Forst (bei Wissen, Sieg)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Forst
Forst (bei Wissen, Sieg)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Forst hervorgehoben
50.804747.68242272Koordinaten: 50° 48′ N, 7° 41′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Altenkirchen (Westerwald)
Verbandsgemeinde: Hamm (Sieg)
Höhe: 272 m ü. NHN
Fläche: 4,25 km²
Einwohner: 585 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 138 Einwohner je km²
Postleitzahl: 57537
Vorwahl: 02682
Kfz-Kennzeichen: AK
Gemeindeschlüssel: 07 1 32 034
Gemeindegliederung: 8 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Lindenallee 2
57577 Hamm (Sieg)
Webpräsenz: www.hamm-sieg.de
Ortsbürgermeister: Jürgen Mai
Lage der Ortsgemeinde Forst im Landkreis Altenkirchen (Westerwald)
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Über dieses Bild

Forst ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Hamm (Sieg) an.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde Forst im Nördlichen Mittelsiegbergland liegt auf einem Höhenrücken rechts der Sieg zwischen dem Bellingerbach im Westen und dem Holperbach im Osten, etwa fünf Kilometer nordwestlich von Wissen an der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zu Forst gehören außer dem namensgebenden Ort noch die Ortsteile Dellingen, Hof Holpe, Kaltau, Lechenbach, Neuhöfchen, Seifen, Seifermühle, und Wäldchen.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Bis zum Jahr 1806 gehörte Forst zur Grafschaft Sayn-Hachenburg. Forst bildete innerhalb des Kirchspiels Hamm einen „Sende“ genannten eigenen Verwaltungsbezirk, zu dem auch die Orte Dellingen, Holpe, Kaltau, Lechenbach, Neu-Höfchen, Ober-Seifen, Seifen und Wäldchen gehörten.[3] Die Grafschaft Sayn-Hachenburg war 1799 auf dem Erbweg an die Fürsten von Nassau-Weilburg gefallen. 1806 traten die beiden nassauischen Fürsten dem napoleonischen Rheinbund bei, sodass die Region von 1806 an zum Herzogtum Nassau gehörte. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen wurde die Region an das Königreich Preußen abgetreten.[4]

Unter der preußischen Verwaltung wurde Forst der Bürgermeisterei Hamm im neu errichten Kreis Altenkirchen zugeordnet, der von 1822 an zur Rheinprovinz gehörte.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Forst, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[5]

Jahr Einwohner
1815 199
1835 250
1871 365
1905 415
1939 459
Jahr Einwohner
1950 466
1961 452
1970 512
1987 501
2005 668

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Forst besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[6]

Wappen[Bearbeiten]

Erläuterung: Im oberen Dreieck des Wappens erscheint der goldene leopardierte Löwe auf rotem Grund als Zeichen für die frühere Zugehörigkeit zur Grafschaft Sayn. Der Balken in Blau und Gold symbolisiert die beiden Bäche, den Bellingerbach und Holperbach, zugleich symbolisieren die acht Halbkugeln die acht Ortsteile. Als Symbol für Wald und für den Ortsnamen stehen drei Tannen auf goldenem Grund.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Im Ortsteil Seifermühle befindet sich die gleichnamige Mühle, die 1623 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Dieses unter Denkmalschutz stehende Gebäude wurde ab 1987 bis 1992 restauriert und kann nach Voranmeldung besichtigt werden.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Forst – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 10 (PDF; 2,3 MB)
  3. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, 2. Band: Die Karte von 1789. Bonn 1898, S. 371.
  4. Verhandlungen der durch Beschluss der Landesdeputirten-Versammlung ..., Band 1, 1836, S. 583
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen