Fotbollsallsvenskan

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Fotbollsallsvenskan
Offizielles LogoVorlage:InfoboxFußballwettbwerb/Wartung/Logoformat
Verband Svenska Fotbollförbundet
Erstaustragung 1924
Mannschaften 16
Meister Malmö FF (18. Titel)
Rekordmeister Malmö FF (18)
Rekordtorschütze Sven Jonasson (252)
Website www.svenskfotboll.seVorlage:InfoboxFußballwettbwerb/Wartung/Webseite
Qualifikation für UEFA Champions League
UEFA Europa League

Die Fotbollsallsvenskan ist die höchste Fußball-Liga in Schweden und besteht aus 16 Mannschaften. Die Saison beginnt im April und dauert bis November. Sie löste 1925 als landesweite Liga die Svenska Mästerskapet ab, in der im Pokalmodus der Landesmeister ermittelt wurde. In der UEFA-Fünfjahreswertung der europäischen Ligen nimmt die Allsvenskan für 2012 Rang 23 ein.[1]

Modus[Bearbeiten]

Die 16 Mannschaften treffen im Verlauf der Saison zweimal auf jede andere Mannschaft. Der Tabellenführer nach dem abschließenden 30. Spieltag ist schwedischer Meister und erhält den Lennart-Johansson-Pokal. Er ist im folgenden Sommer in der Qualifikation zur UEFA Champions League spielberechtigt. Die Mannschaften auf den Rängen Zwei und Drei erreichen die Qualifikation für die UEFA Europa League.

Am Ende der Spielzeit steigen die beiden Tabellenletzten direkt in die Superettan ab, während der Drittletzte in einer Relegationsrunde in Hin- und Rückspiel auf den Tabellendritten der zweiten Liga um den Klassenerhalt spielt. Durch die Aufstockung der Liga auf 16 Mannschaften nach der Spielzeit 2007 stieg in der Saison 2007 nur der Tabellenletzte direkt ab.

Mannschaften[Bearbeiten]

In der Saison 2015 spielen folgende Mannschaften in der Allsvenskan:

Geschichte[Bearbeiten]

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Bis 1948[Bearbeiten]

Vor 1925 existierte keine landesweite Liga in Schweden. Die schwedische Meisterschaft wurde daher im Pokalmodus ausgerichtet. Zunächst wurden in vier regionalen Meisterschaften, Östsvenskan (Ostschweden), Mellansvenskan (Mittelschweden), Västsvenskan (Westschweden) und Uppsvenskan (Nordschweden), die regionalen Meister ausgespielt. Diese spielten dann um den schwedischen Meistertitel, wobei das Endspiel (mit drei Ausnahmen) immer in Göteborg oder Stockholm stattfand. Die vier Meisterschaften wurden 1925 zur Fotbollsallsvenskan vereinigt, wobei Allsvenskan „Die Gesamtschwedische“ bedeutet. Jedoch galt der Sieger der Allsvenskan erst ab 1931 auch als offizieller schwedischer Meister. Der Name Allsvenskan war bis 1955 in gewisser Weise irreführend, da Mannschaften aus Norrland (d. h. nördlich von Stockholm) lange Zeit nicht in der höchsten Liga spielen durften, da die südschwedischen Mannschaften nicht die langen Fahrzeiten und die damit verbundenen Fahrtkosten auf sich nehmen wollten. Das Gleiche galt für die Insel Gotland, die vom Spielbetrieb in der höchsten Liga vorerst ausgeschlossen war. Erst seit den 1950er Jahren durften alle Vereine in der Allsvenskan spielen.[2] Ein anderer strittiger Punkt war, ob Fußballspieler Amateure oder Profis sein sollten. Offiziell galt das Amateurstatut, das heißt, es war nicht erlaubt, für Geld zu spielen (mit Ausnahme einer Aufwandsentschädigung). Malmö FF verstieß 1934 gegen dieses Statut und musste zwangsabsteigen.[3] Es scheint jedoch, dass das verdeckte Profitum zu jener Zeit recht verbreitet war. Torbjörn Andersson ist der Auffassung, dass seit den 1920er Jahren jeder Fußballspieler ungefähr die Hälfte seines Einkommens aus dem Fußball bezog. Die Einkommen waren oft indirekter Natur, das heißt, sie bestanden aus Anzügen, Reisen usw.[4]

