Fränkische Schweiz

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Gebiet der Fränkischen Schweiz
Burgruine Neideck, ein Wahrzeichen der Fränkischen Schweiz

Die Fränkische Schweiz ist eine Region in Oberfranken (Bayern), die ihren Eigennamen durch kulturelle und geologische Besonderheiten erhalten hat. Es ist eine charakteristische Berg- und Hügellandschaft mit markanten Felsformationen und Höhlen sowie einer hohen Dichte an Burgen und Ruinen.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten]

Die Fränkische Schweiz ist der nördliche Teil der Fränkischen Alb. Oft wird das Gebiet, das durch die Flüsse Main im Norden, Regnitz im Westen und Pegnitz im Osten oder durch die Bundesautobahnen 70 im Norden, 9 im Osten und 73 im Westen begrenzt wird, als Fränkische Schweiz betrachtet. Das eigentliche Gebiet der Fränkischen Schweiz umfasst jedoch nur das Einzugsgebiet der Wiesent.

Die Region erstreckt sich über Teile der Landkreise Bamberg, Bayreuth, Forchheim . Zu den bekanntesten Orten gehören Pottenstein, Gößweinstein, Muggendorf, Ebermannstadt, Streitberg, Egloffstein und Waischenfeld.

Ihre Grenzen sind:

Informationen über die Fränkische Schweiz findet man z. B. im Fränkische Schweiz-Museum in Tüchersfeld mit seinen umfangreichen regionalen Sammlungen. Es ist untergebracht im sogenannten Judenhof unterhalb zweier steil aufragender Felstürme.

Wirtschaftsverband Fränkische Schweiz[Bearbeiten]

Zum Wirtschaftsverband Fränkische Schweiz gehören 18 Gemeinden in zwei Landkreisen:

Geologie und Entstehung[Bearbeiten]

Turmkarst-Felsen in Tüchersfeld, 2008

Im Weißen Jura lag vor etwa 161 bis 150 Millionen Jahren ganz Süddeutschland im Bereich eines Flachmeeres. In dieser Zeit wurden wegen ständiger Absenkung der Kruste mächtige Gesteinsfolgen am Meeresgrund abgelagert. Die Fränkische Schweiz ist geprägt von diesen Kalk- und Dolomitfelsen des Weißen Jura. Es handelt sich um eine typische Karstlandschaft mit tief eingeschnittenen Flusstälern und trockenen, kargen Hochflächen. In den geschichteten Kalksteinen werden viele Fossilien gefunden, vor allem Ammoniten.

Durch Hebungen der europäischen Kontinentalplatte gegen Ende des Oberen Jura zog sich das Meer zurück und größere Flächen wurden zu Beginn der folgenden Kreidezeit zunächst Festland. Während dieser Zeit herrschte tropisches Klima und es kam zu einer intensiven Verwitterung der vorher entstandenen Kalk- und Dolomitgesteine. In der Oberkreide stieß erneut ein Meer in den Bereich der Fränkischen Schweiz vor.

Im Tertiär erfolgte durch regionale Hebung ein erneuter Meeresrückgang sowie eine teilweise Freilegung der Juralandschaft.

Geschichte des Tourismus[Bearbeiten]

Der Tourismus in der Fränkischen Schweiz begann in Muggendorf zu Anfang des 19. Jahrhunderts. Im benachbarten Streitberg wurden Molkekuren angeboten. Die touristischen Impulse gingen aber von den Höhlen aus. Die Fränkische Schweiz ist eine der ältesten Urlaubsregionen Deutschlands.

Benennung[Bearbeiten]

Ludwig Tieck, Schwarzweißporträt
Verkehrskarte aus dem Jahr 1912
Postkarte von der Behringersmühle bei Gößweinstein, 1895
Museumszug mit Diesellokomotive V 36 123 auf der Bahnstrecke Forchheim–Behringersmühle, 2008

Früher hieß die Gegend Muggendorfer Gebürg. Die ersten Reisenden kamen zur Zeit der Romantik. Als „Entdecker“ gelten die beiden aus Berlin stammenden Studenten Ludwig Tieck und Wilhelm Heinrich Wackenroder, die in Erlangen Jura studierten. Mit ihrem Bericht aus dem Jahr 1793 begeisterten sie ihre Zeitgenossen. Die Formulierung „Fränkische Schweiz“ taucht erstmals im Reisebericht Meine neueste Reise zu Wasser und Land oder ein Bruchstück aus der Geschichte meines Lebens (1807) des Erlanger Gelehrten Johann Christian Fick auf. Fick verwendet die Benennung auch in seiner Historisch-topographisch-statistischen Beschreibung von Erlangen und dessen Gegend (1812). Als eigenständige Landschaftsbezeichnung etablierte sie sich mit dem Buch Die kleine Schweiz (1820) von Jakob Reiselsberger aus Waischenfeld beziehungsweise mit Joseph Hellers Buch Muggendorf und seine Umgebung oder die Fränkische Schweiz (1829). Mit Schweiz bezeichnete man im 19. Jahrhundert gerne Landschaften mit Bergen, Tälern und Felsen (z. B. Sächsische Schweiz, Märkische Schweiz, Mecklenburgische Schweiz oder Holsteinische Schweiz).

Bald pilgerten vornehme Kurgäste zur Erholung nach Muggendorf. Zu den Besuchern gehörten unter anderen Karl Immermann und Richard Wagner. Auch Ernst Moritz Arndt und Joseph Victor von Scheffel gerieten über diesen Landstrich ins Schwärmen und bezeichneten die Fränkische Schweiz als „Schlupfwinkel des deutschen Gemüts“.

Im Vorwort zu seinem Reiseführer schrieb der Bamberger Privatgelehrte Dr. Joseph Heller:

„Unter die reizendsten und angenehmsten Gegenden Deutschlands gehört gewiß jene um Muggendorf, indem hier in mannigfaltigen Richtungen fruchtbare Thäler mit bald sanft ansteigenden, bald jäh sich erhebenden Bergreihen zu einem an den reizendsten Naturschönheiten reichen Ganzen auf einer kleinen Fläche sich vereinigen. Mit Recht führt dieser obschon kleine Erdstrich doch die Benennung der fränkischen Schweiz. Was die Schweiz im Großen gibt, findet man hier in verjüngtem Maßstabe, und oft für das Auge angenehmer, indem man es überschauen und als ein Bild auffassen kann, statt daß dort in manchen Gegenden der winzige Mensch die Größe der Natur nicht zu sehen vermag, und von den ungeheuern Felsenmassen gleichsam erdrückt wird.
Hier läßt sich die hehre Natur mehr zum Menschen herab, sie lächelt ihm bald freundlich in anmuthigen Gebirgslinien, untermischt mit üppigen Laub- und Nadelholz - Parthien, bald zeigt sie sich in ihrer ernsten Größe in grauen mächtigen Fels-Aufthürmungen. Ueppige Wiesen, fruchtbare Felder, malerisch unter Bäumen halb versteckte Dörfer, krystallhelle Berggewässer, lustig und frisch über und durch Felsentrümmer dahin strudelnd, fröhlicher Gesang der Vögel in den Lüften, und der derbes, verständiges, in seinen Sitten noch einfaches, arbeitsames Völkchen, findet hier der harmlose Reisende zum fröhlichen Genusse der Gegenwart einladend.“

Heller versuchte schon damals, dieses Gebiet einzugrenzen und schlug einen Radius von sechs Stunden Fußmarsch um Muggendorf vor. Wörtlich heißt es in seinem Buch:

Die Gegend um Muggendorf, welche nicht mit Unrecht auch die Fränkische Schweiz genannt wird, liegt unter dem 28° 51' östlicher Länge von Ferro und unter dem 49° 48' nördlicher Breite und macht fast einen Mittelpunkt Deutschlands aus.“

Durch den Ausbau des Eisenbahnnetzes wurde die Fränkische Schweiz immer leichter zugänglich. Es gab Bahnlinien von Bayreuth nach Hollfeld, von Forchheim über Ebermannstadt bis Behringersmühle und von Gasseldorf nach Heiligenstadt.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts übernahm der Fränkische-Schweiz-Verein die Erschließung. Der 1901 gegründete Verein war von der Wandervogelidee angeregt und kümmerte sich um eine Verbesserung der Verkehrswege. Um den Fremdenverkehr professionell zu betreiben, wurde diese Aufgabe bereits in den 1930er Jahren Gebietsausschüssen übertragen.

Heute wird das „Land der Burgen, Höhlen und Mühlen“ vom Gebietsausschuss Fränkische Schweiz, dem die Landkreise Forchheim, Bayreuth, Kulmbach und Bamberg angehören, vermarktet.

Die liebliche Gegend zieht alljährlich viele Tausende Erholungssuchende, Wanderer und Naturfreunde an. Unter Motorradfahrern ist die Fränkische Schweiz aufgrund ihrer engen und kurvenreichen Straßen sehr beliebt. An schönen Wochenenden herrscht ein sehr hohes Verkehrsaufkommen durch Auto- und Motorradfahrer. Der wohl beliebteste und bekannteste Motorradfahrer-Treffpunkt in Nordbayern ist Kathi-Bräu in Heckenhof (bei Aufseß).

Merkmale der Fränkischen Schweiz[Bearbeiten]

Berge[Bearbeiten]

Walberla aus der Vogelperspektive, 2005

Der markanteste von vielen Bergen ist das vom Volksmund so genannte „Walberla“, ein Tafelberg östlich von Forchheim. Die offizielle Bezeichnung des Massivs ist Ehrenbürg. Die Ehrenbürg besteht aus dem 532 m hohen Rodenstein und dem 512 m hohen Walberla. In einer Urkunde von 1360 wird die Walburgis-Kapelle auf dem Berg erstmals erwähnt. Sie hat der Ehrenbürg zu ihrem volkstümlichen Namen Walberla verholfen. In jener Urkunde wird auch ein Jahrmarkt erwähnt. Das Walberlafest jeden ersten Sonntag im Mai zieht heute Tausende von Besuchern an.

Wegen der seltenen Pflanzen wurde das Walberla unter Naturschutz gestellt. Archäologische Funde zeugen von einer Besiedlung des Walberla bereits ca. 1000 v. Chr. Befestigungsanlagen der Kelten (ca. 500 v. Chr.) sind heute noch erkennbar. Von hier aus hat man einen Blick ins Regnitz- und Wiesenttal. Im Hintergrund sind noch der Bamberger Dom und die Neubauten von Erlangen zu erkennen. Das Gebiet ums Walberla ist geprägt von dem größten geschlossenen Süßkirschenanbau in Europa. Auch bei Drachenfliegern ist das Walberla sehr beliebt, auch wenn sie ihren Drachen den Berg hoch tragen müssen, da die Zufahrt mit dem PKW nicht erlaubt ist.

Neben dem Walberla gibt es noch weitere sehr gute Aussichtspunkte in der Fränkischen Schweiz. Die wichtigsten sind:

Kletterer am Signalstein, 2009

Klettergebiete[Bearbeiten]

Kletterroute „Action directe“ im Krottenseer Forst, 2006

Siehe Hauptartikel: Klettergebiet Nördlicher Frankenjura

Die Fränkische Schweiz ist mit über 6.500 Routen eines der am besten erschlossenen Klettergebiete der Welt. Hier wurde der erste Haken einzementiert und hier hatte das Rotpunkt-Klettern seine Wurzeln. Durch die vielen Lochfelsen und Überhänge ist die Fränkische Schweiz eines der wichtigsten außeralpinen Klettergebiete.

Die „Action Directe“, von Wolfgang Güllich erstbegangen, galt lange Zeit als die schwerste Freikletterroute der Welt. Allerdings befindet sich diese Route eigentlich in der direkt angrenzenden Hersbrucker Alb.

Aufgrund des festen, griffigen Gesteins kann man schon in Routen des III. Grades im Senkrechten klettern. Routen, die Kletterer aus aller Welt in „Die Fränkische“ pilgern lassen, heißen etwa Sautanz, Magnet, Stonelove, Wallstreet, Action Directe…, alle stehen stellvertretend für eine Epoche der „Rotpunkt-Bewegung“, die hier entstand und ein wahres Kletterfieber auslöste. Bedeutende Klettergebiete sind das Trubachtal, das Walberla, das Wiesenttal, das Leinleitertal, das Püttlachtal, das Aufseßtal und viele weitere Täler.

Höhlen[Bearbeiten]

Stalagmiten in der Binghöhle, 2005
Eingang zur Hasenlochhöhle (2011)

Schon im 18. Jahrhundert wurde das „alte Gebürg“ nach geheimnisvollen Grotten durchforscht. Als 1774 der Pfarrer Johann Friedrich Esper ein Buch über die unterirdischen Labyrinthe um Muggendorf veröffentlichte, war der Grundstein für den Tourismus gelegt.

In der Fränkischen Schweiz gibt es zahlreiche Höhlen, von denen die bekannteste und größte die Teufelshöhle bei Pottenstein ist. Die Region ist ein typisches Karstgebiet mit säurelöslichen Gesteinen wie Kalkstein und Dolomit. Durch Eindringen von Kohlensäure bildeten sich unzählige Höhlen, viele davon sind reich an Tropfsteinen. Öffentlich zugänglich sind:

Weitere Höhlen sind: die Oswaldhöhle im Hohlen Berg bei Muggendorf, die Rosenmüllershöhle bei Muggendorf, das Quackenschloss bei Engelhardsberg (Höhlenruine), die Zoolithenhöhle bei Burggailenreuth, die Esperhöhle bei Gößweinstein, die Förstershöhle im Zeubachtal, die Schönsteinhöhle im Langen Tal, die Klauskirche bei Betzenstein, die Riesenburg bei Doos (Einsturzhöhle). Die Hasenlochhöhle bei Pottenstein ist bekannt als steinzeitliche Wohnhöhle. Eine der tiefsten Höhlen der Fränkischen Schweiz ist die Fellner-Doline bei Gößweinstein mit fast 100 m Tiefe.

Gewässer[Bearbeiten]

Die Aufseß bei Aufseß, 2005

Die Fränkische Schweiz wird durch das Gewässersystem der Wiesent und ihrer Nebenflüsse Ailsbach, Aufseß, Kainach, Leinleiter, Püttlach und Trubach entwässert und räumlich von den Flüssen Main, Regnitz und Pegnitz begrenzt. Auf Grund der geologischen und ökologischen Gegebenheiten sind in den Gewässern der Fränkischen Schweiz fast ausschließlich Bachforellen, Regenbogenforellen und Äschen beheimatet. Dies ist im Sauerstoffgehalt, durch die Gewässertemperaturen und im Nahrungsangebot der Flüsse begründet. Das Ökosystem der Flüsse der Fränkischen Schweiz ist so intakt, dass die Fische sich natürlich reproduzieren. Im Zuge der Flurbereinigung wurden jedoch viele Bäche begradigt. Die Wiesent ist ein beliebter Wanderfluss für Kanufahrer.

Burgen[Bearbeiten]

Siehe auch Liste der Burgen und Schlösser in der Fränkischen Schweiz

Durch die Fränkische Schweiz führt die Burgenstraße, eine Touristenstraße mit mehr als 70 Burgen, Schlössern und Festungen zwischen Mannheim und Prag. Folgende Burgen der Fränkischen Schweiz können besichtigt werden:

Kirchen[Bearbeiten]

Türme der Basilica minor in Gößweinstein, 2009

137 katholische und evangelische Kirchen gibt es in der Fränkischen Schweiz. Nahezu jedes Dorf hat seine Kirche. Die bedeutendste ist die barocke Dreifaltigkeitsbasilika zu Gößweinstein. Der Sandsteinbau wurde von Balthasar Neumann geplant und 1739 eingeweiht.

Relikte aus unsicheren Zeiten sind die Wehrkirchen. Die bekanntesten befinden sich in Effeltrich und in Hohenpölz. Ein Grund für den besonderen Schutz im Bereich der Kirche war, dass im Mittelalter aus Gründen der Pietät Angriffe auf Kirchen selten waren.

Bier[Bearbeiten]

Mit etwa 70 Brauereien ist die Fränkische Schweiz die Region mit der höchsten Brauereidichte der Welt. Die Gemeinde mit der höchsten Brauereidichte ist laut Guinness-Buch der Rekorde Aufseß, wo vier Brauereien (im Ortskern und in den Ortsteilen Heckenhof, Hochstahl und Sachsendorf) auf etwa 1500 Einwohner kommen.

