Fort Kent

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Fort Kent
Fort Kent (Maine)
Fort Kent
Fort Kent
Lage in Maine
Basisdaten
Staat: Vereinigte Staaten
Bundesstaat: Maine
County:

Aroostook County

Koordinaten: 47° 15′ N, 68° 34′ W47.241944444444-68.572222222222186Koordinaten: 47° 15′ N, 68° 34′ W
Zeitzone: Eastern (UTC−5/−4)
Einwohner: 4097 (Stand: 2010)
Bevölkerungsdichte: 29,2 Einwohner je km²
Fläche: 143,4 km² (ca. 55 mi²)
davon 140,3 km² (ca. 54 mi²) Land
Höhe: 186 m
Postleitzahlen: 04743, 04744
Vorwahl: +1 207
FIPS:

23-25755

GNIS-ID: 0582477
Website: www.fortkent.org

Fort Kent ist eine Stadt im Norden des US-Bundesstaats Maine. Sie gehört verwaltungsmäßig zum Aroostook County. Fort Kent liegt östlich des Saint John Rivers, der an dieser Stelle die Staatsgrenze zwischen den Vereinigten Staaten und Kanada bildet.

Die Stadt beherbergt den Campus der 1878 gegründeten University of Maine at Fort Kent mit etwa 1100 Studenten[1] sowie ein Olympisches Biathlon-Training-Center. In Fort Kent befindet sich das 10th Mountain Center, eine von zwei Biathlonanlagen des Maine Winter Sports Centers mit FIS- und IBU-Lizenzen. Dort wurden bereits zahlreiche nordamerikanische Biathlon-Meisterschaften abgehalten.[2] Des Weiteren ist Fort Kent Stätte eines jährlichen kanadisch-amerikanischen Hundeschlitten-Rennens. Das Wirtschaftsleben in der Kleinstadt wird von der Landwirtschaft, insbesondere dem Kartoffelanbau und der Forstwirtschaft sowie von Unternehmen aus der Textilbranche bestimmt. In dem Grenzstädtchen endet die von hier aus nach Süden verlaufende U.S. Highway 1, ebenso die Kanuroute Northern Forest Canoe Trail.

In wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht ist Fort Kent eng mit den kanadischen Städten Clair und Saint-François-de-Madawaska verbunden, beide im Madawaska County in New Brunswick auf der anderen Seite des Saint John Rivers gelegen. Während in den Schulen auf der kanadischen Seite des Gewässers Französisch unterrichtet wird, ist auf der amerikanischen Seite Englisch die Standardsprache. Trotzdem sprechen 62 Prozent der Einwohner Fort Kents gewohnheitsmäßig Französisch, das allerdings im Tal des Saint John Rivers als Valley French bekannt ist und sich als Dialekt zum Teil erheblich vom Standardfranzösischen unterscheidet.[3] Viele Einwohner der Stadt und der Region haben eine doppelte amerikanisch-kanadische Staatsbürgerschaft.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die katholische Kirche St. Louis entstand 1860 und war der erste Sakralbau in Fort Kent. Aufgrund eines starken Wachstums der örtlichen Kirchengemeinde reichte das bisherige Gebäude nicht mehr aus, wurde abgerissen und durch einen größeren, 1882 eingeweihten Kirchenbau ersetzt. Auch dieser hielt nur wenige Jahre lang, bis er 1907 einem Brand zum Opfer fiel. Bereits zwei Jahre später wurde mit der Errichtung eines neuen Kirchengebäudes in gotischem Stil begonnen, das 1911 vollendet wurde. 1951 wurden bei einer Renovierung des Bauwerks Farbglas-Spitzbogenfenster eingebaut, die St. Louis, den Patron der Kirche, repräsentieren sollen.[4]

Ein Überbleibsel aus der Entstehungszeit der Vereinigten Staaten ist das Fort Kent Blockhouse. Es wurde 1839 erbaut, um die Staatsgrenze während des sogenannten Aroostook Wars (1838–1839), einem gewaltlosen Grenzkonflikt zwischen den USA und Britisch-Nordamerika, zu sichern. Es ist heute als National Historic Site ausgewiesen und kann besichtigt werden.[5]

Geographie[Bearbeiten]

Nach Angaben des United States Census Bureau hat die Stadt eine Fläche von 143,4 km²; 140,3 km² davon entfallen auf Land und 3,1 km² auf Gewässer.

Demographie[Bearbeiten]

Beim United States Census 2000 wurden in Kent 4.233 Einwohner in 1.735 Haushalten und 1.106 Familien gezählt. Die Bevölkerungsdichte betrug 30,2 Einwohner/km². Die Zahl der Wohneinheiten war 1.824, das entspricht einer Dichte von 13,0 Wohnungen/ km².

Die Einwohner bestanden im Jahre 2000 zu 96,95 % aus Weißen, 0,38 % African American, 0,76 % Native American, 0,87 % Asiaten, 0,28 % stammten von anderen Rassen und 0,76 % von zwei oder mehr Rassen ab. 0,50 % der Bevölkerung gaben beim Census an, Hispanos oder Latinos zu sein.

In 28,2 % der Haushalte lebten Kinder unter 18 Jahren und in 54,0 % der Haushalte lebten verheiratete Paare zusammen, 6,7 % der Haushalte hatten einen weiblichen Haushaltsvorstand ohne anwesenden Ehemann und 36,2 % der Haushalte bildeten keine Familien. 29,3 % aller Haushalte bestanden aus Einzelpersonen und in 13,0 % war jemand im Alter von 65 Jahren oder älter alleinlebend. Die durchschnittliche Haushaltsgröße war 2,34 Personen und die durchschnittliche Familie bestand aus 2,90 Personen.

Von der Einwohnerschaft waren 22,3 % weniger als 18 Jahre alt, 11,3 % entfielen auf die Altersgruppe von 18 bis 24 Jahre, 26,9 % waren zwischen 25 und 44 Jahre alt 24,0 % zwischen 45 und 64 Jahre. 15,5 % waren 65 Jahre alt oder älter. Das Durchschnittsalter war 38 Jahre. Auf jeweils 100 Frauen entfielen 96,3 Männer; bei den über 18-Jährigen entfielen auf 100 Frauen jeweils 91,7 Männer.

Das Durchschnittseinkommen pro Haushalt betrug 29.547 US-$ und das mittlere Familieneinkommen war 41.616 US-$. Die Männer verfügten durchschnittlich über ein Einkommen von 35.325 US-$, gegenüber 19.146 US-$ für Frauen. Das Pro-Kopf-Einkommen belief sich auf 16.403 US-$. Etwa 9,5 % der Familien und 14,5 % der Bevölkerung lebten unterhalb der Armutsgrenze; dies betraf 13,7 % derer unter 18 Jahren und 18,2 % der Altersgruppe 65 Jahre oder älter.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Quick Facts. University of Maine at Fort Kent, 2011, abgerufen am 8. Februar 2011 (englisch).
  2. USA - Fort Kent - Biathlon an der Grenze zu Kanada. Biathlon-online UG, 26. Februar 2006, abgerufen am 11. September 2012 (deutsch).
  3. Percentage of the total population speaking French, 1990, Aroostook. Franco-American Center at the University of Maine and Department of Geography of Laval University, abgerufen am 8. Februar 2011 (englisch).
  4. Parish History. St. John Vianney Parish, 2011, abgerufen am 8. Februar 2011 (englisch).
  5. Fort Kent State Historic Site. Maine Bureau of Parks and Lands, 2009, abgerufen am 8. Februar 2011 (englisch).