Framheim

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

-78.5-164Koordinaten: 78° 30′ 0″ S, 164° 0′ 0″ W

Karte: Antarktis
marker
Framheim
Magnify-clip.png
Antarktis

Framheim war das Basislager der norwegischen Antarktis-Expedition (1910–12) unter der Leitung von Roald Amundsen. Während dieser Expedition wurde erstmals der geographische Südpol erreicht. Benannt wurde das Lager nach der Fram, einem vom norwegischen Schiffskonstrukteur Colin Archer speziell für den Einsatz in den Polarzonen gebauten Schiff, das der Polarforscher Fridtjof Nansen Amundsen für dessen Expedition überlassen hatte. Framheim wurde auf dem Ross-Schelfeis in der Bucht der Wale errichtet und diente der Expeditionsmannschaft vom 21. Januar 1911 bis zum 30. Januar 1912 als Quartier. Es bestand aus einer Holzhütte, die aus Fertigteilen zusammengesetzt war, und einigen mit der Hütte über unterirdische Tunnel verbundenen Zelten.

Amundsen legte im Verlauf des arktischen Sommers 1911 mehrere Lebensmitteldepots zwischen dem 80. und 82. Breitengrad an und kehrte anschließend zum Lager Framheim zurück, wo die Crew den antarktischen Winter überdauerte. Am 20. Oktober brach Amundsen mit vier Begleitern, vier Schlitten und 48 Hunden von Framheim aus zum Südpol auf, den er am 14. Dezember 1911 erreichte. Am 25. Januar 1912 kehrte Amundsen mit seinem Team zum Basislager Framheim zurück.

Als Richard Evelyn Byrds erste Antarktis-Expedition im Dezember 1928 die Bucht der Wale erreichte, konnte man keine Spur des Lagers entdecken. Byrd hatte gehofft, Framheim als Basis verwenden zu können, doch die Landschaft hatte sich seit Amundsens Aufbruch so stark verändert, dass Byrd und seine Männer sich nicht einmal der genauen Lage Framheims sicher sein konnten.[1]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Eugene Rodgers: Beyond the Barrier: The Story of Byrd's first Expedition to Antarctica. 1. Auflage. United States Naval Institute, Annapolis 1990, ISBN 0-87021-022-X, S. 64–66.

Weblinks[Bearbeiten]