Ford Escort

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Dieser Artikel beschreibt das in Europa hergestellte Modell. Für das in Nordamerika angebotene Modell siehe Ford Escort (USA).
Ford Escort
Produktionszeitraum: 1968–2000
Klasse: Kompaktklasse
Karosserieversionen: Limousine, Kombilimousine, Kombi, Kastenwagen, Cabriolet
Vorgängermodell: Ford Anglia
Nachfolgemodell: Ford Focus

Ford Escort ist der Name mehrerer von Anfang 1968 bis Mitte 2000 in Europa produzierter Pkw-Modelle der Kompaktklasse bzw. der unteren Mittelklasse des Automobilherstellers Ford.

Der Escort wurde von den deutschen und den britischen Ford-Werken gemeinsam auf beide Märkte gebracht. Hauptkonkurrenten waren der Opel Kadett bzw. Astra (in Großbritannien der Vauxhall Viva) und der VW Käfer, der Mitte 1974 durch den VW Golf I abgelöst wurde.

Auf der Plattform des Escort wurde von Mitte 1983 bis Ende 1993 das eigenständig positionierte Stufenheckmodell Ford Orion hergestellt. Gemessen an den Zulassungszahlen war der Escort im europäischen Vergleich eines der meistverkauften Autos.

Von Frühjahr 1981 bis Anfang 2003 gab es auch einen amerikanischen Escort, der anfangs mit dem europäischen Modell verwandt war, später aber auf der Plattform des Mazda 323 basierte.

Die Nachfolge in Europa trat im Herbst 1998 der Ford Focus an.

Escort ’68[Bearbeiten]

1. Generation
Ford Escort (1968–1974)

Ford Escort (1968–1974)

Produktionszeitraum: 01/1968–11/1974
Karosserieversionen: Limousine, Kombi
Motoren: Ottomotoren:
1,1–2,0 Liter
(29–74 kW)
Länge: 3978–4070 mm
Breite: 1565–1572 mm
Höhe: 1391–1425 mm
Radstand: 2400 mm
Leergewicht: 825–900 kg

Modellgeschichte[Bearbeiten]

Der von den britischen Ford-Werken entwickelte erste Escort mit seinem charakteristischen Kühlergrill (auch „Hundeknochen“ genannt) wurde ab dem 17. November 1967 im britischen Halewood produziert.

Anfang Januar 1968 wurde der Escort in Marokko der Presse vorgestellt. Wenige Tage später fand die offizielle Präsentation anlässlich des Brüsseler Autosalons statt. Die Verkaufszahlen übertrafen die optimistischen Erwartungen des Herstellers bereits nach zwei Monaten um 30 %. Weniger als fünf Monate nach der Vorstellung lief am 4. Juni 1968 bereits der 100.000 Escort in Halewood vom Band. In Deutschland verließ der erste Wagen am 16. Januar 1970 in Saarlouis das Werk. [1]

Die Technik orientierte sich am Vorgängermodell Ford Anglia. Als Kombivariante „Turnier“ konnte sich der Escort ’68 mit einer an den Nachfolger angelehnten Frontpartie bis 1980 im Verkaufsprogramm halten. Der als „Käfer-Killer“ konzipierte Escort blieb in Deutschland hinter den erwarteten Stückzahlen zurück, war aber insbesondere in Großbritannien sehr populär.

Mitte 1973 kam in Westdeutschland der RS2000 als Topmodell hinzu. Erkennbar war er an der auffälligen zweifarbigen Lackierung und den verbreiterten Radläufen vorn. Mit 100 PS war der leichte Escort mehr als ausreichend motorisiert, daraus resultierten viele Erfolge im Motorsport. Weit erfolgreicher im internationalen Autosport-Geschehen waren allerdings der britische Escort TwinCam und sein Nachfolger, der RS1600 mit Cosworth BDA-16V-Motor. Mit dieser Motorisierung konnte der RS1600 neben der Rallycross-Europameisterschaft 1973 im selben Jahr auch den Finnland-Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft und einige Läufe zur Deutschen Rennsport-Meisterschaft gewinnen.

Karosserie[Bearbeiten]

Der Escort wurde von seinen Entwicklern als Stufenhecklimousine mit selbsttragender Ganzstahl-Karosserie konzipiert. Es gab eine zweitürige und ab 1969 eine viertürige Variante sowie einen dreitürigen Kombi (bei Ford „Turnier“ genannt) und einen Kastenwagen im Angebot.

Das Kofferraumvolumen der Limousine betrug 270 Liter, der Kombi hatte ein Ladevolumen von 1,53 m³.

Die Fahrzeuge hatten grundsätzlich runde Hauptscheinwerfer, nur die gehobene „Super“-Ausstattung wurden mit rechteckigen Scheinwerfern ausgeliefert.

Fahrwerk[Bearbeiten]

Das Fahrwerk des Escort ist einfach gehalten. Die Vorderräder sind an MacPherson-Federbeinen und Querlenkern aufgehängt - längs wurden die Vorderräder bei der ersten englischen Escort-Baureihe von Schubstreben geführt. Bei Fahrzeugen aus deutscher Produktion wurde dafür ein Querstabilisator verwendet. Diese Radführung wurde später auch für die englischen Modelle übernommen.

Die starre Hinterachse wurde anfangs ausschließlich an halbelliptischen Blattfedern geführt und mit schräg stehenden Stoßdämpfern versehen. Im Laufe der Modellpflege erhielt die Hinterachse später zusätzliche Längslenker.

Bremsen[Bearbeiten]

Bei Modelleinführung wurden die 1100er-Modelle mit Trommelbremsen an allen vier Rädern ausgerüstet. Die 1300er hatten vorne Scheibenbremsen, Trommelbremsen an den Hinterrädern und einen Bremskraftverstärker.

