisierte und nur schwach bewaffnete "D.XXI" gegenüber moderneren sowjetischen Jägern ins Hintertreffen und wurde daher vor allem als Aufklärer eingesetzt.

Dänemark und Spanien kauften ab 1938 weitere Maschinen oder planten deren Lizenzbau. Im Spanischen Bürgerkrieg kamen die D.XXI auf Seiten der Republikanischen Regierung nicht mehr zum Einsatz. Die finnischen Maschinen blieben bis 1948 im Dienst.

Erhaltene Flugzeuge[Bearbeiten]

Ein Exemplar steht heute im Militaire Luchtvaart Museum in Soesterberg, Niederlande und eins im Luftfahrtmuseum von Mittelfinnland.

Militärische Nutzer[Bearbeiten]

  • DanemarkDänemark Dänemark: 2 geliefert und 10 in Lizenz gebaut
  • Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich: einige zur Erprobung nach Besetzung der Niederlande
  • FinnlandFinnland Finnland: 7 geliefert und 93 in Lizenz gebaut
  • NiederlandeNiederlande Niederlande: 36
  • Spanien Zweite RepublikZweite Spanische Republik Spanien: nur mehr 1 Exemplar konnte vor Ende des Bürgerkriegs geliefert werden

Technische Daten[Bearbeiten]

Dreiseitenriss
Kenngröße Daten
Länge 8,20 m
Spannweite 11,00 m
Tragflügelfläche 16,20 m²
Höhe 2,95 m
Antrieb ein luftgekühlter 9-Zylinder-Sternmotor Bristol Mercury VIII mit 830 PS (619 kW)
Höchstgeschwindigkeit 460 km/h
Reichweite 930 km
Besatzung 1
Dienstgipfelhöhe 11.350 m
Leermasse 1450 kg
Flugmasse 2050 kg
Bewaffnung vier F.N.-Browning M36-7,92-mm-Maschinengewehre

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.sci.fi/~fta/fr-fin-1.htm

Weblinks[Bearbeiten]