Frédéric-Maurice de La Tour d’Auvergne

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Porträt Frédéric-Maurice de La Tour d’Auvergnes von Robert Nanteuil
Frédéric-Maurice de La Tour d’Auvergne, duc de Bouillon. Skulptur von Pierre Le Gros

Frédéric-Maurice de La Tour d’Auvergne (* 22. Oktober 1605 in Sedan; † 9. August 1652 in Pontoise) war Herzog von Bouillon, ein französischer General und einer der Führer der Fronde.

Leben[Bearbeiten]

Frédéric-Maurice war der Sohn Henri de La Tour d’Auvergnes aus dessen zweite Ehe mit Elisabeth von Oranien-Nassau, der Tochter Wilhelms des Schweigers. Sein jüngerer Bruder war der berühmte Marschall Turenne.

Im protestantischen Glauben erzogen kämpfte er in den Niederlanden unter dem Kommando seines Onkels, des Prinzen Moritz von Oranien, und trat 1635 in französische Dienste. Zunächst ein Gegner Richelieus erhielt er nach der Aussöhnung 1642 das Kommando über die französischen Truppen in Italien. Kurz darauf wurde er im Zusammenhang mit der Cinq-Mars-Verschwörung verhaftet. Als Gegenleistung für seine Begnadigung musste er sein souveränes Fürstentum Sedan an Frankreich abtreten.

Später konvertierte er zum katholischen Glauben, ging nach Rom und übernahm den Befehl über die päpstlichen Truppen. 1649 kehrte er nach Frankreich zurück und nahm auf der Seite der Prinzen an der Fronde teil.

1651 erhielt er Sedan und Rocourt im Austausch gegen andere Ländereien als Lehen von der französischen Krone zurück.

Eine seiner Nachkommen war Marie Anne Henriette Léopoldine de La Tour d’Auvergne, die Mutter des Kurfürsten Karl Theodor von der Pfalz.

Siehe auch: La Tour d’Auvergne (Adelsgeschlecht)

Literatur[Bearbeiten]

  • Jacques de Langlade de Saumiere: Memoires de la vie de Frédéric-Maurice de la Tour d’Auvergne, Duc de Bouillon, Souverain de Sedan. Braekmann, Amsterdam 1693.