Motoren[Bearbeiten]

Die Motoren vom Typ Kent wurden aus den englischen Anglia und Cortinas übernommen. Es sind Vierzylinder-Viertakt-Motoren mit Kurbelgehäusen und Zylinderköpfen aus Gusseisen und fünffach gelagerter Kurbelwelle. Die hängenden Ventile werden über Stößel, Stoßstangen und Kipphebel betätigt. Alle Motoren haben die gleiche Bohrung von 80,98 mm. Die unterschiedlichen Hubräume werden durch unterschiedliche Hübe erreicht.

Kraftübertragung[Bearbeiten]

Alle Escort I waren serienmäßig mit einem vollsynchronisiertem Vierganggetriebe ausgerüstet. Gegen Aufpreis (Anfangs 799,20 DM) war eine Dreigang-Automatik erhältlich.

Die Kraftübertragung zur Hinterachse erfolgte bei den 1100er-Modellen der ersten Baureihe durch eine einteilige Kardanwelle, die Modelle ab 1300 cm³ hatten eine zweiteilige.

Escort ’75[Bearbeiten]

2. Generation
Ford Escort (1974–1977)

Ford Escort (1974–1977)

Produktionszeitraum: 11/1974–09/1980
Karosserieversionen: Limousine, Kombi
Motoren: Ottomotoren:
1,1–2,0 Liter
(32–81 kW)
Länge: 3978–4140 mm
Breite: 1564–1596 mm
Höhe: 1398–1414 mm
Radstand: 2405 mm
Leergewicht: 880–975 kg

Modellgeschichte[Bearbeiten]

Für die unter dem Codenamen „Brenda“ entwickelte zweite Escort-Generation übernahm Ford die Grundform und Technik des Vorgängers mit Stufenheck und Hinterradantrieb. Die Karosserie des Kombi „Turnier“ entsprach dem alten Modell; lediglich die Frontpartie wurde dem neuen Modell angepasst.

Auch der Escort ’75 hatte Hinterradantrieb, wie der bis 1979 produzierte Hauptkonkurrent Opel Kadett C, aber achsführende Blattfedern. Diese gab es 1974 in Kontinentaleuropa sonst fast nur bei japanischen Importwagen.

Gegen Ende der 1970er Jahre erhielt der Escort von der deutschen Motorpresse nicht immer positive Kritiken, zumal die Grundkonzeption mit Hinterradantrieb doch deutlich in die Jahre gekommen war. In Großbritannien hingegen verkaufte er sich gut.

Modellpflege[Bearbeiten]

Im August 1977 erhielt der Escort ein Facelift, wobei die Front mit eckigen Scheinwerfern und dem Ford-Logo versehen wurde. Des Weiteren wurden die Ausstattungen um kleine Details (u. a. Chromschutzleisten an den Seiten) erweitert.

Ausstattungslinien[Bearbeiten]

  • Das Topmodell in Deutschland war der RS2000 (in Großbritannien dagegen war es der RS1800 mit BDA-Motor). Der schon aus dem Escort ’68 bekannte 2,0-Liter-OHC-Motor mit 74 kW (100 PS) erhielt noch einmal 10 PS mehr, die durch einen geänderten Auspuffkrümmer erreicht wurden. Der neue Motor verlieh dem Escort höhere Fahrleistungen. Das Erkennungszeichen des RS2000 war die abgeschrägte Kunststofffront aus Polyurethan mit Doppelscheinwerfern.

Sondermodelle[Bearbeiten]

  • 1976 legte Ford vom RS2000 Spezial 400 Einheiten als Gruppe-1b-Homologationsversion für den Rallye-/Rennsport auf. Diese Modellvariante war mit Kotflügelverbreiterungen aus GFK und tief geschüsselten 7,5Jx13-Rädern im typischen RS-Kreuzdesign mit 235/60x13-Reifen versehen. Weitere Merkmale waren eine mittlere „Köln“-Achse mit etwas schmalerer Spur und 75-%-Sperrdifferenzial, die auch im Capri verwendet wurde, ein dreifach gelagerter Stabilisator an der Vorderachse und ein Bilstein-Gasdruckfahrwerk. Der Kunststofftank fasste 60 Liter, um dem während einer Rallye relativ hohen Kraftstoffbedarf gerecht zu werden. Der 2,0-Liter-OHC-Motor erhielt eine andere Nockenwelle, größere Ventile, zwei Doppelvergaser des Typs 44 IDF vom italienischen Hersteller Weber sowie einen größeren Hosenrohr-Auspuffkrümmer, womit eine Leistung von 97 kW (132 PS) erreicht wurde.

Motorsport[Bearbeiten]

Mit dem Escort RS1800 wurden Björn Waldegård 1979 und Ari Vatanen 1981 als bis heute einzige Fahrer in einem Fahrzeug von Ford Rallye-Weltmeister, wobei nur Waldegård für das Werksteam startete, Vatanens Fahrzeug wurde von einem Privatteam eingesetzt. Ford konnte sich zudem 1979 den Markentitel sichern. Das Fahrzeug war im Gegensatz zum Serienfahrzeug aus Großbritannien mit einem BDA-Motor mit 2 Liter Hubraum ausgerüstet, der ca. 180 kW (ca. 250 PS) bei 7.000 min-1 leistete.

