Ford of Europe

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Ford of Europe
Ford.svg
Rechtsform AG
Gründung 1967
Sitz Köln, DeutschlandDeutschland Deutschland
Leitung Stephen Odell (Vorstandsvorsitzender)
Mitarbeiter 69.400 (2009)
Branche Automobilhersteller
Produkte AutomobileVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.ford.eu
www.fordmedia.eu

Ford of Europe ist die europäische Niederlassung der US-amerikanischen Ford Motor Company in Köln.

Modellgeschichte PKW[Bearbeiten]

siehe hierzu: Ford Deutschland, Ford of Britain

Ford of Europe wurde 1967 durch den Zusammenschluss der deutschen und britischen Ford-Niederlassungen gegründet.

1967–1973: Cortina und Escort[Bearbeiten]

4-türiger Ford Cortina Mark I (1965)

Das erste neue Modell nach Gründung von Ford of Europe war der Escort, der im Vereinigten Königreich ab Oktober 1967 gebaut und später im Jahr verkauft wurde. Der Escort war eine Limousine der unteren Mittelklasse mit Heckantrieb und ersetzte den britischen Anglia. Außer im Vereinigten Königreich wurde der Wagen ab 1970 auch in Deutschland gebaut. Zuerst kam die 2-türige Limousine heraus, später gab es auch einen 3-türigen Kombi, einen 3-türigen Lieferwagen und eine 4-türige Limousine. Angetrieben wurde der Escort von Vierzylinder-Reihenmotoren mit 0,95 l, 1,1 l und 1,3 l Hubraum für Benzinbetrieb. Später gab es auch einen 2,0 l-R4-Motor im RS 2000, der eine Höchstgeschwindigkeit von 177 km/h erreichte. Der Wagen wurde schnell sehr beliebt und stach die Modelle der wichtigsten Wettbewerber, wie z.B. Opel und Volkswagen (in Deutschland), Vauxhall, BMC und die Rootes-Gruppe (in Großbritannien) aus. Der Escort erreichte nie solch eine große Dominanz in Europas größtem Automobilmarkt, jagte aber dem Opel Kadett und dem VW Käfer deutliche Marktanteile ab.

Die zweite große Modellvorstellung von Ford of Europe war der Capri, ein Sportcoupé, 1969. Der Wagen basierte im Grunde auf der Heckantriebsplattform des Escort Mk. I, wurde von Motoren mit 1,3 l bis 3,0 l Hubraum angetrieben und wurde ebenfalls in Großbritannien und Deutschland gebaut, an letzterem Standort mit V4- und V6-Motoren. Auch dieses Modell erlangte schnell Popularität und war bei Sportwagenkäufern beliebt, die einmal etwas Anderes wollten als den MGB oder den Sunbeam Alpine.

Im August 1970 wurden in Großbritannien der Cortina Mk. III und in Deutschland der fast baugleiche Ford Taunus TC vorgestellt, der dort den Taunus 12 M / 15 M ersetzte. Die britischen und deutschen Modelle basierten auf der gleichen Plattform, hatten aber leicht unterschiedliche Karosserien und nutzten heimische Motoren als Antrieb, obwohl es beide Wagen mit dem deutschen 2 l-ohc-Vierzylinder-Benzinmotor zu kaufen gab. 1972 war der Cortina das meistverkaufte Auto im Vereinigten Königreich[1].

Im Frühjahr 1972 ersetzte Ford Europe seine Spitzenmodelle (in Großbritannien der Zephyr / Zodiac, in Deutschland der 17 M / 20 M / 26 M) durch den Consul und Granada, die als Limousine, Kombi und Coupé verfügbar waren. Diese Modelle zielten direkt auf den Rover P6, den Audi 100 und den Triumph 2000. Schnell hatten Consul und Granada ihre Konkurrenten in vielen Ländern übertrumpft und 1973 lagen sie an 10. Stelle der Verkaufsstatistik im Vereinigte Königreich. Wie der Capri und der Cortina / Taunus TC wurden die frühen Consul und Granada sowohl in Großbritannien als auch in Deutschland gebaut, aber in jedem Land mit den dort üblichen Motoren.

