Forces françaises en Allemagne

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Mit Forces françaises en Allemagne (FFA) (übersetzt Französische Streitkräfte in Deutschland) wurden die französischen Truppenverbände bezeichnet, die Frankreich als Siegermacht des Zweiten Weltkriegs im Rahmen des Viermächte-Status zunächst in seiner Besatzungszone, sowie im Besetzten Nachkriegsösterreich und, nach deren Gründung, im entsprechenden Gebiet der Bundesrepublik Deutschland stationiert hatte. Sie wurden 1949 als Troupes Françaises d'Occupation en Allemagne abgekürzt T.O.A (Troupes d'occupation en Allemagne) mit Hauptquartier in Baden-Baden aufgestellt. Im Jahre 1950 wurde der Name T.O.A. ersetzt durch F.F.A. Forces Françaises en Allemagne. Im Jahre 1999 wurden die noch bestehenden Verbände umbenannt in Forces françaises stationnées en Allemagne (FFSA). Nicht dazu gehörten die Forces Françaises à Berlin.

Diese Einrichtung hatte vom 10. August 1949 bis 1999 Bestand und umfasste auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges bis zu 80.000 Mann. Das Stationierungsgebiet entsprach in etwa den Ländern Rheinland-Pfalz, Baden und Württemberg-Hohenzollern. Bis 1955 waren auch die Besatzungstruppen in Österreich, ein vergleichsweise ohnehin kleines Kontingent, der FFA unterstellt.[1]

Le BABO (Bâtiment Administratif de Baden-Oos), das Verwaltungsgebäude der französischen Besatzungsmacht in Baden-Baden

Nach dem Ende des Saarprotektorats und dem Beitritt des Saarlands zur Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1957 gehörten auch die dort stationierten französischen Truppen zu den Forces françaises en Allemagne. In Baden-Baden befand sich das Hauptquartier sowie ein Militärspital. Ein am 25. Oktober 1960 geschlossenes Abkommen erlaubte es der Bundeswehr, Ausrüstungen in militärischen Einrichtungen der FFA zu lagern und auch im Übungseinsatz zu erproben.

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Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. anfangs 15.000 Mann, wurde sie schon Mai 1946 auf 7.000 Mann reduziert, Oktober 1954, kurz vor Ende der Besatzung, belief sich das französische Kontingent auf 540 Mann, der Hauptteil in Wien stationiert, in der Besatzungszone Tirol–Vorarlberg nur 150 Gendarmen. 1946 in  Klaus Eisterer: Austria under Allied Occupation. (= Studies in Austria and Central European History and Culture 1). In: Günter Bischof, Michael Gehler, Rolf Steininger (Hrsg.): Austria in the Twentieth Century. Transaction Publishers, New Brunswick/London 2009, ISBN 0-7658-0175-2, S. 201 (Artikel 190-211) (Datensatz, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche, Ausg. 2003).; 1954 in  Gerald Stourzh: Um Einheit und Freiheit: Staatsvertrag, Neutralität und das Ende der Ost-West-Besetzung Österreichs 1945-1955. Band 62 von Studien zu Politik und Verwaltung. 5. Auflage. Böhlau, Wien 2005, ISBN 978-320577333-7, S. 581 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).