Escort ’81[Bearbeiten]

3. Generation
Ford Escort Fünftürer (1980–1986)

Ford Escort Fünftürer (1980–1986)

Produktionszeitraum: 09/1980–02/1986
Karosserieversionen: Kombilimousine, Kombi, Kastenwagen, Cabriolet
Motoren: Ottomotoren:
1,1–1,6 Liter
(37–97 kW)
Dieselmotor:
1,6 Liter (40 kW)
Länge: 3970–4052 mm
Breite: 1640 mm
Höhe: 1369–1400 mm
Radstand: 2395 mm
Leergewicht: 765–920 kg

Modellgeschichte[Bearbeiten]

Bereits im Winter 1975, also rund zwei Jahre nach der ersten Ölkrise, begannen die Entwicklungsarbeiten am Nachfolger für das seit 1968 gebaute Modell, das ab Ende 1974 mit lediglich geringfügigen Modifikationen als zweite Generation weiterlief. Ziel der Entwickler war es, konkurrenzfähig gegenüber dem sehr erfolgreichen VW Golf zu werden.

Die dritte Escort-Generation (Codename Erika), die ab dem 26. September 1980 in Deutschland zu Preisen zwischen 11.000 und 17.000 DM erhältlich war, bedeutete so eine radikale Abkehr von den beiden vorhergehenden Modellreihen.

Der Escort '81 war der erste Escort mit Schrägheck (genannt Aeroheck), Quermotor mit Frontantrieb und hinterer Einzelradaufhängung an Trapezquerlenkern und Dämpferbeinen. Neu waren zudem die eigens für dieses Modell entwickelten CVH-Motoren.

Zum Verkaufsbeginn des Auto des Jahres 1981 standen neben fünf verschiedenen Ausstattungslinien fünf Motorisierungen zur Auswahl:

  • 1,1-Liter-CVH-Motor mit 55 oder 59 PS
  • 1,3-Liter-CVH-Motor mit 69 PS
  • 1,6-Liter-CVH-Motor mit 79 oder 96 PS

Berücksichtigt man neben den reinen Entwicklungskosten für das Fahrzeug auch die Investitionen in die Produktionsanlagen, so summierten sich die Gesamtkosten für die Entwicklung der dritten Baureihe zum damaligen Zeitpunkt auf rund 2,5 Milliarden DM[2].

Anfang 1981 wurde die Modellreihe durch einen Kastenwagen ergänzt, genannt Express. Zudem gab es mit Beginn des Modelljahres ’83 (ab August 1982) umfangreiche Änderungen an Fahrwerk und Motorpalette des Escort. So wurde das als unkomfortabel kritisierte Fahrwerk verbessert und der 1,1-Liter-CVH-Motor aufgrund unbefriedigender Verbrauchswerte durch den älteren, aber bewährten 1,1-Liter-Kent-Motor aus dem Ford Fiesta ersetzt.

Im Frühjahr 1983 wurde der Turnier genannte Kombi auch als Fünftürer angeboten. Mit Stufenheck wurde er ab Mitte 1983 als Ford Orion verkauft und war ursprünglich als eigene Modellreihe ähnlich dem VW Golf/Jetta-Gespann positioniert. Außerdem war ab Sommer desselben Jahres das bei Karmann im Werk Rheine gefertigte Cabriolet erhältlich.

Kurz vor Produktionsende 1985 wurde der erste Escort mit geregeltem Katalysator vorgestellt. Dafür wurde der 1,6-Liter-Motor des XR3i mit einer elektronisch geregelten Einspritzanlage (Bosch KE-Jetronic) ausgestattet und die Verdichtung von 9,5:1 auf 8,5:1 reduziert. Der damit für Normalbenzin ausgelegte Motor leistete 66 kW (90 PS) und erfüllte die Abgasnorm Euro 1. Aufgrund der kurzen Bauzeit und der damals noch geringen Nachfrage nach schadstoffarmen Fahrzeugen wurde nur sehr wenige Exemplare des Motors verkauft. Im Nachfolgemodell erfreute sich diese Motorisierung jedoch großer Beliebtheit und wurde neben dem Motor ohne Katalysator mit 77 kW (105 PS) auch in den XR3i-Modellen angeboten.

Ausstattungslinien[Bearbeiten]

  • Escort L
  • Escort GL
  • Escort Ghia
  • Der XR3 war eine betont sportlich gehaltene Version des Escort mit Sportsitzen, Leichtmetallrädern, Sportlenkrad und einem überarbeitetem Fahrwerk. Der 1,6-Liter-CVH-Motor leistete dank einem Weber-Registervergaser, einem geänderten Krümmer samt Auspuffanlage und einer anderen Nockenwelle 71 kW (96 PS). Anfangs war das Fahrzeug nur mit einem 4-Gang-Getriebe ausgestattet, spätere Versionen hatten fünf Gänge serienmäßig. Der XR3 war als dreitürige Limousine und als Cabriolet erhältlich.
  • Der XR3i basierte auf dem XR3, der im Oktober 1982 wie auch das Sondermodell RS1600i mit der K-Jetronic, einer Einspritzanlage von Bosch, ausgerüstet wurde. Der ansonsten nur mit einer anderen Nockenwelle ausgerüstete Motor leistete nun 77 kW (105 PS). Wie der XR3 wurde auch der XR3i als Cabriolet angeboten.

