François-Auguste-Ferdinand Donnet

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kardinal Donnet (Gemälde 19. Jh.)

François-Auguste-Ferdinand Donnet (* 16. November 1795 in Bourg-Argental, Erzbistum Lyon; † 23. Dezember 1882 in Bordeaux) war Erzbischof von Bordeaux und Kardinal.

Leben[Bearbeiten]

Donnet studierte von 1806 bis 1813 in Annonay, danach am St. Irenaeus Seminar in Lyon. Am 7. März 1819 wurde er in Lyon zum Priester geweiht. Er war zunächst in verschiedenen Städten als Priester tätig und wurde 1827 Generalvikar des Erzbistums Tours. Mit dem dortigen Erzbischof war Donnet 1829 in Rom und wurde im Juli 1829 Generalvikar in Lyon.

Im April 1835 ernannte ihn Papst Gregor XVI. zum Koadjutor des Bistums Nancy. Die Bischofsweihe erhielt er am 31. Mai 1835 von Charles-Joseph-Marie-Auguste de Forbin-Janson, Bischof von Tours, in Paris. Mitkonsekratoren waren Romain-Frédéric Gallard und Louis-Marie-Edmont Blanquart de Bailleul. Die Nachfolge in Nancy trat Donnet jedoch nie an, da er 1836 Erzbischof von Bordeaux wurde. In seiner langen Amtszeit bewies er eine große Aktivität in der sozialen und religiösen Arbeit des Erzbistums. 1840 wurde er von Gregor XVI. zum Kommandanten des Ordens des Hl. Gregors des Großen ernannt.

Gregors Nachfolger Pius IX. nahm ihn im Konsistorium vom 15. März 1852 ins Kardinalskollegium auf. Kardinal Donnet nahm am Ersten Vatikanischen Konzil teil und bezog Positionen, die den Ultramontanisten nahestanden. Nach dem Tod des Papstes nahm er am Konklave 1878 teil. Er starb 1882 mit 87 Jahren in Bordeaux und wurde in der dortigen Kathedrale beigesetzt.

Weblinks[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Jean-Louis Anne Madelain Lefebvre de Cheverus Erzbischof von Bordeaux
1836-1882
Aimé-Victor-François Guilbert