Francesco Venier

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Tizian (1485−1576):
Francesco Venier

Francesco Venier (* 1489 in Venedig; † 2. Juni 1556) war von 1554 bis 1556 81. Doge von Venedig. Sein Dogenamt war geprägt durch eine Zeit des Friedens.

Familie[Bearbeiten]

Die Venier stellten mit Antonio Venier (1382–1400), Francesco Venier und Sebastiano Venier (1577–1578) drei Dogen, sowie 18 Prokuratoren und verschiedene Admiräle.

Leben[Bearbeiten]

Wappen Francesco Veniers

Francesco war der älteste Sohn von Giovanni Venier und Maria Loredan, einer Tochter des Dogen Leonardo Loredan. Während eines Aufenthalts in Soria soll ihm geweissagt worden sein, dass er Doge von Venedig werden würde, eine Prophezeiung, an die er offenbar immer geglaubt hat.

Im Dienste der Republik bekleidete er zahlreiche Verwaltungsämter, er war Podestà in Padua und Verona sowie Botschafter am Vatikan bei Papst Paul III.. Er gehörte zu den reichsten Männern Venedigs. Venier war unverheiratet.

Venier wurde am 11. Juni 1554 in das Dogenamt gewählt. Während seiner Amtszeit ergingen zahlreiche Bauaufträge u. a. an die Werkstatt Sansovinos. Außenpolitisch erlebte die Republik eine Zeit des Friedens.

Bilder[Bearbeiten]

  • Tizian: Porträt des Dogen, Sammlung Thyssen-Bornemisza, Madrid (siehe oben)
  • Palma Giovane: Francesco Venier empfiehlt der Venetia die von ihm als Rettore regierten Städte, Votivbild, Sala del Senato, Dogenpalast, Venedig
  • Alessandro Vittoria: Votivbild des Dogen, Relief, Grabmal in San Salvatore, Venedig
Grabmal von Franceso Venier in San Salvatore

Grabmal[Bearbeiten]

Sein Grabmal aus farbigem Marmor befindet sich in der Kirche San Salvatore. Es wurde nach den Entwürfen von Sansovino zwischen 1557 und 1561 von dessen Werkstatt errichtet. Ein Relief mit der Darstellung einer Pietà und eine Statue der Personifikation des Glaubens sind von Alessandro Vittoria.

Literatur[Bearbeiten]

  • Andrea da Mosto: I Dogi di Venezia. Florenz 1983.


Vorgänger Amt Nachfolger
Marcantonio Trevisan Doge von Venedig
15541556
Lorenzo Priuli