Sondermodelle[Bearbeiten]

  • Der Escort Laser wurde von 1983 bis 1985 verkauft und basierte auf dem Escort L. Zur Serienausstattung des Laser gehörten ein Kühlergrill in Wagenfarbe, eine farblich abgestimmte Innenausstattung und spezielle Radzierblenden.
  • Im Februar 1982 wurde der Escort RS 1600i vorgestellt. Es handelt sich um ein betont sportliches Modell, das oft auch im Tourenwagensport eingesetzt wurde. Das Fahrzeug wurde von Ford Köln als Linkslenker entwickelt, später aber auch als Rechtslenker verkauft. Die Änderungen am Fahrzeug für Märkte wie das Vereinigte Königreich brachte einige Probleme mit sich, was sich mit einer schlecht zu dosierenden Bremse bemerkbar machte. Der 1,6-Liter-Motor des XR3 leistete dank Bosch K-Jetronic mit Schubabschaltung, Computerzündung (erstes Fahrzeugmodell von Ford mit einer solchen Steuerung) und weiteren Änderungen am Zylinderkopf und den Anbauteilen 85 kW (115 PS). Zusätzlich wurde das Fahrzeug mit Sportsitzen, Koni-Stoßdämpfern, einer einstellbaren Vorderachse, zusätzlichen Aufklebern und Leichtmetallrädern ausgerüstet. Von diesem Fahrzeug wurden gut 9000 Stück gebaut.
  • Der Escort RS Turbo war das Topmodell dieser Baureihe und wurde im Oktober 1984 wurde auf dem Genfer Autosalon vorgestellt. Der auch als S1 bezeichnete Wagen (für Escort RS Turbo Serie 1) war auf 5000 Einheiten begrenzt und ausschließlich in weiß erhältlich. Die Verdichtung des 1,6-Liter-CVH-Motors wurde mittels Flachkolben auf 8,3:1 gesenkt. Mit 0,5 bar Ladedruck, der von einem Garrett-T3-Turbolader erzeugt wurde, leistet der Motor 97 kW (132 PS). Die Gemischaufbereitung erfolgte durch eine Bosch-KE-Jetronic. Das Fahrzeug war serienmäßig relativ opulent ausgestattet, u. a. mit Recaro-Sportsitzem, den Leichtmetallrädern vom Escort RS 1600i in der Dimension 6Jx15 und der exklusiv für den Turbo erhältlichen in Wagenfarbe lackierten Komplettverspoilerung. Es gibt Gerüchte über einige wenige in anderen Farben ausgelieferte Fahrzeuge. Nachweislich überliefert ist ein schwarzer RS Turbo, der längere Zeit Lady Diana, Princess of Wales gehörte. Es handelt sich um eine rechtsgesteuerte Variante mit dem amtlichen Kennzeichen C973HAR.

RS1700T[Bearbeiten]

Der RS1700T ist ein Prototyp, der dem Escort der dritten Baureihe nachempfunden und als Rallye-Fahrzeug für die neue Gruppe B gedacht war. Da einem Fahrzeug mit Hinterradantrieb im Motorsport deutlich größere Siegchancen zugerechnet wurden, wurde vom Escort lediglich die Karosserie übernommen und das Fahrzeug auf Hinterradantrieb umgebaut. Der Motor vom Typ BDT wurde längs eingebaut und das Getriebe zusammen mit dem Differential an der Hinterachse. (Transaxle) Bei dem Motor handelt es sich um eine turboaufgeladene Version des von Cosworth entwickelten BDA-Motors (Belt Driven A-series) mit einem Hubraum von 1,7 Litern. Wie schon beim Vorgänger, dem Escort RS1800, wurden einige Kunststoffteile wie Spoiler und Radhausverbreiterungen hinzugefügt.

RS1700T auf dem Weg in eine Ausstellung in Paris

Das Erscheinen des Audi quattro auf diversen Rallyeveranstaltungen bedeutete allerdings ein jähes Ende für das Projekt. Ford sah — wie andere Hersteller auch — sehr schnell ein, dass man langfristig im Rallyesport nur mit einem allradgetriebenen Fahrzeug konkurrenzfähig sein kann. Die wenigen (ca. ein Dutzend) als Testwagen, Ausstellungsstücke und Technologieträger gebauten Prototypen wurden zerlegt und einige Teile für den neuen RS200 wiederverwendet. Dort wurde vor allem auch wieder ein BDT-Motor eingesetzt. Die Karosserien der Fahrzeuge wurden durch die Motorsportabteilung verkauft, ab und zu tauchen Bilder von unfertigen Fahrzeugen auf und werden zum Verkauf angeboten. Zwei oder drei Autos wurden aber anscheinend nicht zerlegt, diese tauchten gelegentlich auf nationalen Rallyeveranstaltungen als privat eingesetzte Fahrzeuge auf.

Technische Daten[Bearbeiten]


Escort ’86[Bearbeiten]

4. Generation
Ford Escort (1986–1990)

Ford Escort (1986–1990)

Produktionszeitraum: 02/1986–09/1990
Karosserieversionen: Kombilimousine, Kombi, Kastenwagen, Cabriolet
Motoren: Ottomotoren:
1,1–1,6 Liter
(37–97 kW)
Dieselmotoren:
1,6–1,8 Liter
(40–44 kW)
Länge: 3970–4052 mm
Breite: 1640 mm
Höhe: 1369–1400 mm
Radstand: 2395 mm
Leergewicht: 765–920 kg

Modellgeschichte[Bearbeiten]

Im Februar 1986 wurde dem Escort ein umfassendes Facelift zuteil und fortan als vierte Baureihe kategorisiert. Viele Karosserieteile wurden verändert, die passive Sicherheit erhöht, die Rostvorsorge, das Fahrwerk sowie die Motoren verbessert. Einige Motorvarianten waren nun auch mit einem G-Kat erhältlich. Der Innenraum wurde überarbeitet und dem des Ford Sierra und Ford Scorpio angeglichen. Die Palette der für den Escort erhältlichen Motoren reichte nun von einem 1,3-Liter-Kent-Motor mit 60 PS bis zum bereits bekannten 1,6-Liter-CVH-Turbomotor mit 132 PS.

