Francesco Antonio Bonporti

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Francesco Antonio Bonporti

Francesco Antonio Bonporti (* 11. Juni 1672 in Trient, getauft; † 19. Dezember 1749 in Padua) war ein italienischer Priester, Violinist und Komponist des Barock.

Leben[Bearbeiten]

Francesco Antonio Bonporti, der einer Adelsfamilie entstammte, studierte zunächst in seiner Heimatstadt Theologie, in Innsbruck promovierte er in Philosophie. Weitere Studien führten in nach Rom an das Collegium Germanium, wo er ein Schüler von Giuseppe Ottavio Pitoni war. In dieser Zeit hatte er möglicherweise Violinunterricht bei Arcangelo Corelli. Um etwa 1700 findet man ihn als Musiker in der Privatkapelle Kaiser Joseph I. wieder; von 1715 bis 1721 wirkte er in seiner Geburtsstadt Trient, danach in Padua.

Bedeutend sind seine 1712 in Bologna veröffentlichten „Inventioni per Violino Solo“, die teilweise als Abschriften Johann Sebastian Bachs erhalten blieben (Nr. 2, 5 und 7) und diesem zeitweise zugeschrieben wurden.

Werke[Bearbeiten]

  • Opus 1; 10 Triosonaten (1696)
  • Opus 2; 10 Triosonaten (1698)
  • Opus 3; 6 Motetten für Sopran, 2 Violinen und Bass (1703)
  • Opus 4; 10 Triosonaten (1703)
  • Opus 5; Arie, baletti e correnti (um 1704, verschollen)
  • Opus 6; 10 Triosonaten (1705)
  • Opus 7; 10 Violin Sonaten (1707)
  • Opus 8; „Le Triomphe de la grande Aliance, consistent en cent Menuets, composez par Mr. Bomporti opera VIII“ (1708–1712)
  • Opus 10; 10 Invenzioni für Violine und Bass (1712)
  • Opus 11; 10 Concerti à 5 für Streicher (1727)
  • Opus 12; 10 Serenate e Concertini für Violine und Bass (1745)
  • Aria cromatica, e variata a violino violoncello, e cembalo..., Manuskript von 1720 in der Bibliothek des Brüsseler Konservatoriums.
  • “Sonata di Buonporti”, Sonate für Violine und Bass, ebenfalls in der Brüsseler Bibliothek.

Weblinks[Bearbeiten]