1974–1980: Escort Mk. II und neuer Fiesta[Bearbeiten]

Ford Fiesta Mk. I (1981)

Ein überarbeiteter Capri II erschien Anfang 1974. Er hatte eine Heckklappe anstatt des gewühnlichen Kofferraumdeckels.

Ford brachte Anfang 1975 den Escort Mk. II heraus. Er unterschied sich von außen deutlich von seinem Vorgänger, besaß aber die gleiche Mechanik. Nur das Einstiegsmodell mit 0,95 l Hubraum, das sich nirgendwo gut verkaufte, fiel weg.

1975 verdrängte Ford British Leyland (mit dem Marken Austin, Morris und Rover) von der ersten Stelle der britischen Zulassungsstatistik[1].

1976 stieg Ford of Europe mit dem Fiesta, dem ersten europäischen Ford als Kombilimousine mit Frontantrieb, in den Kleinwagenmarkt ein. Der Fiesta wurde im Ford-Werk in Valencia in Spanien gebaut und war mit Vierzylinder-Benzinmotoren mit 0,95 l, 1,1 l und 1,3 l Hubraum (wie der erste Escort) erhältlich. In der sportlichen XR2-Version gab es später auch einen Motor mit 1,6 l Hubraum. Nicht nur in Großbritannien und Deutschland, sondern auch in den anderen europäischen Staaten machte das Modell schnell seinen Weg und gehörte bald zu den meistverkauften Autos des Kontinents. Es setzte sich gegen Konkurrenten, wie den VW Polo, den Citroën Visa, den Vauxhall Chevette und den Peugeot 104 durch.

1976 wurde auch der neue Cortina Mk. IV und der nun komplett baugleiche Taunus TC '76, die in Großbritannien weiterhin die Verkaufsstatistik anführten[1]. Sie setzten sich gegen Konkurrenten, wie den Vauxhall Cavalier / Opel Ascona oder den Chrysler Alpine durch.

Im September 1977 wurde der Granada Mk. II vorgestellt. Seit 1976 wurden alle Granadas in Köln hergestellt, der Consul fiel 1975 weg.

Der Capri II kam 1978 und wurde ebenfalls nur in Köln gebaut.

1980 folgte eine der wichtigsten Vorstellungen in der Geschichte von Ford. Der neue Escort Mk. III mit Frontantrieb und ultramodernem Styling wurde ab Oktober in Großbritannien, Deutschland und dem Rest von Europa verkauft. Erstmals gab es den Escort als Kombilimousine; eine Stufenhecklimousine gab es nicht mehr. Der 2,0 l-R4-Motor wurde nicht mehr angeboten; das Spitzenmodell war der XR3 mit 1,6 l-R4-Einspritzmotor.

1981–1989: Sierra, Orion und Scorpio[Bearbeiten]

20 Jahre Cortina-Fertigung in Großbritannien endeten im Oktober 1982, als der neue Sierra herauskam. Der neue Wagen behielt die alte Heckantriebsplattform, was zu einer Zeit, als Autos dieser Größe fast ausschließlich mit Frontantrieb angeboten wurden, etwas überraschte. Die große Neuerung aber war das neue, ultramoderne und aerodynamische Styling, das seiner Zeit weit voraus im Vergleich zu den Konkurrenzmodellen und besonders zum Vorgängermodell war. Anfangs waren die Verkaufszahlen enttäuschend, aber die Nachfrage stieg bald und 1983 war der Sierra an dritter Stelle der britischen Verkaufsstatistik. Der Wagen wurde in Großbritannien und Belgien gebaut und in ganz Europa und darüber hinaus verkauft. Später gab es auch Cosworth-Versionen des Sierra, die es auf eine Höchstgeschwindigkeit von 241 km/h brachten.

1983 erhielt der sieben Jahre alte Fiesta ein großes Facelift. Er war weiterhin als 3-türige Kombilimousine erhältlich, hatte aber weichere Linien, die ihm ein moderneres Aussehen verliehen. Die sportliche XR2-Version gab es auch wieder, aber mit erhöhter Leistung und dem ersten Fünfganggetriebe, das je in einen Fiesta eingebaut wurde. Ebenfalls 1983 gab Ford den Kundenwünschen nach einer Srufenheckversion der erfolgreichen Escort-Kombilimousine nach, die nun das meistverkaufte Auto der Welt war. Die vom Escort abgeleitete Stufenheckversion hieß Orion, war aber höher in der Modellpalette angesiedelt. Der 1,1 l-Motor war nicht erhältlich und es gab nur die besseren Ausstattungsvarianten GL und Ghia. Der Orion war fast so lang wie der Sierra und viele Kunden sahen in ihm den wahren Nachfolger des alten Cortina / Taunus TC.