Ab September 1988 wurde der 1,3-Liter-Kent-Motor durch einen 1,3-Liter-HCS-Motor ersetzt, dieser bot gleiche Leistung aus ähnlicher Motorenbauart, aber die Reihenfolge von Einlass- und Auslassventilen im Zylinderkopf sowie andere kleine technische Details (Kurbelwellenlager etc) waren deutlich verändert. Dieser HCS-Motor wurde danach mit einer elektronischer Einspritzung auch in anderen Ford-Modellen wie Fiesta und Ka verbaut. Gleichzeitig erfolgte auch eine minimale Änderung der Frontschürze: Die Zierleiste des vorderen Stoßfängers verläuft jetzt durchgängig oberhalb des Kennzeichens.

Vor allem in Großbritannien erfreute sich der neue Ford Escort großer Beliebtheit und war bereits 1982 der meistverkaufte PKW.

In Brasilien liefen die auf dem Orion basierenden zweitürigen Ford Verona und VW Apollo vom Band.

In Südafrika gab es einen Pickup namens „Bantam“ auf Escort-Basis. Dieses Auto wurde dort von MMI (Mazda und Mitsubishi Montagewerk und Vertrieb) verkauft – zuerst als „MMI Rustler“, später als „Mazda Rustler“. Eine zweite Bantam/Rustler-Generation basierte dann auf dem Mazda 323, nachdem SAMCOR den Escort nach wenigen Jahren zugunsten des 323 einstellte.

In den USA wurde ein Schwestermodell des Escort '81 ebenfalls von Frühjahr 1981 bis Sommer 1990 angeboten, siehe Ford Escort (USA).

Ausstattungslinien[Bearbeiten]

  • Der Escort XR3i war die sportliche Version des Escort, die anfangs mit zwei Motoren angeboten wurde. Der 1,6-Liter CVH-Motor leistete mit Bosch-K-Jetronic ohne Katalysator 77 kW (105 PS) oder mit KE-Jetronic, reduzierter Verdichtung für Normalbenzin und geregeltem Katalysator 66 kW (90 PS). Der XR3i war als 3-türige Limousine oder als Cabriolet erhältlich. 1990, kurz vor Einführung der neuen Baureihe, wurde der Motor ohne Katalysator durch den neuen EFI-Motor mit elektronischer Einspritzanlage, G-Kat und 75 kW (102 PS) ersetzt. Diese Modelle erhielten zusätzlich eine geänderte Frontstoßstange mit zusätzlichen Lufteinlässen und für die Limousine einen Heckflügel mit hängenden Ecken.
  • Der Escort RS Turbo war mit 97 kW (132 PS) weiterhin das Topmodell der Baureihe und wurde nun in unbegrenzter Stückzahl gebaut. Abgesehen von der neuen Karosserieform unterschied sich der S2 (für Escort RS Turbo Serie 2) in nur wenigen Details von seinem Vorgänger, denn die Technik wurde nahezu unverändert übernommen. Der Turbolader von Garrett war nun öl- und wassergekühlt, das Getriebe hatte eine längere Übersetzung, eine deutlich größere Bremsanlage vom Sierra XR4 kam zum Einsatz und es gab neue Leichtmetallräder in Form einer Turbine. Wie auch beim Vorgänger gehörten eine Recaro-Innenausstattung und ein Sperrdifferential zur umfangreichen Serienausstattung. Der Turbo war nur als 3türige Limousine verfügbar. Zeitgleich mit der Vorstellung des neuen EFI-Motors mit G-Kat für den XR3i erhielt auch der Turbo dessen Frontstoßstange mit zusätzlichen Lufteinlässen und den Heckflügel mit nach unten hängenden Ecken.

Sondermodelle[Bearbeiten]

  • Cabrio Highlight
  • XR3i Cabrio BB (Boris Becker)
  • XR3i Cabrio All White

Motorisierungen[Bearbeiten]

Benziner:

  • 1,1 l 0037 kW (50 PS), Bauform/Ventilsteuerung: OHV-Motor mit untenliegender Nockenwelle
  • 1,3 l 0044 kW (60 PS), OHV HC, bis 8/88
  • 1,3 l 0044 kW (60 PS), OHV HCS, ab 9/88
  • 1,3 l 0046 kW (63 PS), OHV
  • 1,4 l 0054 kW (73 PS), CVH
  • 1,4 l 0055 kW (75 PS), CVH
  • 1,6 l 0065 kW (88 PS), CVH
  • 1,6 l 0066 kW (90 PS), CHV< (Registervergaser)
  • 1,6 l 0066 kW (90 PS), CVH MFI (KE-Jetronic) G-Kat
  • 1,6 l 0075 kW (102 PS), CVH XR3i EFI G-Kat, ab 1989
  • 1,6 l 0077 kW (105 PS), CVH XR3i MFI (K-Jetronic) ohne Kat
  • 1,6 l 0079 kW (108 PS), CVH XR3i EFI ohne Kat, in Deutschland nicht verfügbar
  • 1,6 l 0097 kW (132 PS), CVH, KE-Jetronic, Turbo ohne Kat

Diesel:

  • 1,6 l 0040 kW (54 PS), OHC
  • 1,8 l 0044 kW (60 PS), OHC

Escort ’91[Bearbeiten]

5. Generation
Ford Escort (1990–1992)

Ford Escort (1990–1992)

Produktionszeitraum: 1990–2000
Karosserieversionen: Kombilimousine, Limousine, Kombi, Cabriolet, Kastenwagen
Motoren: Ottomotoren:
1,3–2,0 Liter
(44–165 kW)
Dieselmotor:
1,8 Liter
(44–66 kW)
Länge: 4104–4300 mm
Breite: 1691–1700 mm
Höhe: 1394–1425 mm
Radstand: 2520 mm
Leergewicht: 920–1320 kg
Sterne im Euro-NCAP-Crashtest (1999)[3] Crashtest-Stern 2.svg

Modellgeschichte[Bearbeiten]

Ab Spätsommer 1990 wurde ein neues Modell des Escort verkauft. Dieses war gegenüber dem Vorgänger beträchtlich gewachsen. Das Design entsprach dem damaligen Zeitgeist, besonders windschnittige Fahrzeuge zu bauen. Beispiele dieser Stilrichtung sind auch der im selben Jahr präsentierte Opel Calibra oder der ab Sommer 1991 verkaufte Opel Astra F.

