Forheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Forheim
Forheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Forheim hervorgehoben
48.76666666666710.45574Koordinaten: 48° 46′ N, 10° 27′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Donau-Ries
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Ries
Höhe: 574 m ü. NHN
Fläche: 23,26 km²
Einwohner: 569 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 24 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86735
Vorwahl: 09089
Kfz-Kennzeichen: DON, NÖ
Gemeindeschlüssel: 09 7 79 146
Adresse der
Gemeindeverwaltung:

Beuthener Str. 6
86720 Nördlingen
Webpräsenz: www.forheim.de
Bürgermeister: Werner Thum (Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Forheim im Landkreis Donau-Ries
Dornstadt-Linkersbaindt Dornstadt-Linkersbaindt Holzheim (Donau-Ries) Esterholz (gemeindefreies Gebiet) Rain (Lech) Münster (Lech) Holzheim (Donau-Ries) Oberndorf am Lech Mertingen Donauwörth Asbach-Bäumenheim Genderkingen Niederschönenfeld Marxheim Tagmersheim Rögling Monheim (Schwaben) Kaisheim Buchdorf Daiting Fremdingen Auhausen Oettingen in Bayern Hainsfarth Ehingen am Ries Tapfheim Marktoffingen Maihingen Megesheim Munningen Wolferstadt Wallerstein Nördlingen Reimlingen Ederheim Forheim Amerdingen Wemding Wechingen Harburg (Schwaben) Hohenaltheim Deiningen Alerheim Otting Fünfstetten Huisheim Mönchsdeggingen Möttingen Baden-Württemberg Landkreis Ansbach Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Landkreis Eichstätt Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis Aichach-Friedberg Landkreis Augsburg Landkreis Dillingen an der DonauKarte
Über dieses Bild

Forheim (schwäbisch: Fora) ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Donau-Ries und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Ries mit Sitz in Nördlingen.

Geografie[Bearbeiten]

Forheim liegt in der Planungsregion Augsburg.

Es existieren folgende Gemarkungen: Forheim, Aufhausen.

Geschichte[Bearbeiten]

1000 v. Chr.: Die Menschen der Urnenfelderzeit bauen eine Wallanlage.

800 v. Chr.: Die Menschen der Hallstattzeit bestatten einen Fürsten in einem Grabhügel am Weilerhungerberg.

400 v. Chr.: Kelten siedeln nahe Forheim.

200: Römer gründen einige Gutshöfe im Weilerfeld und ein Gebäude namens „Einsiedel", dessen Zweck bis heute unbekannt ist.

1144: Forheim wird zum ersten mal in einer Schenkungsurkunde erwähnt.

1153: Eine Urkunde verbindet den Namen „Forheim" mit dem Bistum Augsburg.

13. Jahrhundert: Das Geschlecht der Forren, mit Sitz in Fronhofen, stirbt aus. Der ganze Besitz wechselt an die Grafen von Oettingen, an das Kloster von Neresheim, an die Spät von Vaimingen, an die Herren von Hürnheim und an die von Scheppach.

1295: Heinrich Spät von Vaimingen schenkt dem Kloster Zimmern einen Hof und zwei Lehen zu Voren.

1305: Bischof Andreas von Würzburg schenkt dem Kloster Zimmern ein Gut von 9 Morgen Acker.

1363: Graf Ludwig der Ältere von Oettingen überlässt gegen 15 Mlt. Getreide jeder Sorte den Kirchensatz zu Vore dem Kloster Zimmern. Von nun an bestimmen die Äbtissingen des Klosters Zimmern die Pfarrer.

1364: Einverleibung der Kirche an Kloster Zimmern durch den Bischof von Augsburg.

1540: Der erste evangelische Pfarrer wird berufen. Sein Name: Michael Pferinger (Pfersinger).

1546: Eine Feuersbrunst zerstört das ganze Dorf mit Kirche und Pfarrhaus bis auf einige Häuser.

1557: Endgültiger Übertritt zum Protestantismus

1628: Aufgrund des dreißigjährigen Krieges finden andauernd Einquartierungen statt; mehrere Plünderungen – die Einwohner fliehen größtenteils nach Nördlingen. Über die letzten zehn Jahre des dreißigjährigen Krieges fehlen Aufzeichnungen.

1638: Nur noch drei Haushaltungen existieren (auf dem Jungbauerhof ein alter Mann und in der Nähe eine alte Frau).

1796: Die kaiserlichen Truppen unter General Montescuculi lagern im Weilerfeld. Es kommt zum Zusammenstoß mit französischen Truppen unter General Moreau. Ein Gewitter vermeidet eine Schlacht, da es noch nicht möglich ist, bei Regen zu schießen. Die Kaiserlichen ziehen ab und verwüsten Forheim. Im Anschluss plündern die Franzosen Forheim. 1806: Forheim wird in das bayerische Königreich eingegliedert.

1819: 18 Häuser brennen ab.

1911: Der Bau einer Wasserleitung wird geplant.

1923: Die Haushalte werden an das Stromnetz des Überlandwerkes Ellwangen angeschlossen.

1956: An Weihnachten gibt es zum 1. Mal in jedem Betrieb fließendes Wasser. Die Flurbereinigung dauert bis 1966.

1959: Die Ortskanalistation und die erste biologische Kläranlage im Kreis Nördlingen werden gebaut.

1975: Der Kindergarten wird eingeweiht.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Aufhausen eingegliedert.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 595 Einwohner[2]
  • 1970: 624 Einwohner[2]
  • 1987: 588 Einwohner
  • 2000: 607 Einwohner
  • 2006: 592 Einwohner
  • 2011: 572 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Werner Thum (Wählergemeinschaft).

Der Gemeinderat besteht aus acht Mitgliedern:

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 197 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 14 T€.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 21 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 216. Im verarbeitenden Gewerbe gab es sechs, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 52 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1.162 ha, davon waren 870 ha Ackerfläche und 291 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergarten: 25 Kindergartenplätze mit 23 Kindern

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Forheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 793.