Frühmesser

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum gleichnamigen Berg in den Kitzbüheler Alpen siehe Frühmesser (Berg).

Als Frühmesser oder Frühmessherr, lateinisch Primissarius, wurde ein katholischer Priester bezeichnet, der als Inhaber einer aus Stiftungserträgen finanzierten Pfründe (eines Benefiziums) zum regelmäßigen Zelebrieren der Frühmessen vor Arbeitsbeginn der Bevölkerung verpflichtet war. Die Bezeichnung ist heute nicht mehr verbreitet.

Musste die Messe in einer etwas abgelegenen Kapelle gelesen werden, so konnte es dort ein eigenes Wohnhaus für den Frühmesser geben, das Frühmesshaus, siehe z. B. das Frühmesshaus Bartholomäberg.

Der Begriff des Frühmessers ist nicht zu verwechseln mit dem Messner oder Messmer (jeweils auch in der Schreibweise mit nur einem „s“). Dieser Begriff ist vor allem im süddeutschen Raum und in Österreich verbreitet und meint den Küster, der auch als Kirchendiener, Kirchner, Kirchwart, Sakristan oder Sigrist bezeichnet wird.

Literatur[Bearbeiten]

  • Rosi Fuhrmann: Kirche und Dorf. Religiöse Bedürfnisse und kirchliche Stiftung auf dem Land vor der Reformation. G. Fischer, Stuttgart/Jena/New York 1995, ISBN 3-437-50366-9.

Weblinks[Bearbeiten]