Die Motoren entsprachen anfangs dem Vorgängermodell mit 1,3 Liter und 44 kW (60 PS). Darüber gab es den 1,4-Liter-Motor mit 52 kW (71 PS) und den 1,6-Liter-Motor mit 77 kW (105 PS). Das Fahrwerk war nicht sehr komfortabel abgestimmt, so dass die Presse anfangs ein paar Defizite feststellen musste. Im Laufe seiner Bauzeit (1990 bis 2000) erhielt der Escort drei größere Facelifts (siehe Escort ’93). Eineinhalb Jahre nach der Präsentation kamen die neuen konkurrenzfähigen 1,8-Liter-Zetec-Motoren mit 77 kW und 96 kW. 1993 war der Escort eines der ersten Fahrzeuge mit Frontairbags in der Kompaktklasse und konnte von nun an auch recht gute Crashtestergebnisse erzielen.

Auch von dieser Escort-Generation gab es eine Cabrio-Variante, die wie das Vorgängermodell bei Karmann in Rheine hergestellt wurde. Motorisiert war es mit 1,4- und 1,6-Liter-Motoren (52 bzw. 77 kW). Es war 1995 eines der ersten Cabrios, das mit Dieselmotor zu haben war.

Auf der Plattform dieses Escort entstand in Brasilien der VW Pointer.

Ausstattungslinien[Bearbeiten]

  • Der XR3i war anfangs noch mit dem CVH-Motor des Vorgängers versehen, dieser wurde später durch den neuen Zetec 16V mit 1,8 Liter Hubraum mit wahlweise 77 kW (105 PS) oder 96 kW (130 PS) als XR3i 16V ersetzt. Zur Serienausstattung zählten Sportsitze, Leichtmetallräder, geänderte Front- und Heckschürzen, Heckflügel, ein tiefergelegtes und überarbeitetes Fahrwerk und bei manchen 16V-Modellen sogar Scheibenbremsen rundum.
  • Der RS2000 mit 2,0 Liter Hubraum und 110 kW (150 PS) war das Topmodell der Baureihe. Der Motor basiert auf dem DOHC 8V-Motor mit Steuerkette aus dem Ford Sierra . Zusätzlich zur Ausstattung des XR3i hatte der RS2000 serienmäßig eine Recaro-Innenausstattung und vier Scheibenbremsen.

Escort RS Cosworth[Bearbeiten]

Der Ford Escort RS Cosworth nimmt eine Sonderstellung innerhalb der Escort-Baureihe ein. Eigentlich ist er kein Escort, sondern lediglich die Karosserieform des Escort, die auf einer gekürzten Bodengruppe des Sierra sitzt. Im Gegensatz zum „normalen“ Escort ist bei den Cosworth-Modellen der Motor wie im Sierra längs eingebaut. Ford unternahm diesen Schritt, um für die Rallye-Weltmeisterschaft ein konkurrenzfähiges kleineres Auto zu haben, aber den bekannt starken Motor und den Allradantrieb des Sierra nutzen zu können. Der zu große Sierra hatte sich als nicht konkurrenzfähig erwiesen. Aber auch dem Escort blieben größere Erfolge verwehrt.

Der kurz auch Cossie genannte Escort Cosworth wurde zum größten Teil bei Karmann gebaut. Markant für dieses Fahrzeug ist der sehr große und aerodynamisch wichtige Heckflügel. Das mit einem permanenten Allradantrieb versehene Fahrzeug war anfangs mit einem Garrett-T35-Lader und einer Einspritzanlage von Weber-Marelli ausgestattet, beim letzten Modell ab 1995 wurde ein kleinerer Lader von Garrett, der T25, eingebaut, wodurch das Turboloch verringert werden sollte. Dieser auch HTT-Cosworth (High Torque Turbo, Hoch-Drehmoment-Turbo) genannte Escort war das einzige Fahrzeug, bei dem dieser Motor mit einer Ford-EFI-Einspritzanlage und mit einer Doppelfunkenzündanlage ausgerüstet wurde. Der Escort RS Cosworth nahm erfolgreich an mehreren Rallye-Wettbewerben teil, trotz des Werkseinsatzes konnte Ford weder mit dem Sierra noch mit dem Escort einen Fahrer- oder Markentitel erzielen. Entgegen der Modellpflege beim Ford Escort wurde der Escort Cosworth immer mit der gleichen Karosserieform (der des Escort ab 1990) gebaut, ab Werk gab es zwei verschiedene Versionen des Heckflügels.

Escort ’93[Bearbeiten]

Bei diesem überarbeiteten Escort ab September 1992 handelt es sich um eine modifizierte Version des Escort ’91. Neben einigen Änderungen an der Technik, wie zum Beispiel Verstärkungen an der Spritzwand und anderen sicherheitsrelevanten Änderungen, wurde sowohl die Front als auch das Heck (beim Fließheck) verändert.

