Forschungsschiff

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Forschungsschiffe übernehmen vielfältige Forschungsthemen auf den Meeren. Sie stellen wissenschaftliche Labore auf dem Meer dar und übernehmen Aufgaben in den verschiedenen Disziplinen: Arktis-, Antarktis-, Eis- und Polarforschung, Geologie, Meteorologie, Ozeanografie, Schiffbau, Fischereiwissenschaft, Meeresbiologie und in der Unterwasserarchäologie.

Es hat sich international eine Klasseneinteilung entsprechend der Fahrtbereiche durchgesetzt:

  • global: Schiffe, die auf allen Weltmeeren eingesetzt werden können. Mindestanforderungen: ausreichender Aktionsradius, Standzeit 40 Tage, entsprechende Kommunikationsausrüstung, Länge 65 Meter, Windenkapazität 6000 Meter, Tiefsee-Lotausrüstung, Ladekapazität für wissenschaftliche Ausrüstung 100 Tonnen, 25 Wissenschaftlerplätze
  • ozeanisch: Schiffe, die lediglich einen Ozean befahren, aus europäischer Sicht den Nordatlantik mit Nebenmeeren. Anforderungen: Länge min. 55 Meter, tiefseetaugliche Winden- und Lotausrüstung
  • regional: aus deutscher perspektive Schiffe zum Einsatz in Nord- und Ostsee, Einsatztiefe bis 1000 Meter
  • lokal: Schiffe zur Küstenforschung, Einsatztiefe bis max. 500 Meter

Historische Schiffe[Bearbeiten]

HMS Beagle

Historische bzw. früher eingesetzte Schiffe sind u.a.:

Aktive deutsche Schiffe[Bearbeiten]

Polarforschungsschiff Polarstern am Anleger der britischen Station Rothera an der Antarktischen Halbinsel
BSH-Schiffe Gauss, Atair, Komet und Wega am Kirchenpauerkai in Hamburg

Aktiv in Dienst befindliche deutsche Schiffe (mit Betreiber) sind Anfang 2011:

Das unter deutscher Federführung geplante europäische polareisbrechende Forschungs- und Tiefseebohrschiff Aurora Borealis sollte 2016 fertiggestellt werden, die Verwirklichung des Projektes ist aber aufgrund mangelnder Finanzierung und einer zuletzt negativen Stellungnahme des Wissenschaftsrates vom November 2010[1] fraglich.

Forschungsschiffe anderer Nationen[Bearbeiten]

Andere in Dienst befindliche Schiffe sind u. a.:

USA[Bearbeiten]

  • Alvin, U-Boot, 1964 gebaut
  • FLoating Instrument Platform (FLIP), ein 1962 gebautes US-amerikanisches Spezialschiff ohne eigenen Antrieb, das senkrecht im Wasser aufgerichtet werden kann

Belgien[Bearbeiten]

Frankreich[Bearbeiten]

Russland[Bearbeiten]

Nicht mehr aktive Schiffe[Bearbeiten]

Sowjetunion

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Forschungsschiffe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wissenschaftsrat: Empfehlungen zur zukünftigen Entwicklung der deutschen marinen Forschungsflotte (PDF, 3,2 MB)
  2. Riesige Gas- und Ölvorkommen. In: FAZ-net mobil.
  3. Kreuzfahrt-Anbieter Nautianis; abgerufen am 25. September 2010
  4. Unter Aktuelle Position im Südmeer ist die Karpinsky erwähnt; abgerufen am 25. September 2010
  5. a b Zum 100. Geburtstag von A. G. Kolesnikow; In: Morskoi Gidrofisitscheski Journal (2007) Nr. 6, (russisch); abgerufen am 20. September 2010
  6. Schiffsdaten zur Scholochow auf Forum-schiff unter Die Werften in der DDR und 2. Oktober 2009; abgerufen am 25. September 2010
  7. Details zur S. Wawilow auf nordland Spezial; abgerufen am 25. September 2010