Francis X. Bushman

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Francis Xavier Bushman

Francis Xavier Bushman (* 10. Januar 1883 in Baltimore, Maryland; † 23. August 1966 in Pacific Palisades, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Filmschauspieler. Er war der erste bedeutende männliche Filmstar, der dem Publikum unter seinem wirklichen Namen bekannt war.

Leben[Bearbeiten]

Bushman begann seine Karriere bereits als Minderjähriger auf der Vaudeville-Bühne und fiel rasch durch seine athletische Erscheinung auf (er betrieb Ringen, Boxen und Gewichtheben.) Er drehte für Essanay und Metro fast 200 Filme, darunter mehr als 175 vor 1920 und 17 alleine in seinem Debütjahr 1911. Meist spielte er den Helden in Liebesgeschichten, Dramen, Komödien, Kriminal- und Spionagefilmen. 1916 war er Co-Regisseur bei einer Verfilmung von Romeo und Julia, in der er Romeo spielte.

1918 war Bushman Mittelpunkt eines Skandals, als seine Affäre mit seiner Schauspielkollegin und häufigen Filmpartnerin Beverly Bayne an die Öffentlichkeit kam. Zu diesem Zeitpunkt war Bushman bereits seit 16 Jahren verheiratet und hatte fünf Kinder, was das Studio aus Angst vor einem Popularitätsverlust ihres Stars geheim gehalten hatte.

Bushman ist bis heute bekannt für seine Verkörperung Messalas als abgrundtief bösen Schurken in der ersten großen Verfilmung von Ben Hur (1925). Bushman war wesentlich größer und athletischer als Hauptdarsteller Ramón Novarro, so dass man Löcher grub, in die sich ‚Messala’ bei gemeinsamen Szenen stellte musste.[1] Dass Bushmans Karriere nach diesem großen Erfolg langsam endete, wird auf den negativen Einfluss Louis B. Mayers zurückgeführt, der Bushman angeblich nicht leiden konnte, weil dieser ihm den Zutritt zu seiner Garderobe verwehrt habe.[2]

Auf dem Gipfel seiner Karriere wurde Bushman auf Filmplakaten als „Schönster Mann der Welt“ angepriesen und als „König des Films“ - dieser Titel ist auch auf seinem Grabstein eingraviert. Bushman wurde fürstlich bezahlt, verlor jedoch beim großen Börsenkrach von 1929 sein gesamtes Vermögen. Zugleich verblasste sein Ruhm, doch nahm er noch bis zu seinem Tode kleinere Rollen an, darunter 1954 die des Mr. Tyson in Sabrina.

Ein später Erfolg war die Rolle von John Marshall, Vater von Zwillingen, in der CBS-Radioshow Those We Love, die von 1938 bis 1945 lief. In Fernsehserien hatte er häufiger Gastauftritte in Fernsehserien wie Peter Gunn, Perry Mason, Dr. Kildare und Batman, in der er seine letzte Rolle spielte: einen Sammler von Stummfilmen.

Bushman wurde im Jahr 1960, als die Neuverfilmung von Ben Hur bei den Filmpreisverleihungen triumphierte, zusammen mit Novarro mit einem Ehren-Golden Globe für seine Verdienste um den Stummfilm geehrt.

Ein Stern auf dem Hollywood Walk of Fame erinnert an Francis X. Bushman.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.goldensilents.com/stars/francisxbushman.html
  2. http://www.things-and-other-stuff.com/movies/profiles/francis-x-bushman.htm