Ab 1993 war der neue 1,6-Liter-Zetec-Motor mit 65 kW (88 PS) und ab 1995 der neue 1,8-Liter-Zetec-Motor mit 85 kW (115 PS) erhältlich. Der etwas „lahme“ 1,4-Liter-Motor wurde überarbeitet und leistete 2 kW mehr 54 kW (73 PS). 1995 wurde dieser durch ein komplett neues Aggregat ersetzt. Der Turnier und der Express behielten die Heckform.

Ab 1994 wurde die Karosserie verstärkt.

Motorisierungen[Bearbeiten]

Modell Motortyp Hubraum Zylinder/Ventile Leistung kW (PS) Bemerkung Bauzeit
Ottomotoren
1.3i OHV/HCS* 1299 cm³ R4/8V 44 (60) 08/1991–09/1995
1.4i PTE 1391 cm³ R4/8V 54 (73) 02/1994–01/1995
1.6i Zetec-E 1597 cm³ R4/16V 65 (88) 01/1993–03/1995
1.6i Zetec 1597 cm³ R4/16V 66 (90) 01/1993–07/1995
1.6i CVH 1596 cm³ R4/16V 77 (105) 09/1990–06/1992
1.8 16V Zetec 1796 cm³ R4/16V 77 (105) 02/1992–09/1995
1.8 16V Zetec 1796 cm³ R4/16V 96 (130) XR3i 01/1992–01/1993
2.0 16V DOHC 1993 cm³ R4/16V 110 (150) RS 2000 auch mit 4x4 09/1991–06/1996
2.0 16V DOHC 1993 cm³ R4/16V 165 (225) RS Cosworth 4x4 05/1992–12/1994
Dieselmotoren
1.8 D OHC 1753 cm³ R4/8V 44 (60) 09/1990–09/1995
1.8 TD Endura-DE 1753 cm³ R4/8V 66 (90) 09/1993–07/2000
  • HCS=High Compression Swirl (Hochdruck-Drall Verwirbelung)

Escort ’95[Bearbeiten]

Die siebte und letzte Baureihe des Escort ist ein deutlich überarbeitetes Nachfolgemodell, welches von Januar 1995 bis Herbst 1998 gebaut wurde. Die äußere Erscheinung war deutlich rundlicher. Der Escort bekam abermals eine neue Front und einen komplett neuen, ebenfalls rundlicher gestalteten Innenraum.

Von diesem Modell gab es in Deutschland eine Sonderedition, die unter dem Namen „F1 Edition“ verkauft wurde. Dabei handelte es sich um eine Version mit 2,0-Liter-16V-Motor und 110 kW (150 PS). Da diese Edition auf 500 Exemplare limitiert war, gilt sie heute als Sammlerstück. In Österreich und in der Schweiz wurde ebenfalls eine 2,0-Liter-Version unter dem Namen „Sauber Edition“ angeboten.

Die Produktion der RS2000-Modelle wurde im Juni 1996 mit der F1-Edition eingestellt. Ein neuer Ghia-X-Modelltyp mit serienmäßiger Klimaanlage und 6-fach-CD-Wechsler wurde zur selben Zeit eingeführt.

Escort Classic[Bearbeiten]

Nach Erscheinen des Nachfolgers Ford Focus wurde der Escort als Escort Classic von Oktober 1998 bis Juli 2000 als fünftüriges Fließheck sowie als Kombi (Turnier) weiter gebaut. Ein 1,6-Liter-Benzinmotor mit 66 kW (90 PS) und ein 1,8-Liter-Turbodieselmotor mit 66 kW (90 PS) waren erhältlich. Trotz guter Bewertungen der Fachpresse für den neuen Focus konnte sich der günstige Escort Classic weiterhin gut verkaufen.

Motorisierungen[Bearbeiten]

Modell Motortyp Hubraum Zylinder/Ventile Leistung kW (PS) Bemerkung Bauzeit
Ottomotoren
1.3i Endura-E 1299 cm³ R4/8V 44 (60) 10/1995–08/1996
1.4i PT-E 1391 cm³ R4/8V 55 (75) 01/1995–10/1998
1.6i Zetec-E 1597 cm³ R4/16V 65 (88) 01/1995–03/1995
1.6i Zetec 1597 cm³ R4/16V 66 (90) 01/1995–07/2000
1.8 16V Zetec 1796 cm³ R4/16V 77 (105) 01/1995–08/1995
1.8 16V Zetec-E 1796 cm³ R4/16V 85 (115) 01/1995–10/1998
1.8 16V Zetec 1796 cm³ R4/16V 96 (130) 01/1995–08/1995
2.0 16V DOHC 1993 cm³ R4/16V 110 (150) RS 2000, ab 06/1996 F1 Edition 02/1995–10/1998
2.0 16V DOHC 1993 cm³ R4/16V 162 (220) RS Cosworth 02/1995–09/1998
Dieselmotoren
1.8 D Endura-D 1753 cm³ R4/8V 44 (60) 01/1995–09/1995
1.8 TD Endura-DE 1753 cm³ R4/8V 51 (70) 12/1995–10/1998
1.8 TD Endura-DE 1753 cm³ R4/8V 66 (90) 01/1995–07/2000

Produktionsende[Bearbeiten]

Im Oktober 1998 wurde der Escort durch den neuen Focus ersetzt. Da der Ruf des Escort wegen Qualitätsmängeln in den 1990er-Jahren immer schlechter geworden war, wollte die Konzernleitung mit dem völlig neu und eigenständig entwickelten Auto und dem neuen Design ein Zeichen setzen und das neue Fahrzeug deutlich von dem in die Jahre gekommenen Escort abgrenzen.

Der letzte Escort lief als Escort Classic im Juli 2000 im britischen Dagenham vom Band.