1948–1958: Die goldene Ära[Bearbeiten]

Eine erste Blütephase erlebte die Allsvenskan nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Gewinn der Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 1948 bildete den Beginn einer goldenen Ära des schwedischen Fußballs. In dem hart umkämpften Finale von Wembley gewannen die Schweden nach Toren von Gunnar Nordahl und Gunnar Green mit 3:1 gegen Jugoslawien.[5] Bei der Weltmeisterschaft in Brasilien 1950 erreichte die Mannschaft den 3. Platz.[6] Bei der Fußball-WM 1958 schließlich gelang es der schwedischen Nationalmannschaft, nach dem Viertelfinalsieg gegen die Sowjetunion und einem 3:1 gegen Westdeutschland ins Finale vorzustoßen.[7] Wie war dies möglich? Der entscheidende Faktor war sicherlich, dass Schweden nicht vom Zweiten Weltkrieg betroffen gewesen war. Während andere Länder Verluste zu beklagen hatten, die sich auch negativ auf den Sport auswirkten, konnte Schweden eine Sportbewegung im Schatten des Krieges aufbauen.[8] Gunnar Nordahl war einer der Stars in dieser Phase des schwedischen Fußballs. Ziemlich unverzüglich nach dem Gewinn der olympischen Medaille 1948 wechselte er in das italienische Ausland. Andere Spieler folgten in den darauffolgenden Jahren.[9]

Besagter Gunnar Nordahl sowie Nils Liedholm und andere gehörten während des Turniers von 1948 der starken Mannschaft von IFK Norrköping an,[10] die die Allsvenskan in jenen Jahren dominierte: 1948, 1952, 1956 und 1957 gewann der IFK die Meisterschaft.[11] Die andere dominierende Mannschaft in dieser Zeit war Malmö FF, die die Allsvenskan 1949, 1951 und 1953 für sich entscheiden konnte.[12] Ein Blick auf die Nationalmannschaft während der WM 1950 macht deutlich, dass auch hier mehrere Spieler von Malmö im Kader der schwedischen Auswahl standen.[13]

Im neugeschaffenen Europapokal der Landesmeister schieden die schwedischen Mannschaften regelmäßig früh aus. Norrköping nahm zweimal am Wettbewerb teil und scheiterte beide Male in der 1. Runde. Lediglich Djurgårdens IF konnte in der Saison 1955/56 immerhin bis ins Viertelfinale vordringen.[14]

1958–1971: Zwischen Amateurismus und Professionalismus[Bearbeiten]

Die Vizeweltmeisterschaft 1958 markierte zugleich auch das Ende der sehr erfolgreichen Nachkriegszeit für die schwedische Nationalmannschaft. Der Erfolg wirkte sich jedoch stimulierend auf die Allsvenskan aus, da 1959 mit 13.369 Zuschauern pro Spiel ein neuer Zuschauerrekord aufgestellt wurde. 1959 ging die Allsvenskan auch zu dem bis heute gültigen Schema über, in dem nach dem Kalenderjahr gespielt wird. Grund waren vor allem die klimatischen Gegebenheiten Schwedens.

Zu Beginn der 60er Jahre dominierte noch der IFK Norrköping den schwedischen Fußball, doch der Titel 1963 sollte gleichzeitig auch der letzte für beinahe 30 Jahre sein. Danach verschob sich das Gewicht zugunsten der Vereine aus den drei Großstädten (Stockholm, Göteborg, Malmö), aus denen alle Meister von 1964 bis 1971 kamen. Die 60er konnten jedoch auch mit einer kleinen Überraschung aufwarten: Der 1968 in die Allsvenskan aufgestiegene Östers IF wurde auf Anhieb Meister.

International spielte der schwedische Fußball in den 60er Jahren keine größere Rolle. Während andere Fußballligen längst mit der Professionalisierung und der Kommerzialisierung begonnen hatten, galt in Schweden bis 1967 das Amateurstatut. Die Einführung des Europapokals der Landesmeister hatte zudem eine Bühne geschaffen, in der sich die besten Mannschaften messen konnten, gleichzeitig wurden diese Spiele aber auch zu einer großen Einnahmequelle für die Vereine. Das Ausbleiben von Erfolgen für schwedische Vereine ließ somit die Allsvenskan ins Hintertreffen geraten.

1972–1981: Åtvid und Öster[Bearbeiten]

Anfang der 70er Jahre verschob sich das Gewicht kurzfristig zugunsten des kleinen Ortes Åtvidaberg (südlich von Linköping). In der Stadt mit 10.000 Einwohnern war das Unternehmen Facit AB im Büromaschinenbau groß geworden und Stadt und Unternehmen lebten hier quasi in einer Symbiose. Dadurch erlebte auch der Fußballverein Åtvidabergs FF einen Aufschwung. Der gesamte Verein wurde patriarchalisch geführt und konnte durch die finanziellen Mittel Facits Spieler aus anderen Städten abwerben, zum Beispiel bediente sich der Verein regelmäßig bei Degerfors IF. Dadurch stieg der Verein 1967 in die Allsvenskan auf und gewann zwei Meisterschaften in den Jahren 1972 und ’73.[15]

Im Europacup schlug sich der ÅFF achtbar. Im Pokal der Pokalsieger 1971/72 konnte die Mannschaft zuerst den FC Chelsea besiegen und kam bis ins Viertelfinale, wo sie gegen BFC Dynamo verlor. 1973/74 scheiterte man denkbar knapp gegen den FC Bayern München nach Elfmeterschießen in der 1. Runde und 1974/75 war erst im Viertelfinale gegen den FC Barcelona Schluss.[16]

Einen ähnlichen Höhenflug wie Åtvidaberg erlebte der Verein Östers IF aus Växjö ein paar Jahre später. Zwischen 1978 und 1981 wurde Öster dreimal Meister. Im Europapokal der Landesmeister konnte Öster jedoch nicht mit Åtvidaberg mithalten: Öster nahm dreimal teil und kam bei keiner Teilnahme über die 1. Runde hinaus. Im UEFA-Cup lief es ein wenig besser, hier konnte der Verein in der Saison 1976/77 immerhin die 3. Runde erreichen.[17]

Der erfolgreichste Verein während dieser Periode war aber ohne Zweifel Malmö FF. Di blåe gewannen nicht nur fünfmal die Allsvenskan, sondern konnten 1979 sogar bis ins Finale des Europapokals der Landesmeister vorstoßen. Dem Erfolg lag ein neues Spielsystem zugrunde, das die Engländer Roy Hodgson und Bob Houghton nach Schweden exportiert hatten: ein defensiver Fußball, der zwar unattraktiv, aber dafür sehr effektiv gegen stärkere Mannschaften eingesetzt werden konnte. Im Finale trafen sie auf Nottingham Forest, das die Partie mit 1:0 für sich entscheiden konnte.[18]

1982–1992: UEFA-Cup-Sieger IFK Göteborg[Bearbeiten]

Anfang der 80er Jahre übernahm der junge Trainer Sven-Göran Eriksson den damals relativ erfolglosen IFK Göteborg. Eriksson kopierte im Großen und Ganzen das System von Houghton und Hodgson, das sie so erfolgreich mit Malmö eingesetzt hatten.[19] Das führte zunächst dazu, dass sich der IFK drei Meisterschaften in folge (1982–1984) sichern konnte, zudem gewann der Verein die Allsvenskan 1987. Darüber hinaus konnte Blå-vitt auch mit Erfolgen im Europapokal der Landesmeister aufwarten. Der Verein schaffte es 1984/85 bis ins Viertelfinale und scheiterte 1985/86 erst im Halbfinale gegen den FC Barcelona nach Elfmeterschießen.[20] Der allergrößte Erfolg des Vereins war aber zweifellos der zweimalige Gewinn des UEFA-Pokals: zum ersten Mal 1982, als Göteborg den Hamburger SV mit insgesamt 4:0 schlug, und zum zweiten Mal 1987 gegen Dundee United. Damit ist der IFK der einzige schwedische Verein, der einen internationalen Erfolg vorweisen kann.[21]

Seit 1982 versuchte sich die Allsvenskan auch an einem Play-off-System. Bis 1990 wurde der Meister nach einer einfachen Hin- und Rückrunde in Halbfinale und Finale ermittelt.[22] Es zeigte sich jedoch seit 1986, dass die Zuschauerzahlen rückläufig waren: Im Schnitt sahen nur noch gut 4.000 Zuschauer ein Spiel der Allsvenskan.[23] Möglicherweise empfanden die Zuschauer die Allsvenskan mit Vorrunde und anschließendem Play-off als zu lang. Welche Gründe auch immer dahintersteckten, änderte die Liga das System erneut in den Jahren 1991 und 1992, als die Allsvenskan auf 10 Vereine verkleinert wurde und die besten sechs Mannschaften nach einfacher Hin- und Rückrunde die sogenannte Meisterrunde ausspielten, in der der Meister in einfacher Hin- und Rückrunde ermittelt wurde. 1993 änderte man das Konzept erneut: Die Allsvenskan wurde auf 14 Mannschaften erweitert und die Mannschaft, die nach Hin- und Rückrunde die meisten Punkte hat, ist schwedischer Meister.[24]

1993–2001: Das Bosman-Urteil und die Folgen[Bearbeiten]

War der Erfolg von Göteborg in den 80ern bereits unübersehbar, so schlug dies in den 1990er Jahren in eine totale Dominanz um: Von 1993 bis 1996 gewann der IFK alle Meisterschaften. Diese nationalen Triumphe ermöglichten gleichzeitig auch stärkere professionelle Strukturen im Verein. Fehlinvestitionen und die Verpflichtung von Spielern mit zu hohen Gehältern leerten die Kasse des IFK Göteborg allerdings zunehmend. Hinzu kam, dass einige Spieler ihre Karrieren beendeten oder verletzungsbedingt ausfielen.[25]

Nach der Dominanz von Göteborg wechselten sich Halmstads BK, AIK Stockholm und Helsingborg ab mit dem Gewinn der Meisterschaft. Besagter HIF gewann die letzte Meisterschaft der 90er Jahre und qualifizierte sich ausserdem für die Champions League nach Elfmeterschiessen gegen Mailand. Der Erfolg hatte seinen Grund in der Verpflichtung von statken Trainern in Form von Åge Hareide (heutiger Trainer der erfolgreichen Mannschaft von Malmö FF) und Nanne Bergstrand (späterer Meistertrainer von Kalmar FF) sowie neuer wirtschaftlicher Möglichkeiten. [26]

In Europa verliefen die 1990er Jahre relativ erfolgreich für die schwedischen Mannschaften. Der IFK Göteborg nahm an der Champions League 1992/93 teil, schied aber als Gruppenzweiter aus. 1994/95 gewann die Mannschaft ihre Gruppe, verlor jedoch das Viertelfinale gegen Bayern München denkbar knapp (0:0, 2:2). Auch 96/97 sowie 97/98 nahm der IFK an der Champions League teil, musste sich jedoch in beiden Fällen mit dem letzten Platz begnügen. 1999/2000 schaffte es der AIK Stockholm noch einmal, an dem heißbegehrten Wettbewerb teilzunehmen, bevor Helsingborgs IF das bislang letzte Mal die Qualifikation gelang. Beide Vereine erreichten lediglich den letzten Platz in ihrer Gruppe.[27]

Wie war dieser schleichende Niedergang des schwedischen Fußballs zu erklären? Es scheint, als ob vor allem der Beitritt Schwedens zur Europäischen Union und das Bosman-Urteil im Jahr 1995 eine wichtige Rolle gespielt haben. Dadurch öffnete man den Spielermarkt für ausländische Großvereine, die nun mehr denn je Talente auch in den schwedischen Ligen suchten. Der erste Spieler, der ablösefrei aus der Allsvenskan ins Ausland wechselte, war Christer Fursth, der zum 1. FC Köln ging. Das Problem hierbei war, dass schwedische Vereine bis 1995 Geld bekamen, falls ein Spieler ins Ausland wechselte. Diese Ablösesummen fielen nun weg. Am Ende wurden die Spieler mit höheren Gehältern entlohnt, während die Vereine zu den Verlierern zählten. Vor allem die sogenannten Ausbildungsvereine standen oft mit leeren Händen da, wenn der Spieler den Verein verließ. Befürworter des Bosmanurteils merken jedoch an, dass das alte System mit seinen Ablösesummen einer Art Leibeigenschaft gleichkam, und meinen deshalb, dass das neue System dem alten vorzuziehen ist. Gleichzeitig ist man sich relativ einig, dass die Wettbewerbsfähigkeit der Allsvenskan im europäischen Vergleich gesunken ist (siehe oben).[28]

Seit 2001: Professionalisierung und Kommerzialisierung[Bearbeiten]

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.
Flutlichtspiel zwischen IFK Göteborg und GAIS im September 2008

Die 2000er Jahre wurden von Versuchen geprägt, zumindest mit vergleichbaren Ligen (z. B. Norwegen oder Österreich) mithalten zu können. Zum ersten führte man 2001 ein Lizenzierungsverfahren ein (‚elitlicens‘), in dem jeder Klub unter anderem eine positive Kapitalbilanz am Jahresende vorweisen muss.[29] Des weiteren wurde die Allsvenskan stärker kommerzialisiert, d.h. die Einnahmen stiegen deutlich an. So verdreifachten sich sowohl die Zuschauer - als auch die Sponsoreneinnahmen zwischen 2000 und 2011 [30] Ein wichtiger Grund für den Anstieg der Zuschauereinnahmen war u.a. der Bau neuer Stadien, was mit besseren Vermarktungschancen (z.B. Verkauf des Stadiennamens) verbunden war.[31] Auch die Fernsehgelder stiegen und steigen weiter an und werden 2016 knapp ca 1,1 Mio. € für den Letzten und knapp 2 Mio. € für den Meister betragen.[32] Insgesamt betrug der Umsatz der Allsvenskan 2012 ca. 130 Mio. € und lag damit hinter vergleichbaren Ligen wie der österreichischen Bundesliga (150 Mio. €), der dänischen SAS-Liga (160 Mio.) oder der schottischen Premier League (170 Mio.). Ganz zu schweigen von der ersten Liga in Belgien (270 Mio) oder den Niederlanden (400 Mio.)[33] Somit ist die Allsvenskan im Augenblick noch weit davon entfernt mit den Spitzenvereinen vergleichbarer Ligen mitzuhalten.

Durch die gestiegenen Einnahmen sind auch die Spielergelter angestiegen. Verdiente ein Spieler der Allsvenskan im Jahr 2000 durchschnittlich etwa 55.000 € pro Jahr, waren es 2008 bereits etwa 80.000 €.[34] Bis 2015 waren die Löhne noch einmal etwas angestiegen (82.000 €).[35] Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass zwischen den Vereinen ein starkes Lohngefälle existiert. 2011 hatte AIK Stockholm mit ca 75.000 € pro Spieler den höchsten Durchschnittslohn, während sich Syrianska FC am unteren Ende der Tabelle mit ca 20.000 € befand.[36] Zudem gibt es auch grosse Lohnunterschiede zwischen den einzelnen Spielern. 2013 verdienten Spitzenspieler wie Anders Svensson (Elfsborgs IF) oder Tobias Hysén (IFK Göteborg) knapp 350.000 € während sich die Spieler am unteren Ende der Skala mit Gehältern zwischen 10.000 bis 20.000 € begnügen mussten.[37] An dem insgesamt angestiegenen Lohnniveau wird jedoch kritisiert, dass es strategisch besser gewesen wäre, in die Jugendarbeit zu investieren.[38]

Im Europacup schieden schwedische Mannschaften oft früh aus. 2014 gelang es jedoch Malmö FF sich erstmals seit 14 Jahren wieder für die Champions League zu qualifizieren.[39] Zuvor scheiterten die schwedischen Meister Jahr um Jahr am Einzug in die Königsklasse des europäischen Klubfußballs. So unterlag z. B. der Meister Malmö FF 2005 dem schweizerischen Thun.[40] Dasselbe Schicksal ereilte Djurgården 2006 gegen Ruzomberok (Slowakei), IFK Göteborg gegen den FC Basel 2008, Kalmar gegen Debrecen (Ungarn) 2009 sowie AIK Stockholm gegen Rosenborg Trondheim (Norwegen) 2010.[41] 2012 scheiterte Helsingborgs IF an Celtic Glasgow, 2013 verlor Elfsborgs IF gegen denselben Verein.[42]

Im UEFA-Cup bzw. der Europa League bot sich ein ähnliches Bild. 2005 scheiterte Djurgårdens IF an Cork City (Irland), Gefle IF verlor 2006 gegen Llanelli AFC (Wales), im selben Jahr verlor der IFK Göteborg gegen Derry City, 2008 verlor Elfsborgs IF gegen St. Patrick (beide aus Irland), auch 2011 scheiterte Elfsborg, diesmal an Ålesund aus Norwegen. Im Jahr darauf bot sich ein ähnliches Bild, als Elfsborg gegen Horsens aus Dänemark verlor. [43]

Man kan also feststellen, dass schwedische Mannschaften regelmäßig gegen Vereine ausscheiden, die in Ligen spielen, die – nach der Größe des jeweiligen Landes zu urteilen – eigentlich schlagbar sein müssten. Die Frage, die man sich immer wieder in den schwedischen Medien stellt, ist also, wie man das Niveau so weit anheben kann, dass die Vereine der Allsvenskan in den europäischen Wettbewerben zumindest weiter als bisher vordringen können. Eine Alternative könnte eine andere Verteilung der Fernseheinnahmen sein. Bislang werden diese relativ gleichmäßig verteilt. Dadurch entsteht eine relativ ausgeglichene Liga, aber eben auch eine Liga ohne entsprechende Mannschaften, die sich in Europa behaupten können. Eine Option wäre, dieses Modell so zu verändern, dass die Spitzenteams mehr Geld bekommen und sich damit bessere Spieler leisten beziehungsweise Leistungsträger halten können. Auf der anderen Seite droht in diesem Fall eine Fußballliga nach norwegischem Muster, wo Rosenborg Trondheim die Tippeligan 13 mal in Folge gewinnen konnte.[44] Denn wenn die Allsvenskan ein Markenzeichen hat, ist es unter anderem ihre Ausgeglichenheit: In den Jahren 2000 bis 2010 gewannen acht verschiedene Vereine die Liga.[45] Manche Experten wie Anders Lingblad (Svenska Dagbladet) sehen in der Allsvenskan die ausgeglichenste Liga überhaupt, in der Jeder Jeden schlagen kann.[46]

Gewalt im schwedischen Fußball[Bearbeiten]

Der schwedische Fußball wurde wie überall in Europa seit seinen Anfängen von Gewalt unter Zuschauern begleitet, z.B. musste das Spiel zwischen Örgryte IS und IFK Göteborg im Jahr 1913 wegen Zuschauerausschreitungen abgebrochen werden. Ab den 30er Jahren und bis weit in die 80er Jahre waren Hooligans in Schweden jedoch weitgehend unbekannt. Das Aufkommen sogenannter "Firmen" in den 90er Jahren hat die Gewalt jedoch wieder neu entfacht.[47] Große Aufmerksamkeit bekam dabei der Fall von Tony Deogan im Sommer 2002, als dieser bei einer Schlägerei zwischen Fans von IFK Göteborg und AIK Stockholm ums Leben kam.[48] Einem Artikel des Svenska Dagbladets zufolge hat die Gewaltbereitschaft unter Fußballfans in den letzten Jahren zugenommen. Allein in Stockholm, berichtet die Zeitung, gibt es etwa 150 potenziell gewaltsame Fußballfans.[49] Ein Artikel im Dagens Nyheter beschreibt den durchschnittlichen schwedischen Fußballhooligan als Mann um die 25. Unter den Personen, die Zutrittsverbot zu den Stadien erhalten haben, ist jeder Dritte wegen Drogenkonsum, jeder Vierte wegen Misshandlungen und jeder Zweite allgemein wegen Verbrechen vorbestraft.[50] Im März 2014 wurde die Debatte über Gewalt im schwedischen Fußball neu entfacht als ein Fan von Djurgården Stockholm bei der Saisonpremiere in Helsingborg bei Fanausschreitungen schwer misshandelt wurde und kurze Zeit später seinen Verletzungen erlag.[51]

Schwedische Meister in der Allsvenskan[Bearbeiten]

Meister nach Spielzeit[Bearbeiten]

Meister nach Anzahl[Bearbeiten]

Schwedische Meister vor der Allsvenskan[Bearbeiten]

Bis 1925 wurde der Schwedische Meistertitel in einem Pokalsystem ermittelt. Diese Titel sind oben nicht einberechnet.

Rekordmeister der Allsvenskan[Bearbeiten]

  • 1925:00000 GAIS (1)
  • 1926:00000 GAIS/Örgryte IS (je 1)
  • 1927:00000 GAIS (2)
  • 1928–1929: GAIS/Örgryte IS (je 2)
  • 1930:00000 GAIS/Örgryte IS/Helsingborgs IF (je 2)
  • 1931–1932: GAIS (3)
  • 1933:00000 GAIS/Helsingborgs IF (je 3)
  • 1934–1947: Helsingborgs IF (4–5)
  • 1948–1951: Helsingborgs IF/IF Norrköping (je 5)
  • 1952–1974: IF Norrköping (6–11)
  • 1975–1976: IF Norrköping/Malmö FF (je 11)
  • 1977–1995: Malmö FF (12–14)
  • 1996–2004: Malmö FF/IFK Göteborg (je 14)
  • 2005–2006: Malmö FF (15)
  • 2007–2009: Malmö FF/IFK Göteborg (je 15)
  • 2010–2014: Malmö FF (16–18)


1 Zwischen 1925 und 1930 wurde der schwedische Meistertitel nicht ausgespielt.
2 Nach der Spielzeit 1957/58 wurde der Spielrhythmus dem Kalenderjahr angepasst.
3 1901 wurde der Titel an AIK vergeben, da der Einbruch der Dunkelheit ein Spiel unmöglich machte.
4 1912 war ein drittes Spiel nötig.
5 Göteborgs IF war ein Farmteam von Örgryte IS.
6 Die Meisterschaft 1924 wurde erst im Frühjahr 1925 entschieden, da im Herbst 1924 starke Regenfälle eine Entscheidung verhinderten.

Ewige Tabelle[Bearbeiten]

In der ewigen Tabelle liegt Rekordmeister Malmö FF knapp vor IFK Göteborg. Bläulich hinterlegte Vereine spielen in der Saison 2015 in der Allsvenskan.

Pl. Verein Jahre Sp. S U N T+ T- Diff. Punkte Ø-Pkt. Titel
 1. Malmö FF 79 1889 930 480 479 3378 2254 +1124 3270 1,73 18
 2. IFK Göteborg 82 1941 930 459 552 3627 2589 +1038 3249 1,67 15
 3. AIK Solna 86 2037 859 535 643 3388 2790 +598 3112 1,53 5
 4. IFK Norrköping 74 1747 745 434 568 3082 2530 +552 2669 1,53 12
 5. IF Elfsborg 71 1696 692 412 592 2847 2607 +240 2488 1,47 6
 6. Helsingborgs IF 64 1533 690 333 510 2894 2371 +523 2403 1,57 7
 7. Djurgårdens IF 59 1432 579 356 497 2268 2042 +226 2093 1,46 7
 8. Örgryte IS 56 1306 487 321 498 2153 2048 +105 1782 1,36 3
 9. Halmstads BK 52 1289 457 331 501 1838 1978 −140 1702 1,32 4
10. GAIS Göteborg 54 1253 464 294 495 1969 2029 −60 1686 1,35 4
Stand: Saisonende 2014[52]

UEFA-Fünfjahreswertung[Bearbeiten]

Platzierung in der UEFA-Fünfjahreswertung (in Klammern die Vorjahresplatzierung). Die Kürzel CL und EL hinter den Länderkoeffizienten geben die Anzahl der Vertreter in der Saison 2015/16 der Champions League bzw. der Europa League an.

Stand: Ende der Europapokalsaison 2013/14[53]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zugangsliste 2009/10
  2. http://fotbollshistoria.se/allsvenskan.html
  3. http://www.ne.se/rep/friidrotts-vm-amat%C3%B6rfr%C3%A5gan-i-historisk-belysning
  4. http://www.ne.se/rep/nationalsporten-kung-fotboll
  5. http://www.expressen.se/nyheter/dokument/os-i-london-1948---svensk-segerfest-i-skuggan-av-kriget/
  6. http://sverigesradio.se/sida/gruppsida.aspx?programid=2835&grupp=12344&artikel=1307025
  7. http://fogis.se/om-svff/ar-for-ar/klassiska-landslag/vm-1958/slutspelet-vm-1958/
  8. http://www.expressen.se/nyheter/dokument/os-i-london-1948---svensk-segerfest-i-skuggan-av-kriget/
  9. http://wwwc.aftonbladet.se/special/1900/50/sport.html
  10. http://fogis.se/om-svff/ar-for-ar/klassiska-landslag/os-1948/spelare-i-guldlaget/
  11. http://ifknorrkoping.se/om-ifk/historik
  12. http://www.mff.se/Ditt_MFF/Om_klubben/Historik/1940-1969
  13. http://fogis.se/om-svff/ar-for-ar/klassiska-landslag/vm-1950/spelare-i-bronslaget-1950/
  14. http://svenskfotboll.se/cuper-och-serier/uefa-champions-league/europacuperna/
  15. http://www.slideshare.net/Christiansandstrom/in-swedish-facit-och-ff
  16. http://svenskfotboll.se/cuper-och-serier/uefa-champions-league/europacuperna/
  17. http://svenskfotboll.se/cuper-och-serier/uefa-champions-league/europacuperna/
  18. http://www.aftonbladet.se/sportbladet/fotboll/sverige/article11849193.ab
  19. http://svenskfotboll.se/arkiv/svensk-fotboll/2012/03/80-talet-europas-basta-klubblag/
  20. http://svenskfotboll.se/cuper-och-serier/uefa-champions-league/europacuperna/
  21. http://svenskfotboll.se/arkiv/svensk-fotboll/2012/03/80-talet-europas-basta-klubblag/
  22. [1]
  23. Zuschauerzahlen und Torschützenkönige
  24. http://www.allsvenskan.se/om-allsvenskan/
  25. http://www.aftonbladet.se/sportbladet/fotboll/sverige/allsvenskan/article10216371.ab
  26. http://www.hif.se/StandardPage.aspx?id=cbbfce38-aae9-4c74-8cd4-a0178e39a74a http://www.hif.se/StandardPage.aspx?id=120d9ad6-bc27-4e5b-bfba-f6d7d35baa92
  27. http://www.fotbollskanalen.se/allsvenskan/fakta-svenska-lag-i-champions-league/
  28. http://www.gp.se/sport/1.51376-bosmanfallen-doms-inte-langre-lika-hart
  29. http://www.offside.org/kristof-vogel/2013/elitlicensen-sa-fungerar-den
  30. http://www.offside.org/kristof-vogel/2013/sa-ska-allsvenskan-fordubbla-intakterna
  31. http://www.fotbolldirekt.se/2013/11/01/svenska-nyarenakrisen-analys-det-har-ar-ett-maste/
  32. http://www.svt.se/sport/fotboll/mer-tv-pengar-till-allsvenskan
  33. http://www.fotbollskanalen.se/allsvenskan/allsvenskan-slapar-efter---sa-ska-fans-fran-aik-bajen-mff-blavitt-och-dif-lyf/
  34. [2]
  35. http://www.idrottensaffarer.se/namn/2010/09/hur-hog-lon-fick-anders-svensson http://www.aftonbladet.se/sportbladet/fotboll/sverige/allsvenskan/helsingborg/article20344686.ab
  36. http://www.fotbolltransfers.com/site/news/25500
  37. http://nyheter24.se/sport/fotboll/allsvenskan/758127-sa-mycket-tjanar-din-favorit-i-allsvenskan
  38. [3]
  39. http://www.fotbollskanalen.se/allsvenskan/fakta-svenska-lag-i-champions-league/
  40. http://www.svt.se/sport/fotboll/malmo-chanslosa-mot-taggat-thun
  41. http://www.dn.se/sport/fotboll/svenska-misslyckanden-i-champions-league-kvalen/
  42. http://www.dn.se/sport/fotboll/elfsborg-utslaget-i-cl-kvalet/
  43. http://www.fotbolldirekt.se/2013/06/16/svenska-europa-fiaskon-genom-aren/
  44. http://www.offside.org/kristof-vogel/2013/sa-blir-fler-vinnare-i-champions-league
  45. http://sverigesradio.se/sida/gruppsida.aspx?programid=2835&grupp=12344&artikel=4158235
  46. http://www.svd.se/sport/allsvenskan-ska-vara-helt-oforutsagbar_8401094.svd
  47. http://www.aftonbladet.se/kultur/bokrecensioner/article17302779.ab
  48. http://www.dn.se/nyheter/sverige/huliganism-till-dods/
  49. http://www.svd.se/nyheter/inrikes/antalet-fotbollshuliganer-okar-i-sverige_520081.svd
  50. http://www.dn.se/nyheter/sverige/var-tredje-huligan-domd-for-narkotikabrott/
  51. http://www.skanskan.se/article/20140330/SPORT/140339991/-/supporter-dodad-efter-brak-i-helsingborg
  52. Allsvenska maratontabellen 1924/25-2014. Abgerufen am 3. Februar 2015 (schwedisch).
  53. Bert Kassies: Aktuelle UEFA-Fünfjahreswertung 2014. Abgerufen am 2. Februar 2015 (englisch).