Fortschrittliche Bürgerpartei in Liechtenstein

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Fortschrittliche Bürgerpartei)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Fortschrittliche Bürgerpartei in Liechtenstein
Logo
Partei­vorsitzender Elfried Hasler (ad interim)
Gründung 1918
Haupt­sitz Vaduz
Aus­richtung Christdemokratie, Konservatismus
Farbe(n) Schwarz (Blau, Orange)
Parlamentsmandate 10 von 25 (Landtag, 2013)
Website www.fbp.li

Die Fortschrittliche Bürgerpartei in Liechtenstein (FBP) ist eine christlich-konservative Partei im Fürstentum Liechtenstein.

Sie wurde 1918 als Reaktion auf die Entstehung der sozial-konservativen Volkspartei Liechtensteins ins Leben gerufen und betrieb eine christlich-konservative bis reaktionäre Politik. Sie wurzelte in bäuerlich-gewerblichen Milieu und war im Klerus stark verankert. Sie regierte von 1928 bis 1970, von 1974 bis 1978, 1993 (Februar bis Oktober) und 2001 bis 2005 mit einer absoluten Mehrheit der Mandate (2001 gewann sie mit 49 % der abgegebenen Stimmen 13 der 25 Parlamentssitze).

In den Auseinandersetzungen (2001–2003) um eine Verfassungsänderung, welche die Position des Fürsten Hans-Adam II. und die direktdemokratischen Rechte der Wähler stärkte und die Position der gewählten repräsentativen Volksvertretung (Liechtensteinischer Landtag) und Regierung insgesamt schwächte, schlugen sich Parteiapparat und FBP-Mandatare – oft in Gegensatz zu vorher geäusserten Positionen – auf die Seite der Befürworter dieser Bestrebungen. Die Bevölkerung befürwortete die Verfassungsänderung im März 2003 mehrheitlich. Bei den Parlamentswahlen 2005 verlor die FBP ihre absolute Mehrheit im Parlament, blieb aber stimmenstärkste Partei Liechtensteins. Zusammen mit der Vaterländischen Union (VU) bildete sie eine Koalitionsregierung.

Bei den Landtagswahlen am 8. Februar 2009 wurde die FBP von der VU als stärkste Partei abgelöst. Regierungschef Otmar Hasler erklärte daraufhin seinen Rücktritt. Nachfolger Haslers wurde der VU-Politiker Klaus Tschütscher. Bei der Landtagswahl 2013 konnte die FBP trotz Verlusten von 3,5 Prozent wieder stimmenstärkste Partei werden und stellt deshalb in der aktuellen Regierungskoalition mit Adrian Hasler wieder den Regierungschef sowie zwei weitere Regierungsräte.

Weblinks[Bearbeiten]