Weitere Karosserievarianten[Bearbeiten]

Stufenheck[Bearbeiten]

Im September 1983 kam die Stufenheckvariante des Escort ´81 auf den Markt. Sie bekam den eigenen Modellnamen Orion. Ford sah damit vor, den Orion als höherpositioniertes Fahrzeug der Kompaktklasse zu verkaufen und bot ihn deshalb nur mit den größeren Motoren (1,3 und 1,6 Liter) und besseren Ausstattungen (L, GL, Ghia und später eine Sport-Version) des Escort an.

Zeitgleich mit der ersten Überarbeitung des Escort im Februar 1986 wurde auch der Orion modernisiert. Beide trugen nun den werksinternen Zusatz (Escort/Orion) ´86.

Im Juli 1990 wurde die Produktion des ersten Orion beendet. Zeitgleich wurde der Nachfolger auf Basis des Escort ´91 präsentiert. Auch dieser stellte die etwas luxuriösere Escort-Variante dar. Jedoch verkaufte sich diese Generation nicht wie erwartet.

Anfang 1994 wurde der Name Orion fallen gelassen und die Fahrzeuge schlicht als Escort Stufenheck verkauft. Anfang 1995 wurde der Escort Stufenheck noch einmal überarbeitet und den übrigen Karosserievarianten angepasst.

Ende 1998 wurde die Produktion der Stufenhecklimousine eingestellt. Nachfolger wurde Anfang 1999 der Focus in dementsprechender Variante.

Lieferwagen[Bearbeiten]

Ab der ersten Generation des Ford Escort gab es eine Lieferwagenversion ohne hintere Seitenscheiben [4]. Im Gegensatz zu anderen Fahrzeugen dieser Klasse steht der Kasten des Ford seitlich nur ab Höhe der Seitenfenster über den Fahrerbereich nach außen, ähnelt also schon der Form von heutigen Hochdachkombis. Als PKW mit Kastenaufbau (Kastenwagen) bot Ford den auf dem Fiesta basierenden Ford Courier von 1994 bis 2002 an.

Vor dem Escort-Lieferwagen gab es mit dem Ford Thames 307E von Ford of Britain eine analoge Version auf Basis des Escort-Vorgängers Ford Anglia. Nachfolger der Escort-Lieferwagen war der Ford Transit Connect, der eine eigenständige Karosserie bekam, aber dennoch auf der gleichen Plattform basierte wie der Escort-Nachfolger Ford Focus

Ab Anfang 1981 wurde diese Karosserieversion als Ford Express oder Ford Escort Express vermarktet.

Modellbezeichnungen[Bearbeiten]

Bei Ford in Deutschland ist die Identifizierung der einzelnen Baureihen ausschließlich über die Baujahre üblich. Abkürzungen wie Mk (oder MK für Mark, deutsch Modell) gibt es in manchen anderen Märkten wie z. B. Großbritannien.

In Deutschland werden umfangreichere Facelifts (Modellüberarbeitungen) meist als neue Modellgeneration gesehen, in Großbritannien hingegen zählen Facelifts in der Regel nur als geringfügige optische Veränderungen, weshalb die Modelle einzelner Baureihen dort für gewöhnlich über die Baujahre bzw. Modelljahre identifiziert werden. Der Escort ’93 wird dort als Facelift der fünften Baureihe (MK5b) geführt, weshalb dort der Escort nur sechs Baureihen hat.

Auch andere Abkürzungen mit Ziffern, wie z. B. Escort 7 oder Escort VII haben sich außerhalb der Ford-Werke im Laufe der Jahre eingebürgert, die offizielle Bezeichnung erfolgt jedoch nach wie vor über die Baujahre.

Kurzüberblick[Bearbeiten]

Escort ’68 1968–1974
Escort ’75 1974–1977
Escort ’75 (Facelift) 1977–1980
Escort ’81 1980–1986
Escort ’86 1986–1990
Escort ’91 1990–1992 Escort mark5.jpg
Escort ’93 (Facelift) 1992–1995 Escort mark5b.jpg
Escort ’95 (Facelift)
Escort Classic
1995–1998
1998–2000
Escort mark7.jpg

Literatur[Bearbeiten]

  •  Johannes Kuhny: Das Ford Escort Buch. Podszun GmbH, 1989, ISBN 978-3923448586.
  •  Ford-Werke Köln: Ford bewegt - 75 Jahre Ford in Deutschland. Delius Klasing Verlag, Bielefeld 2000, ISBN 3-7688-1239-1.
  •  Rainer Braun, Ferdi Kräling: Momentaufnahmen - Eine Zeitreise durch 75 Jahre Ford Motorsport in Deutschland. HEEL Verlag GmbH, Königswinter 2000, ISBN 3-89365-904-8.
  •  Stefan Rossbach: Ford: Personenwagen seit 1945 (Typenkompass). Motorbuch-Verlag, 2007, ISBN 978-3613026926.
  • Werner Oswald: Deutsche Autos 1945–1975. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 1976
  • Werner Oswald: Deutsche Autos, Bd. 1, S. 401
  • Joachim Kuch: "Ford Escort 1969-2000 - eine Dokumentation". Motorbuch Verlag, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-613-02858-6 (Schrader-Typenchronik)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pressemitteilung der Ford-Werke vom 11. Januar 2010, abgefragt am 15. Januar 2009
  2. ZEIT magazin Nr. 37/1980 vom 5. September 1980, S. 16–22.
  3. http://www.euroncap.com/tests/ford_escort_1999/33.aspx
  4. Ford Escort 6/8cwt Van, MkI and MkII, abgefragt am 8. Mai 2013

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ford Escort – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien