Foum-Zguid

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Foum-Zguid
Wappen fehlt
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Foum-Zguid (Marokko)
Foum-Zguid
Foum-Zguid
Basisdaten
Staat: Marokko
Region: Guelmim-Es Semara
Provinz: Tata (Provinz)
Koordinaten 30° 5′ N, 6° 52′ W30.086111111111-6.8736111111111650Koordinaten: 30° 5′ N, 6° 52′ W
Einwohner: 9.000
Höhe: 650 m
Landschaft nördlich von Foum-Zguid

Foum-Zguid (arabisch: فم زكيد) ist eine Oasenstadt mit etwa 9.000 Einwohnern in der Provinz Tata in der Region Guelmim-Es Semara im Süden Marokkos.

Lage[Bearbeiten]

Die etwa 650 m hoch gelegene Kleinstadt Foum-Zguid liegt am Rand der etwa 1500 m hohen Berggipfel der südlichen Ausläufer des Anti-Atlas-Gebirges etwa 137 km (Fahrtstrecke) östlich von Tata an der N12. Bis nach Tazenakht bzw. Ouarzazate sind es etwa 85 km bzw. 175 km in nördlicher Richtung. Von Foum-Zguid führen zwei Stein- bzw. Sandpisten nach Zagora oder Mhamid, die jedoch lange Zeit nur für Fahrzeuge mit Allradantrieb und in einem kleinen Konvoi befahrbar waren, doch ist man dabei, eine Asphaltdecke aufzutragen (Stand August 2013).

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Bevölkerung Foum-Zguids besteht nahezu ausschließlich aus Angehörigen verschiedener Berberstämme der Umgebung. Die meisten sind – wegen ausbleibender Regenfälle in ihren Heimatdörfern, aber auch aus soziokulturellen Gründen (Hoffnung auf Arbeit, Verbesserung der materiellen Lebensbedingungen und der Gesundheitsvorsorge, bessere Möglichkeiten zur schulischen Ausbildung der Kinder etc.) – seit den 1970er Jahren in die Städte abgewandert.

Wirtschaft[Bearbeiten]

In früheren Jahrhunderten stand die Selbstversorgung im Zentrum des Wirtschaftens. Erst nach Fertigstellung einer Piste von Guelmim über Akka nach Tata und weiter nach Ouarzazate während der französischen Kolonialzeit konnten die in der Dattelpalmenoase erzeugten Lebensmittel auch auf regionalen oder überregionalen Märkten abgesetzt werden. Gleichzeitig kamen neue Gemüsepflanzen (Kartoffeln, Tomaten etc.) in die Gegend und bereicherten den Speiseplan. Auch heute noch beherrscht die Oasenwirtschaft das Leben der meisten Bewohner; produziert werden in erster Linie Datteln, Oliven, Granatäpfel und Feigen, aber auch Getreide- (Gerste, Weizen, Mais) und Gemüseanbau (Ackerbohnen, Möhren, Tomaten etc.) ist möglich. Über den Bereich der Landwirtschaft hinaus haben sich etliche Kleinunternehmen im Handwerks-, Geschäfts- und Dienstleistungssektor entwickelt.

Geschichte[Bearbeiten]

Wie bei allen Berberdörfern fehlt zur Geschichte von Foum-Zguid jedwede schriftliche Überlieferung. Man kann jedoch davon ausgehen, dass die Palmenoase bereits von frühen Jägern und Sammlern entdeckt und einige Jahrhunderte später von Nomaden dauerhaft besiedelt wurde. Das Vieh (Schafe, Ziegen, Hühner) konnte jedoch nicht mehr frei herumlaufen, sondern musste in Pferchen oder Ställen gehalten werden, wodurch sich der Bestand erheblich verkleinerte. In der Phase der Sesshaftwerdung waren wiederkehrende und oft genug tödlich endende Konflikte zwischen den Oasenbewohnern und umherziehenden Viehnomaden nicht selten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In Foum-Zguid gibt es keinerlei Sehenswürdigkeiten von historischer oder kultureller Bedeutung. Einige der neuen, in ockerfarbenen Tönen gestrichenen Häuser im Ortszentrum haben vor der Sonne schützende Arkadenvorbauten im Erdgeschoss.

Weblinks[Bearbeiten]