Im Mai 1985 präsentierte Ford mit dem Scorpio (in Großbritannien weiterhin „Granada“) einen weiteren Meilenstein. Der Wagen basierte auf dem verlängerten Heckantriebsfahrgestell des Sierra und sah sehr viel moderner als alle anderen Autos damals in diesem Marktsegment aus. Der Scorpio war auch das erste Großserienfahrzeug der Welt, das serienmäßig mit ABS ausgestattet war. Gute Ausstattung, ein komfortabler Innenraum und gute Qualität sorgten für den europaweiten Erfolg des nur in Deutschland gefertigten Scorpio. Eine Stufenheckvariante erschien 1989.

Die Fertigung des Sportwagens Capri endete im Dezember 1986 nach 17 Jahren und es gab keinen Nachfolger, da Sportcoupés damals nicht so gefragt waren. Viel populärer waren schnelle Kombilimousinen, wie der Ford Escort XR3i, der Vauxhall Astra GTE / Opel Kadett GTE, der Peugeot 309 GTI oder der VW Golf GTI.

Im Februar 1987 wurde ein ganz neuer Sierra vorgestellt, der vor allen Dingen jetzt auch als Stufenhecklimousine erhältlich war. Die Konkurrenten, wie Austin Montego, der Vauxhall Cavalier / Opel Ascona, der Fiat Croma und der Peugeot 405, boten dies längst. Die Stufenheckausführung hieß Sapphire und war das erste Stufenheckmodell von Ford nach der Einstellung des Cortina / Taunus TC fünf Jahre vorher.

Ein ebenfalls ganz neuer Fiesta wurde im April 1989 vorgestellt. Die wichtigste Neuerung war die lange erwartete fünftürige Version. Auch hier boten die Wettbewerber schon längst fünftürige Modelle, wie den Austin Metro, den Vauxhall Nova / Opel Corsa, den Fiat Uno, den Seat Ibiza oder den Peugeot 205. Neu im Angebot waren auch die 1,0 l- und 1,1 l-HCS-Motoren (High Compression Swirl), die es zusätzlich zu den bewährten 1,3 l- und 1,4 l-Motoren gab. Es gab auch einen 1,8 l-Dieselmotor und die Sportmodelle XR2i und RS Turbo mit 1,6 l-Maschinen. Das Spitzenmodell Ghia war als erster Fiesta mit elektrischen Fensterhebern und ABS ausgestattet.

Den größten Teil der 1980er-Jahre war der Escort das meistverkaufte Auto der Welt; von 1982 bis 1989 führte es jedes Jahr die britischen Verkaufsstatistiken an. Trotz eines Facelifts im März 1986 sah der Wagen am Ende der Dekade aber schon ein bisschen altbacken aus im Vergleich zu seinen Konkurrenten, wie dem Rover 200, dem Peugeot 309, dem Fiat Tipo und dem Vauxhall Astra / Opel Kadett.

1990–1996: “Driven by you”[Bearbeiten]

Ford Escort RS Cosworth Mk. V (1996)

Der Escort Mk. V wurde im September 1990 zusammen mit dem Orion Mk. III vorgestellt, aber die beiden neuen Fahrzeuge stießen auf nur mäßiges Interesse. Das Styling der Autos hatte nicht das Flair der Wettbewerber und auch die Fahreindrücke konnten nicht überzeugen. Die normalen Escort-Modelle erhielten später Gesellschaft von den Hochleistungsversionen RS 2000 und RS Cosworth, die auf positivere Reaktionen stießen. Der Name RS 2000 wurde 1990 abgeschafft und die 1992 vorgestellte neue Version mit 2,0 l-16V-Zetec-Motor, Allradantrieb und einer eindrucksvollen Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h war zweifellos die beste bisher gebaute. Der RS Cosworth war die aufgeladene Version des RS 2000 und brachte es auf eine Höchstgeschwindigkeit von über 240 km/h, die ihm Erfolge in internationalen Rallyes sicherte.

