Forrest J. Ackerman

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Forrest J Ackerman)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Forrest James Ackerman (* 24. November 1916 in Los Angeles; † 4. Dezember 2008 ebenda), auch Mr. Science Fiction genannt, war ein US-amerikanischer Herausgeber, Verfasser und Verleger von Science-Fiction-Literatur.

Forrest J. Ackerman (1990)

Leben[Bearbeiten]

Forrest Ackerman studierte 1934/35 an der University of California in Berkeley, war als Filmvorführer tätig und diente von 1942 bis 1945 in der US Army. Auch bekannt als „Forry“, „4e“ oder „4SJ“, hatte er großen Einfluss auf die Entstehung, Organisation und Verbreitung des Science-Fiction-Fandom und war damit eine Schlüsselfigur für die kulturelle Akzeptanz des Genres in Buch-, Kunst- oder Filmform.

Autor und Redakteur[Bearbeiten]

1926 begann Ackerman, Science-Fiction zu lesen und auch selbst Kurzgeschichten zu schreiben, einige mit Ko-Autoren wie A. E. van Vogt, Robert A. W. Lowndes, C. L. Moore und Donald A. Wollheim. Daneben engagierte sich Ackerman auch für die Welthilfssprache Esperanto.

Als Redakteur arbeitete er bei den Zeitschriften Famous Monsters of Filmland sowie Monsterworld und Spacemen. Er war auch als Literaturagent tätig, vertrat Ray Bradbury, Charles Beaumont und Marion Zimmer Bradley und brachte die Perry-Rhodan-Serie in die USA. Er war mit Walter Ernsting befreundet und half ihm dabei, die deutsche SF-Fan-Szene zu pflegen.

Schauspiel[Bearbeiten]

Schauspielerisch betätigte sich Ackerman in einer Vielzahl von Horror-, Fantasy- und SF-Filmen, meist in kleinen Gastrollen, wobei er auch vor Billigstproduktionen nicht zurückschreckte. Sein wohl kürzester Auftritt fand allerdings im erfolgreichsten aller Musikvideos statt, nämlich in Michael Jacksons Thriller. Mit Horrorlegende Lon Chaney junior spielte er in dessen letztem Kinofilm Dracula vs. Frankenstein aus dem Jahr 1971.

Sammlung Ackerman[Bearbeiten]

Mit seiner umfassenden Sammlung zum Thema Science-Fiction galt Ackerman als einer der größten Kenner der phantastischen Literatur und des phantastischen Films. Die Sammlung umfasste filmhistorische Exponate wie beispielsweise Requisiten und Kostümteile von Lon Chaney aus dem Stummfilm London after Midnight; an seinen Fingern trug er auch im Privatleben die Ringe, die Bela Lugosi in Abbott and Costello meet Frankenstein und Boris Karloff in The Mummy trugen. 2002 zählte die im Ackermansion untergebrachte Sammlung 200.000 Exponate, ehe der Sammler aus gesundheitlichen Gründen gezwungen war, die Stücke nach und nach teilweise zu veräußern. Zu Ackermanns privaten Freunden zählten Genre-Größen wie Vincent Price, Ray Harryhausen, Ray Bradbury und Christopher Lee; in Deutschland pflegte er intensive Kontakte zu dem Autor Rolf Giesen und dem Schau- und Puppenspieler Gerd J. Pohl.

Ehrungen[Bearbeiten]

Nach Ackerman wurde der Forry Award benannt, den die Los Angeles Science Fantasy Society seit 1966 für besondere Verdienste in der Science-Fiction verleiht. Ackerman selbst bekam den Preis im Jahr 2002.

Werke[Bearbeiten]

Sachbücher[Bearbeiten]

  • Science-fiction / Forrest J. Ackerman Taschen 1998, ISBN 3-8228-7295-4, (Forrest J. Ackerman's world of science fiction 1997)

Kurzgeschichten[Bearbeiten]

  • Donovans Idee Pabel 1955
  • Die Frage des Mutanten Pabel 1955 (The mute question 1950)

Filmografie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Albrecht Fritzsche: Mr. Science Fiction. Forrest Ackerman und sein Leben in der Welt der Phantastik, in: Die Welten der Science Fiction. 15 Annäherungen an das erfolgreichste Genre unserer Zeit, Corian-Verlag, Meitingen 1988, ISBN 3-89048-313-5

Weblinks[Bearbeiten]