Foodie

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Foodie ist eine informelle Bezeichnung für eine bestimmte Gruppe von Feinschmeckern. Es sind in einer Minimaldefinition Menschen, die ein starkes Interesse (eine Leidenschaft) daran haben, zu essen und über das Essen zu lernen ohne dabei ihren Lebensunterhalt mit einer gastronomienahen Tätigkeit zu bestreiten.[1]

Foodies sind Feinschmecker und Kenner von Qualität, schätzen Selbstgemachtes und hochwertige Zutaten. Gesundheit und Genuss sind ihnen gleichermaßen wichtig. Viele Foodies sind Vegetarier. Foodies sind in der Regel Ende 20 bis Anfang 50 und meist weiblich. Im Gegensatz zu Gourmets, die gewöhnlich als Fachleute der guten Küche gelten, sind Foodies interessierte Laien, die gutes Essen und Trinken in seiner Gesamtheit lieben, sich für die kulturellen Hintergründe interessieren. Dabei verfolgen sie die neuesten Trends im Bereich des Kulinarischen. Dies schließt auch Informationen aus der Lebensmittelindustrie, aus der Ernährungswissenschaft und über bekannte Persönlichkeiten in diesen Bereichen ein.[2]

Die Übergänge zwischen Gourmet und Foodie sind fließend.

Begriffsgeschichte[Bearbeiten]

Der Ausdruck Foodie erscheint erstmals in dem 1984 erschienenen Buch The Official Foodie Handbook von Paul Levy und Ann Barr.[3] Nach Angaben des britischen Autors Steven Poole dürfte der Begriff Foodism älteren Ursprungs und bereits Ende des 19. Jahrhunderts von Straßenhändlern verwendet worden sein.

Kritik[Bearbeiten]

Der aus seiner Sicht ausufernde Foodism-Trend wird von Poole in dem Oktober 2012 erschienenen Taschenbuch "You Aren’t What You Eat" kritisiert.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ann Barr; Paul Levy: "Harpers and Queen" Official Foodie Handbook. Ebury Press (Oktober 1984), ISBN 0-85223-348-5
  • Stuart Griffith: The Foodie. Square Design & Print Company Limited, The, 2003, ISBN 0-9544810-0-3
  • Neale Whitaker: The Accidental Foodie. Murdoch Books, 2005, ISBN 1-74045-595-9
  • Josée Johnston, Shyon Baumann: Foodies: democracy and distinction in the gourmet foodscape. Taylor & Francis, 2009, ISBN 978-0-415-96538-5
  • Pim Techamuanvivit; Sibylle Segovia (Übersetzung): Das Foodie-Handbuch: Der(fast) perfekte Begleiter für GernEsser. Christian Verlag GmbH, 2009, ISBN 978-3-88472-942-7

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Josée Johnston, Shyon Baumann: Foodies: democracy and distinction in the gourmet foodscape. Taylor & Francis, 2009, ISBN 978-0-415-96538-5, Seite 61.
  2. Miriam Stein: Foodie-Bewegung Noch ein Amuse Bouche, Alter? Süddeutsche Zeitung, 28. August 2010, abgerufen am 2. Juni 2011.
  3. Ann Barr; Paul Levy: "Harpers and Queen" Official Foodie Handbook. Ebury Press (Oktober 1984), ISBN 0-85223-348-5.