Der Druidenhain mit seinen riesigen Felsgebilden

Das typische Bier der Region ist das Dunkle. Die größeren Brauereien bieten aber längst auch andere gängige Sorten wie Helles, Weißbier und Pils an. Die meisten Brauereien sind kleine Privatbetriebe, die teilweise nur ein- oder zweimal in der Woche brauen und oft nur in einigen wenigen Gasthäusern ausschenken. In Franken spricht man gern vom „Fränkischen Dreigestirn“ und meint damit, dass viele Brauereien nebenher noch Gasthöfe und Landwirtschaft hatten.

Brauchtum[Bearbeiten]

Osterbrunnen[Bearbeiten]

Osterbrunnen in Bieberbach bei Egloffstein, 2010

Der Brauch, die Dorfbrunnen zu Ostern zu schmücken, ist eigentlich uralt, doch nach dem Zweiten Weltkrieg pflegte man den Brauch in vielen Ortschaften nicht mehr, was vor allem auf die Einführung der Wasserleitung zurückzuführen ist. Anfang der 1980er Jahre erfuhr der Brauch eine Wiederbelebung, so dass 1986 in 169 Ortschaften Osterbrunnen geschmückt wurden. Heute schmücken über 200 Ortschaften von Karfreitag an ihre Dorfbrunnen mit buntbemalten Ostereiern. Als Schmuck dienen ausgeblasene Eier, die bemalt oder verziert sind. In manchen Orten werden Plastikeier statt echter Eier verwendet, da die ausgeblasenen Eier oft durch die Witterung oder auch mutwillig zerstört werden. Der Hauptgrund für diesen Brauch ist wohl in der Bedeutung des Wassers für die wasserarme Hochebene der Fränkischen Schweiz zu finden.

Zitate[Bearbeiten]

Ludwig Tieck schrieb im Stil der Frühromantik:

„Hinter Ebermannstadt reitet man immer noch durch ein äußerst romantisches Tal, durch das sich die Wiesent in vielen Krümmungen schlängelt, zu beiden Seiten ziemlich hohe Berge, geradeaus ebenfalls Berg vor sich; ich habe noch wenig so schöne Tage als diesen genossen, es ist eine Gegend, die zu tausend Schwärmereien einladet, etwas düster melancholisch und dabei doch so überaus freundlich O, die Natur ist doch an Schönheit unerschöpflich!“

Fürst Pückler-Muskau schrieb 1834 in Muggendorf, dem damaligen Tourismuszentrum:

„Franken ist wie ein Zauberschrank immer neue Schubfächer thun sich auf und zeigen bunte, glänzende Kleinodien, und das hat kein Ende. Wer Deutschlands geheimste jungfräuliche Reize genießen will, muß nach Franken reisen.“

Der Dichter Johann Paul Friedrich Richter, bekannt unter dem Namen Jean Paul, schrieb im Jahr 1798 über die Fränkische Schweiz:

„Hier läuft der Weg von einem Paradies durchs andere.“

In seinem Reiseführer über Bamberg und Umgebung aus der Zeit um das Jahr 1912 beschrieb der Verfasser Dietrich Amende die Binghöhle und zitiert ein Gedicht des Dichters Joseph Victor von Scheffel:

„Burg Streitberg eröffnet die Reihe der Burgen an den Felshängen des romantischen Wiesenttales. Es folgen Neideck, Gößweinstein, Rabeneck, Rabenstein, Wiesentfels (auch von Scheßlitz bequem zu erreichen), Pottenstein etc. Beim Anblick der auf schroffen Steinen ragenden Burgen klingen die Verse Scheffels an:
„Hier schaut ihr in das Land
Der Steine und der Franken.
Der Wende dacht’, es wäre sein,
Wir nahmen’s ihm als Sieger:
Auf jedem Berg ein schroffer Stein,
Auf jedem Stein ein Krieger!“
Erwähnt seien auch die idyllischen Wassermühlen an den kristallklaren Strömen und Quellen, wie Stempfermühle, Behringersmühle, Schottersmühle, Schüttersmühle etc.
zitiert aus Dr. Dietrich Amende: Bamberg und das Frankenland. Bamberg o. J. (um 1912)

