Francesco Colasuonno

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Cardinale COLASUONNO FRANCESCO.jpg

Francesco Kardinal Colasuonno (* 2. Januar 1925 in Grumo Appula, Provinz Bari, Italien; † 31. Mai 2003 ebenda) war Apostolischer Nuntius in Italien und San Marino.

Leben[Bearbeiten]

Colasuonno besuchte das Priesterseminar von Bari und empfing am 28. September 1947 das Sakrament der Priesterweihe. Er studierte an der Universität Bari und der Päpstlichen Universität Gregoriana. Francesco Colasuonno promovierte in Katholischer Theologie und kanonischem Recht. Später trat er in den diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls ein. Papst Paul VI. verlieh ihm am 21. Juni 1963 den Ehrentitel Überzähliger Geheimkämmerer Seiner Heiligkeit[1] (Monsignore) und am 17. Oktober 1971 den Titel Ehrenprälat Seiner Heiligkeit.[2]

Am 6. Dezember 1974 ernannte ihn Paul VI. zum Titularerzbischof von Truentum und Apostolischen Delegaten in Mosambik ernannt. Die Bischofsweihe spendete ihm am 9. Februar 1975 Corrado Kardinal Ursi; Mitkonsekratoren waren die späteren Kardinäle Duraisamy Simon Lourdusamy und Anastasio Alberto Ballestrero. In den folgenden Jahren war er zunächst Apostolischer Pro-Nuntius in Simbabwe (1981–85) und Jugoslawien (1985–86), später Apostolischer Nuntius in Polen (1986–1990), Apostolischer Delegat in der Russischen Föderation (1990–1994) sowie Apostolischer Nuntius in Italien (1994–1998) und San Marino (1995–1998).

Vor und während dem Ende des Kommunismus in Osteuropa war Colasuonno von Polen aus auch für andere kommunistische Staaten wie die Tschechoslowakei zuständig, wo die katholische Kirche starken Repressalien und Überwachung ihrer Priester ausgesetzt war. Dennoch gelang es, dass die Kommunisten den drei Bischofsweihen am 11./12. Juni 1988 im zustimmten, bei denen Colasuonno Haupt- oder Mitkonsekrator war: Jan Lebeda, Antonín Liška, Ján Sokol. Im August und September 1989 weihte er ferner František Vaňák, Josef Koukl und František Tondra.

Ferner weihte er in bzw. für Osteuropa die Bischöfe Gheorghi Ivanov Jovcev (Bulgarien, Juli 1988), Tadeusz Kondrusiewicz (Belarus, Oktober 1989), György-Miklós Jakubínyi (Rumänien, April 1990), Pál Reizer (Rumänien, Mai 1990), John Bukovsky (Rumänien, Oktober 1990), Jan Purwinski (Ukraine, März 1991), Jan Pawel Lenga (Kasachstan, Mai 1991), Jānis Pujats (Lettland, Juni 1991), Joseph Werth (Russland, Juni 1991), Jānis Bulis (Lettland, Juni 1991),

Papst Johannes Paul II. nahm Colasuonno am 21. Februar 1998 als Kardinaldiakon mit der Titeldiakonie Sant’Eugenio in das Kardinalskollegium auf.

Kardinal Colasounno starb am 31. Mai 2003 in Grumo Appula und wurde in der dortigen Pfarrkirche beigesetzt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Francesco Colasuonno, in: Internationales Biographisches Archiv 43/2003 vom 13. Oktober 2003, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Annuario Pontificio per l’anno 1964, Città del Vaticano 1964, S. 1243.
  2. Annuario Pontificio per l’anno 1972, Città del Vaticano 1972, S. 1602.