Trotz alledem und trotz eindrucksvoller neuer Modelle vom Wettbewerb, wie Vauxhall / Opel und Rover konnte sich Ford Anfang der 1990er-Jahre sicher in der Spitzenposition der britischen Verkaufsstatistiken halten. Man ließ sogar Brian May ein neues Lied – Driven by you – schreiben, das dann in Ford-Fernsehspots in Großbritannien eingesetzt wurde.

Ford antwortete auf die Kritik an den Unzulänglichkeiten des Escort im September 1992 mit einer kleinen Modellpflege, die in der Einführung dreier neuer Motoren mit 1,4 l, 1,6 l und 1,8 l-16V-Zetec bestand. Letzterer war auch im Fiesta RS 1800 eingesetzt. Auch der Orion profitierte von den Verbesserungen, aber 1993 verschwand dieser Name und die Stufenheckversionen hießen ebenfalls Escort.

1993 führte Ford bei allen Serienmodellen einen serienmäßigen Fahrer-Airbag ein; viele Modelle hatten auch einen Beifahrer-Airbag entweder serienmäßig oder auf Wunsch.

Im Februar 1993 stellte Ford den grundlegend neuen Mittelklassewagen Mondeo vor, der den Sierra ersetzte und mit dem Opel Vectra / Vauxhall Cavalier, dem Peugeot 405 und dem Nissan Primera im Wettbewerb stand. Mit dem Mondeo wurde in dieser Klasse endlich der Schritt zum Frontantrieb getan und das Modell war mit verschiedenen 16V-Vierzylinder-Zetec-Benzinmotoren erhältlich. 1994 kam auch ein 2,5 l-V6 dazu. Der Wagen, der als Kombilimousine, Stufenhecklimousine und Kombi verfügbar war, wurde 1993 zum Auto des Jahres gewählt. Bei seiner Vorstellung kam es kaum ein Frontantriebsauto mit besseren Fahreigenschaften in Europa. 1994 führte Ford auch wieder die Verkaufsstatistik der Mittelklassewagen im Vereinigten Königreich an und verdrängte damit den Vauxhall Cavalier, der sie in den Jahren davor angeführt hatte.

Anfang 1994 hatte Ford mit dem Probe, der im US-amerikanischen Stil gebaut war und auf einem Mazda basierte, auch wieder auf dem Markt für Coupés etwas zu bieten. Der mit 2,0 l-16V-R4-Motor oder 2,5 l-V6-Motor ausgestattete Wagen fuhr sich gut, verkaufte sich aber schlechter als Ford es sich erhofft hatte.

1995 überarbeitete Ford die Modellreihen Fiesta und Escort, um sie mit der immer größer werdenden Zahl von Rivalen wettbewerbsfähig zu halten, die sich anschickten, Fords Marktposition anzugreifen. Eine weitere Neuvorstellung in diesem Jahr war der SUV Galaxy, der auf Anhieb die Verkaufsstatistik der Vans im Vereinigten Königreich anführte.

1996–2003: New-Edge-Design[Bearbeiten]

1996 führte Ford das „New-Edge-Design“ in seine Baureihen ein. Einige der Modelle mit dem auffälligen neuen Look waren komplett neu, andere waren nur facegeliftete Versionen früherer, konservativerer Konstruktionen.

Hauptartikel: New-Edge-Design

1996 drang Ford mit dem eigenartig benannten und eigenartigen gestylten Ka in den Markt für Kleinstwagen ein, wurde aber 1997 bei der Konkurrenz Auto des Jahres vom Renault Scénic auf Platz 2 verwiesen. Der Ka besaß das Fahrgestell des Fiesta und seinen 1,3 l-Benzinmotor, was für ein solch kleines Auto zu guten Fahreigenschaften führte. Kritik erregten der wenige Platz auf den Rücksitzen und der kleine Kofferraum. Ungefähr zur selben Zeit erhielt der Mondeo ein Facelift mit schärfer konturierter Front und neuen Sitzen, die den Rücksitzpassagieren mehr Platz boten.

Ebenfalls auf dem Fiesta-Fahrgestell entstand das elegante Coupé Puma 1997, das mit zwei Motoren aus dem Fiesta-Programm mit 1,4 l oder 1,7 l Hubraum erhältlich war. Der Puma bekam Beifall für sein apartes Aussehen und seine hervorragenden Fahreigenschaften, nur der wenige Platz auf den Rücksitzen erregte Kritik.

Mit der Produktionseinstellung des Scorpio – wie der Wagen seit 1995 auch im Vereinigten Königreich hieß - verabschiedete sich Ford im Mai 1998 aus der oberen Mittelklasse. Das eigenartige Styling der Facelift-Version, das kaum ein Parallele in anderen europäischen Ford-Modellen oder auch in europäischen Konkurrenzmodellen fand, trug zum Misserfolg des Modells bei, aus dem Ford schließlich die Konsequenzen zog.

Ford Focus (2001)

1998 kam mit der Einführung des Nachfolgemodells Focus das Ende für den Escort. Da der Focus vollkommen anders als alles Andere auf europäischen Straßen damals aussah, setzte Ford die Fertigung des Escort bis Juli 2000 fort, um den Kunden die Möglichkeit zu geben, sich an das neue Design zu gewöhnen. Aber Ford hätte sich nicht vor den Publikumsreaktionen auf den neuen Focus Angst haben müssen, denn dieser wurde mehrfach zum Auto des Jahres gewählt. Auf dem Höhepunkt der Produktion verließ durchschnittlich alle 12 Sekunden ein Focus die Montagelinien in Saarlouis (Deutschland), Valencia (Spanien), Wayne (Michigan) (USA) und Hermosillo (Mexiko).

1998 kam auch der Nachfolger des Probe in Gestalt des Cougar. Wie auch sein Vorgänger entstand der Cougar in den USA und war mit 2,0-l- und 2,5-l-Motoren ausgestattet. Anders als sein Vorgänger basierte der auf der Frontantriebsplattform des Mondeo. Für ein Coupé bot er sehr viel Platz und glänzte mit hervorragenden Fahreigenschaften. Die Verkaufszahlen in Europa waren recht niedrig und so bot man den Wagen ab 2001 nur noch in den USA an.

Der alternde Fiesta erhielt sein zweites Facelift im Herbst 1999 und verkaufte sich immer noch glänzend dank seiner guten Fahreigenschaften und seines guten Handlings, die sein Alter erfolgreich verschleierten. Die Innenausstattung gehörte damals zu den besten im Kleinwagenbereich, wenn auch der Platz – besonders auf den Rücksitzen - nicht überzeugen konnte. Diesen Makel behob man 2002, als der vollkommen neue Fiesta in den Verkauf ging. Dieser neue Fiesta sollte in Köln und Valencia gebaut werden, wobei in jedem Werk etwa alle 27 Sekunden ein Fiesta die Bänder verließ. Damit war auch die PKW-Produktion von Ford im Vereinigten Königreich nach etwa 90 Jahren beendet, auch wenn Nutzfahrzeuge und Motoren noch in Dagenham gebaut wurden.

Der Mondeo wurde gänzlich erneuert Ende 2000 vorgestellt, wurde aber vom Alfa Romeo 147 beim Wettbewerb Auto des Jahres geschlagen. Der neue Mondeo war preiswerter als sein Vorgänger, aber sein größter Vorteil lag in der komfortablen Ausstattung und den guten Fahreigenschaften, die ihn in der Mittelklasse zurück an die Spitze brachten. Auch wenn die Nachfrage in diesem Marktsegment in den 2000er-Jahren in Europa leicht sank, blieb der Mondeo doch Großbritanniens beliebtester Mittelklassewagen bis 2007, als ihn der facegeliftete Vauxhall Vectra ausstach.

Mit der Fertigungseinstellung des Puma Anfang 2002 hatte Ford wiederum kein Angebot im Coupésektor mehr.

2003 brachte Ford mit dem C-Max erstmals ein Fahrzeug im wachsenden Kompaktvan-Sektor. Der C-Max war - unüblicherweise – das erste Modell auf einer neuen Plattform, die ein Jahr später auch dem neuen Focus dienen sollte.

seit 2004: Kinetic Design[Bearbeiten]

Ford Fiesta (2008)

Die zweite Generation des Focus – Kombilimousine, Stufenhecklimousine und Kombi – kamen im Dezember 2004 in den Verkauf und schlossen sich nahtlos an den Vorgänger an. Das neue Modell wurde für seine komfortable Ausstattung, seine guten Fahreigenschaften und seine Zuverlässigkeit gelobt. Einziger Kritikpunkt war sein unorganisches Design, das sich wenig von dem des Vorgängers unterschied.

