Frédéric Boilet

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Frédéric Boilet (* 16. Januar 1960 in Épinal, Départements Vosges in Lothringen) ist ein französischer Comic-Autor und Zeichner, der seit langem in Japan lebt und arbeitet.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Boilet besuchte die Kunstakademie (École nationale supérieure d'art) in Nancy von 1978 bis 1983. Im selben Jahr wurde sein erster Comic veröffentlicht, La Nuit des Archées , der von Guy Deffeyes geschrieben wurde. Es folgte eine historische Geschichte in zwei Bänden, Les Veines de l'Occident, die von René Durand getextet wurde.

1987 erschien das erste Album, das er getextet und gezeichnet hat, le Rayon vert. Boilet hatte das Pech, dass der Verlag kurz nach Erscheinen des von der Kritik hoch gelobten Bandes Pleite machte. 2009 erschien es erneut.

36 15 Alexia, 1990 veröffentlicht, behandelt auf originelle Weise das Thema der rencontres par minitel.

1990 konnte Boilet, dank der Unterstützung von Shoei und des Centre national du Livre nach Japan reisen. Das in Zusammenarbeit mit Benoît Peeters entstandene Love Hotel (1993) wird die seltsamen und komischen Erlebnisse eines Franzosen in Japan erzählen. Das Buch ist durchgängig zweisprachig, französisch und japanisch.

Im folgenden Jahr war er von April bis September Stipendiat der Villa Kujoyama in Kyōto, ein Novum für einen Comickünstler. Tōkyō est mon jardin entsteht, die Fortsetzung von Love Hotel. Boilet und sein Held haben sich ein wenig eingelebt und gehen nicht mehr völlig im immer noch als bizarr erlebten Japan verloren.

In Paris gründete er 1995 das L'Atelier des Vosges, zusammen mit den Freunden Christophe Blain, David B., Émile Bravo, Joann Sfar, Emmanuel Guibert und Tronchet. Der seltsame Band Demi-tour entsteht.

Boilet kehrte 1997 nach Japan zurück, mit dem Ziel dort zu bleiben und sich als Comicautor zu etablieren. Eine japanische Ausgabe von Tōkyō est mon jardin entstand und Werke, die nur für den japanischen Markt bestimmt sind, Une belle manga d'amour und eine Reihe illustrierter Bücher unter dem ironischen Titel Prisonnier des Japonaises (moderne Lettres persanes). Boilet wurde bekannt.

Boilet ist jetzt auch ein Vermittler japanischer Autoren in Frankreich, etwa von Jirō Taniguchi. Er initiiert den multikulturellen Versuch La Nouvelle Manga, dessen Titel natürlich auf die cineastische Nouvelle Vague anspielt. Er gab außerdem von 2004 bis 2008 eine Reihe von Autorenmangas, Sakka bei Casterman heraus und auch das Gemeinschaftsprojekt Japon, das 2005 in Castermans Reihe Écritures erschien. Die Mitarbeiter des Buches waren Moyoko Anno, Aurélia Aurita, Frédéric Boilet, Nicolas de Crécy, Étienne Davodeau, Little Fish, Emmanuel Guibert, Kazuichi Hanawa, Daisuke Igarashi, Taiyō Matsumoto, Fabrice Neaud, Benoît Peeters, David Prudhomme, François Schuiten, Joann Sfar und Kan Takahama.

Boilet hat ein sehr vielschichtiges Werk geschaffen, dessen gemeinsamer Nenner nur die nicht festlegbare Persönlichkeit Boilet selbst ist, auch wenn sich natürlich gewisse stilistische Eingenarten und Ticks wiederholen, jedes neue Projekt ist sozusagen für alle Beteiligten eine Überraschung. Nach 36 15 Alexia spielen seine Geschichten immer in der Gegenwart und benutzen die Ümständen seines Lebens virtuos, sie erfinden sein Leben neu und sind keineswegs realistisch oder autobiographisch.

Sein Zeichenstil hat sich ebenfalls verändert, von Anfang an ein virtuoser Zeichner, hat er Schritt für Schritt verstärkt Fotografien und den speziellen Blickwinkel der Fotografie selbst in seine Arbeit integriert. Der Leser wird durch den Gebrauch fotografischer Klischees selbst zu einer Art Kamera, zum Voyeur.

In Frankreich erschienene Alben[Bearbeiten]

In Japan erschienen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]