Francis Alphonsus Bourne

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Francis Alphonsus Kardinal Bourne (* 23. März 1861 in Clapham; † 1. Januar 1935 in London) war Erzbischof von Westminster.

Leben[Bearbeiten]

Priester und Bischof[Bearbeiten]

Der Sohn eines englischen Beamten und einer irischen Mutter trat im Jahr 1867 ins St. Cuthbert College in Ushaw Moor, County Durham und dann im Jahr 1877 ins St. Edmund’s College in Ware ein. Er trat dem Orden der Dominikaner in Woodchester bei und verließ ihn aber im Jahr 1880. Von 1880 bis 1881 besuchte er das St Thomas’ Seminary in Hammersmith und ging dann zum Studium nach Frankreich ins Priesterseminar St. Sulpice in Paris und dann nach Belgien an die Universität Löwen. Während seiner Zeit in Paris lernte er den italienischen Heiligen Don Bosco kennen und es gibt Gründe für die Annahme, dass er zumindest zeitweise überlegte den Salesianer Don Boscos bei zu treten.

Er empfing am 11. Juni 1884 die Priesterweihe und tat dann bis 1889 pastorale Arbeit in Blackheath, Mortlake und West Grinstead. Bourne war von 1889 bis 1891 Rektor des Konvikts in Henfield Place, zu welcher Zeit er begann St. Johns Seminary in Wonersh zu lehren, dessen Rektor er am 14. März 1896 wurde. Leo XIII. ernannte ihn 1895 zum Ehrenprälaten Seiner Heiligkeit.

Am 27. März 1896 wurde er zum Koadjutorbischof von Southwark und Titularbischof von Epiphania in Cilicia ernannt. Der Erzbischof von Westminster, Herbert Alfred Henry Kardinal Vaughan, weihte ihn am 1. Mai desselben Jahres in der St George’s Cathedral zum Bischof; Mitkonsekratoren waren John Baptist Butt, Bischof von Southwark, und Thomas Whiteside, Bischof von Liverpool. Als Wahlspruch wählte er Ne cede malis. Nach dem Rücktritt John Baptist Butts folgte er ihn als Bischof von Southwark am 9. April 1897 nach. Am 11. September 1903 wurde er zum Erzbischof von Westminster ernannt, damit wurde er zum geistlichen Oberhaupt der katholischen Kirche in England und Wales.

Erzbischof und Kardinal[Bearbeiten]

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Entgegen dem staatlichen Gesetz, das eucharistische Prozessionen verbot, gab Bourne im Jahr 1908 den Segen von der Loggia der Westminster Cathedral. Pius X. nahm ihn am 27. November 1911 als Kardinalpriester mit der Titelkirche Santa Pudenziana in das Kardinalskollegium auf. Er nahm an den Konklaven 1914 und nochmals 1922 teil, welche die Päpste Benedikt XV. und Pius XI. wählten.

Bourne reagierte auf Ramsay MacDonalds Forderung nach einer Interpretation der Enzyklika Pius’ XI. Quadragesimo anno durch einen englischen katholischen Prälaten, die Katholiken verbot Sozialisten zu werden, mit der Feststellung: „Es gibt nichts in der Enzyklika, das Katholiken davon abschreckt Mitglieder der britischen Labour Party zu werden…“ Allerdings warnte der Kardinal die Katholiken weiterhin, vorsichtig zu sein von den „falschen Prinzipien, die manchmal Parteien beeinflussen“.

Der eher konservative Bourne war Gegner der Modernisten. Er unterstützte weder den Dialog der Religionen noch die Ökumene (er war vor allem gegen die Abhaltung der Mechelner Gespräche zwischen prominenten Anglikaner und Katholiken). Er verurteilte auch die Gewährung größerer Freiheit zu Scheidung und Geburtenkontrolle. Er hat sich auch gewünscht, dass das Vereinigte Königreich erlassen römisch-katholischen Glauben als seine Staatsreligion erkannte.

Er starb nach einem Jahr Krankheit in der erzbischöflichen Residenz in London mit 73 Jahren. Bourne wurde in seiner Alma Mater St Edmund’s College, Ware, Hertfordshire in der Kapelle, gegründet in Erinnerung an die Collegemitglieder, die während des Ersten Weltkriegs starben, begraben und sein Herz wurde im Juni 1935 in der Kapelle des St John’s Seminary in Wonersh, Surrey beerdigt.

Weblinks[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
John Baptist Butt Bischof von Southwark
1897–1903
Peter Emmanuel Amigo
Herbert Kardinal Vaughan Erzbischof von Westminster
1903–1935
Arthur Kardinal Hinsley