2006 wurden der neue S-MAX und die zweite Generation des Galaxy vorgestellt. Beide Wagen hatten die gleiche Plattform, aber der S-MAX war billiger und sportlicher, während der Galaxy luxuriöser ausgestattet und eher praxisorientiert war. Der S-MAX wurde der erste Van der zum Auto des Jahres gewählt wurde.

Im Juni 2007 wurde die dritte Generation des Mondeo vorgestellt. Mit dem 1,6-Liter-R4-Motor als Basismotorisierung ist er erschwinglicher als sein Vorgänger.

Der 2005 überarbeitete Fiesta wurde Ende 2008 durch ein komplett neues Modell ersetzt, das als Fiesta Econetic auch mit Diesel- und Fiesta LPG mit flüssiggasgetriebenen Motoren erhältlich ist.

Dem Fiesta im Styling entspricht der Ka der zweiten Generation, der seit 2009 auf dem Markt ist.

2005 feierte Ford den 30. Jahrestag der Führung in der britischen Popularitätsskala. Der Focus war der meistverkaufte Wagen im Vereinigten Königreich, der Fiesta stand auf dem fünften Platz und der Mondeo auf dem neunten Platz. Dennoch war der Abstand zwischen Ford und seinen Verfolgern geringer denn je; Vauxhall und Renault lagen nur ein kleines Stück hinter Ford.

2008 kaufte Ford die Mehrheit der Aktien von Automobile Craiova in Rumänien. Der Transit Connect ist das erste Modell, das dort produziert wird. Auch die Produktion des B-MAX und des 1,0-Liter-EcoBoost-Motors wurden in diesem Werk aufgenommen.[2].

Nutzfahrzeuge[Bearbeiten]

Die Nutzfahrzeugabteilung von Ford of Britain gehörte zu Ford of Europe, bis sie 1986 an die Iveco-Division von Fiat in Italien verkauft wurde. Die letzten bedeutenden Modelle waren der Ford Transcontinental und der Ford Cargo.

Traktoren[Bearbeiten]

Die Fertigung von Ford-Traktoren in Europa wurde nach dem Verkauf der Abteilung an Fiat 1993 eingestellt und der Name wurde von Ford New Holland in New Holland geändert. New Holland gehört heute zu CNH Global. Traktoren wurden in den Werken Antwerpen in Belgien und Basildon im Vereinigten Königreich gefertigt.

Wichtigste europäische Standorte[Bearbeiten]

Die Gesellschaft hat ihre wichtigste Teststrecke in Lommel in Belgien.

Montagewerke[3][Bearbeiten]

Werk Ort Land Mitarbeiter Produkte Eröffnungsjahr
Automobile Craiova Craiova RumänienRumänien Rumänien 4500 B-MAX 1976
Köln Karosserie & Montage Köln-Niehl DeutschlandDeutschland Deutschland 4405 Fiesta 1931
Ford Otosan Montage Gölcük (Kocaeli) TurkeiTürkei Türkei 7534 Transit, Transit Connect 2001
Ford Vsevolozhsk Montage Sankt Petersburg RusslandRussland Russland 2665 Focus, Mondeo 2002
Genk Karosserie & Montage Genk BelgienBelgien Belgien 4731 Mondeo, seit 2006: S-MAX, Galaxy 1964
Saarlouis Karosserie & Montage Saarlouis DeutschlandDeutschland Deutschland 6524 Focus, C-Max (2003 bis 2010) 1970
Southampton Karosserie & Montage Southampton Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 1120 Transit 1953
Valencia Karosserie & Montage Almussafes (Provinz Valencia) SpanienSpanien Spanien 6180 C-Max, Grand C-Max, Kuga 1976

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Motor Industry Facts – 2005. The Society of Motor Manufacturers and Traders Limited. www.smmt.co.uk. Mai 2005
  2. Ford Begins Transit Connect Production in ist new Plant in Craiova, Romania. Media.ford.com. 8. September 2009
  3. Ford Strengthens further its Position in Europe. Ford Motor Company Newsroom