Forschungseinrichtung
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Eine Forschungseinrichtung oder ein Forschungsinstitut ist eine soziale Einheit, die Forschungsprojekte oder Forschungsprogramme durchführt, wofür eine bestimmte Menge an Ressourcen (Geld, Personal, Informationen, Forschungsinstrumente) zur Verfügung stehen.[1] Der Begriff selbst ist rechtlich ungeschützt.
Forschungsinstitute werden meist von wissenschaftlichen Akademien, von Universitäten oder anderen wissenschaftlichen Vereinigungen getragen. Daneben gibt es Institute, die von Stiftungen, Vereinen und Unternehmen getragen werden. Wenn die Einrichtung nicht eigenständig ist, handelt es sich oft um die "Forschungsabteilung" eines Unternehmens.
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[Bearbeiten] Deutschland
Zu den wichtigsten öffentlichen Forschungseinrichtungen in Deutschland gehören neben einer Vielzahl spezieller Institute der Fakultäten an Universitäten die außeruniversitären Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Leibniz-Gemeinschaft, die Institute der Max-Planck-Gesellschaft und die Bundesinstitute mit Forschungsaufgaben (die sogenannte Ressortforschung). Auch eine Reihe von Akademieinstituten sowie Institute in der Trägerschaft der Länder und Gemeinden sind hier zu nennen.
[Bearbeiten] Österreich
In Österreich sind es neben Sonderformen einiger Hochschulinstitute unter anderem die Forschungsstätten der Boltzmann-Gesellschaft und die Christian-Doppler-Laboratorien. Auch große naturwissenschaftliche Museen betreiben eigene Forschungsabteilungen, u. a. das Naturhistorische Museum in Wien. Andere relevante Institutionen sind z. B. die AGEO (Geoinformation), die ASA (Austrian Space Agency), einige Bereiche des WIFI und des IFES (Empirische Sozialforschung) oder das Krebsforschungszentrum. Generell spielen außeruniversitäre Forschungsinstitute in Österreich allerdings eine geringere Rolle als in Deutschland.
[Bearbeiten] Schweiz
In der Schweiz sind beispielsweise die Forschungsinstitute für Empirische Ökonomie, für Natur- und Ingenieurwissenschaften, für Freizeit und Tourismus (FIF) und für Hochgebirgsklima und Medizin anzuführen. Demgegenüber stellt der Swiss Pharma Contract ein Beispiel von Industrie-gesponserten Forschungsstätten dar.
Auf internationaler Ebene gibt es mehrere staatlich getragene Einrichtungen wie etwa die European Space Agency (ESA), das Kernforschungszentrum CERN und das EMBL, die neben technischen Entwicklungen einen starken Forschungsschwerpunkt haben.
[Bearbeiten] Einzelbelege
- ↑ Heine von Alemann: Zur Struktur sozialwissenschaftlicher Forschungsinstitute in der Bundesrepublik Deutschland. In: Günther Lüschen, (Hg.): Deutsche Soziologie seit 1945. Entwicklungsrichtungen und Praxisbezug. Westdeutscher Verlag Opladen 1979. ISBN 3-531-11479-4. S. 193
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Verzeichnisse von Forschungseinrichtungen
[Bearbeiten] Bei Open Directory Project
- Links zum Thema Wissenschaftliche Fakultäten und Institute im Open Directory Project
- Links zum Thema Forschungseinrichtungen im Open Directory Project
[Bearbeiten] Auf CD
- Vademecum - Stätten der Forschung. Raabe Verlag, 6. 2002 ISBN 3-88649-369-5 (CD-ROM) [Seit 2002 auch als Online-Datenbank unter http://www.vademecum-online.de/ (kostenpflichtig)]
- Euromecum - European Higher Education and Research Institutions. Raabe Verlag, ISBN 3-88649-368-7 (CD-ROM)

