Fröbel (Oberglogau)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Fröbel
Wróblin
Fröbel  Wróblin führt kein Wappen
Fröbel  Wróblin (Polen)
Fröbel  Wróblin
Fröbel
Wróblin
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Oppeln
Landkreis: Prudnik
Gmina: Oberglogau
Geographische Lage: 50° 19′ N, 17° 56′ O50.31517.932777777778Koordinaten: 50° 18′ 54″ N, 17° 55′ 58″ O
Einwohner:
Postleitzahl: 48-250
Telefonvorwahl: (+48) 77
Kfz-Kennzeichen: OPR
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Katowice
Blick auf Fröbel und die Kirche
Die Kirche
Wegkreuz von 1879

Fröbel (polnisch: Wróblin) ist eine Ortschaft in Oberschlesien. Fröbel liegt in der Gemeinde Oberglogau (Głogówek) im Powiat Prudnicki (Kreis Neustadt O.S.) in der polnischen Woiwodschaft Oppeln.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Fröbel liegt sechs Kilometer südöstlich vom Gemeindesitz Oberglogau, 26 Kilometer östlich von der Kreisstadt Prudnik (Neustadt O.S.) und 40 Kilometer südlich von der Woiwodschaftshauptstadt Opole (Oppeln).

Östlich von Fröbel fließt die Straduna, ein Nebenfluss der Oder.

Ortsteile[Bearbeiten]

Im Norden befindet sich Probstberg (Wyszków), ein Teil von Fröbel, und nordwestlich vom Ort gelegen befindet sich der Weiler Karolinenhof (Młodziejowice). Das Vorwerk Karolinenhof weist einen seltenen runden bzw. achteckigen Aufbau auf. Nordöstlich vom Ort befand sich die Fröbelmühle an der Straduna.

Nachbarorte[Bearbeiten]

Nachbarorte von Fröbel sind im Nordwesten Karolinenhof (Młodziejowice) und Alt Kuttendorf (Stare Kotkowice), im Norden Friedersdorf (Biedrzychowice), im Nordosten Schwesterwitz (Zwiastowice), im Osten Naczęsławice (Groß Nimsdorf), im Süden Grodzisko (Grötsch) und im Südwesten Kazimierz (Kasimir).

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde 1175 erstmals urkundlich als "Villa Martini" erwähnt. In den Urkunden des Klosters Czarnowanz wird der Ort mehrmals erwähnt: U.a. 1223 und 1228 als Wroblino, 1234 als Vroblino, 1283 als Wroblino, 1419 in deutscher Sprache als Frobelin. Der Ort wurde 1295 im Liber fundationis episcopatus Vratislaviensis urkundlich als "Wroblin" erwähnt. 1611 kaufte Graf von Oppersdorff den Ort. 1664 wird erstmals urkundlich eine Kirche am Ort erwähnt. Von 1853 bis 1855 wurde die neue katholische Kirche erbaut, die eine Filialkirche zu Friedersdorf war. 1865 bestand der Ort aus einem Kirchdorf und einem Pertinenzgut und hatte zehn Bauern-, 14 Gärtner- und 23 Häuslerstellen. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Ort eine katholische Schule mit 75 Schülern. Probstberg zählte sieben Gärtner und einen Häusler. Probstberg bestand aus einem Dorf und einem Pertinenzgut.[1][2][3][4]

Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten 354 Wahlberechtigte für einen Verbleib bei Deutschland und 106 für Polen.[5] Fröbel verblieb beim Deutschen Reich. 1933 lebten im Ort 826 Einwohner. 1939 hatte der Ort 841 Einwohner.[6] Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Neustadt O.S.

1945 kam der bisher deutsche Ort unter polnische Verwaltung und wurde in Wróblin umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 kam der Ort zur Woiwodschaft Oppeln und seit 1999 gehört er zum wiedergegründeten Powiat Prudnicki. Am 22. April 2009 wurde in der Gemeinde Oberglogau, der Fröbel angehört, Deutsch als zweite Amtssprache eingeführt. Am 1. Dezember 2009 erhielt der Ort zusätzlich den amtlichen deutschen Ortsnamen Fröbel.

Sehenswürdigkeiten und Denkmale[Bearbeiten]

  • Katholische Kirche aus den Jahren 1853 bis 1855, im neogotischen Stil und mit Ziegelsteinfassade
  • Wegkreuze, u.a. aus dem Jahr 1879

Vereine[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten]

  • Jan Cybis (1897–1972), polnischer Maler und Hochschullehrer

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fröbel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Vgl. Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Breslau 1865
  2. Internetseite der Gemeinde, abgerufen im Juni 2012
  3. Codex Diplomaticus Silesiae, Teil 1 - Urkunden des Klosters Czarnowanz
  4. Zeitschrift des Vereins für Geschichte und Alterthum Schlesiens, Band 2
  5. Vgl. Ergebnisse der Volksabstimmung in Oberschlesien von 1921
  6. Deutsche Verwaltungsgeschichte: Landkreis Neustadt in Oberschlesien