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Deutsche Briefmarke von 1995 aus der Serie Bilder aus Deutschland, Entwurf: Heinz Schillinger

(chronologisch geordnet)

  • August Sieghardt: Fränkische Schweiz. Glock und Lutz, Nürnberg 1971, aus der Bibliothek Deutsche Landeskunde
  • MERIAN Monatshefte, 6/XXVI: Fränkische Schweiz. 1973
  • Friedrich Herrmann: Höhlen der Fränkischen und Hersbrucker Schweiz. Regensburg 1980
  • Brigitte Kaulich, Hermann Schaaf: Kleiner Führer zu Höhlen um Muggendorf. Nürnberg 1980, ISBN 3-922877-00-1
  • Fritz Krause: Großer Fränkische Schweiz Führer. Deutscher Wanderverlag Dr. Mair & Schnabel & Co, Stuttgart 1981, ISBN 3-8134-0135-9
  • Peter Poscharsky: Die Kirchen der Fränkischen Schweiz. Palm & Enke, Erlangen 1990, ISBN 3-7896-0095-4
  • Rainer Hofmann u. a.: Führer zu archäologischen Denkmälern in Deutschland Fränkische Schweiz. Theiss, Stuttgart 1990, ISBN 3-8062-0586-8
  • Hans-Peter Siebenhaar, Michael Müller: Fränkische Schweiz. Michael Müller, Erlangen 1991, ISBN 3-923278-15-2
  • Gustav Voit, Brigitte Kaulich, Walter Rüfer: Vom Land im Gebirg zur Fränkischen Schweiz. Eine Landschaft wird entdeckt. Palm & Enke, Erlangen 1992, ISBN 3-7896-0511-5
  • Gustav Voit, Walter Rüfer: Eine Burgenreise durch die Fränkische Schweiz. Palm & Enke, Erlangen 1993, ISBN 3-7896-0064-4
  • Rolf K. F. Meyer, Hermann Schmidt-Kaler: Wanderungen in die Erdgeschichte (5). Durch die Fränkische Schweiz. Dr. Friedrich Pfeil, München 1992, ISBN 3-923871-65-1
  • Reinhard Feldrapp, Willi Feldrapp, Adolf Lang: Die Fränkische Schweiz. H. Stürtz, Würzburg 1992, ISBN 3-8003-0210-1
  • Toni Eckert, Susanne Fischer, Renate Freitag, Rainer Hofmann, Walter Tausendpfund: Die Burgen der Fränkischen Schweiz; Ein Kulturführer. Gebietsausschuss Fränkische Schweiz 1997, ISBN 3-9803276-5-5
  • Stephan Lang: Höhlen in Franken - Ein Wanderführer in die Unterwelt der Fränkischen Schweiz. Verlag Hans Carl, Nürnberg 2000
  • Hardy Schabdach: Unterirdische Welten - Höhlen der Fränkischen und Hersbrucker Schweiz. Verlag Reinhold Lippert, Ebermannstadt 2000
  • Thomas Hübner: 25 mal Fränkische Schweiz. Heinrichs-Verlag GmbH, Bamberg 2007, ISBN 978-3-89889-058-8
  • Lehrreich ist das Faltblatt Faszination Höhlen, das man zusammen mit anderem Informationsmaterial bei der Tourismuszentrale Fränkische Schweiz anfordern kann.
  • Erich Döttl, Walter Tausendpfund, Hans Weisel: Glanzpunkte der Fränkischen Schweiz. Verlag Palm und Enke, Erlangen 2007, ISBN 978-3-7896-0677-9.
  • Franz X. Bogner: Fränkische Schweiz. Ein Luftbildportrait. Luftbildband. Ellwanger, Bayreuth 2007, ISBN 978-3-925361-62-3.
  • Adolf Riechelmann: Die Orchideen der Fränkischen Schweiz. Palm & Enke, Erlangen 2011, ISBN 978-3-7896-1701-0
  • Christof Herrmann, Helmut Herrmann: Biergartenwanderungen Fränkische Schweiz. Heinrichs-Verlag GmbH, Bamberg 2012, ISBN 978-3-89889-177-6

Film[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fränkische Schweiz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien