Franchise Tag

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Franchise Tag ist eine Möglichkeit für Teams der NFL, einen Spieler aus dem Kader mit auslaufenden Vertrag zumindest kurzfristig an sich zu binden. Man unterscheidet dabei zwischen „exklusiv“ und „non-exklusiv“. Wendet ein Team einen Franchise Tag „exklusiv“ an, stellt es damit sicher, dass der Spieler definitiv noch mindestens ein Jahr für das entsprechende Team spielt. Denn die exklusive Variante verhindert, dass der damit belegte Spieler bei einem anderen Team spielen darf, es sei denn, er wird per Trade weitergereicht oder entlassen. Der Spieler erhält dabei das garantierte Gehalt aus dem Maximum des Durchschnittseinkommens der fünf höchstbezahlten Spieler der vorausgehenden Saison auf der betreffenden Position oder 120 Prozent seines vorherigen Jahresgehalts.

Obwohl die finanziellen Rahmenbedingungen zwischen "exklusiv" und "non-exklusiv" keinen Unterschied machen, wenden viele Teams nur die "non-exklusive" Variante an. Hierdurch erhält der Spieler die Möglichkeit, im Rahmen der Free Agency mit einem anderen Team zu verhandeln. Erzielen die beiden Parteien eine Einigung, so hätte das aktuelle Team des Spielers die Möglichkeit, ein identisches Angebot zu unterbreiten oder den Spieler ziehen zu lassen. Als Gegenleistung würde das abgebende Team jedoch zwei Erstrundenpicks im Draft vom neuen Team des Spielers erhalten.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.afinsider.de/nfl/36/6591-der-franchise-tag