François d’Aix de Lachaise

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
François d’Aix de Lachaise

François d’Aix, seigneur de La Chaise (genannt Père Lachaise; * 25. August 1624 auf dem Schloss Aix bei Saint-Martin-la-Sauveté, Département Loire; † 20. Januar 1709 in Paris) war ein französischer Jesuit.

Lachaise studierte im Jesuitenkollegium zu Rohan, später in dem zu Lyon. Im Jesuitenkollegium in Lyon wurde er Professor der Physik und der schönen Wissenschaften und war Provinzial seines Ordens.

1675, nach dem Tod des Paters Ferrier, wählte Ludwig XIV. ihn zum Beichtvater. Er wird als freundlich, einschmeichelnd, fein gebildet und dabei persönlich uneigennützig beschrieben. Er konnte sich einen herrschenden Einfluss auf den König verschaffen und die Verteilung der kirchlichen Pfründen ganz in seine Hand bekommen.

Er festigte seine Stellung durch die Begünstigung der ihm ergebenen Françoise d’Aubigné und nahm das ultramontane Interesse bei der Erklärung der Geistlichkeit über die Freiheiten der gallikanischen Kirche, bei der Zurücknahme des Edikts von Nantes und bei den quietistischen Streitigkeiten mit Erfolg wahr.

Ludwig XIV. hatte ihm im Osten von Paris ein Landhaus bauen lassen, das den Namen Montlouis führte, und dessen weite Gärten 1804 zu dem unter dem Namen Père Lachaise bekannten Begräbnisplatz umgewandelt wurden.

Literatur[Bearbeiten]

Links[Bearbeiten]

Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
Bitte entferne diesen Hinweis nur, wenn du den Artikel so weit überarbeitet hast, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt, dies belegt ist und er den heutigen sprachlichen Anforderungen genügt.

Um danach auf den Meyers-Artikel zu verweisen, kannst du {{Meyers Online|Band|Seite}} benutzen.