Francisco de Asís Vidal y Barraquer

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Wappen von Francisco de Asís Vidal y Barraquer.

Francisco de Asís Kardinal Vidal y Barraquer, auf Katalanisch Francesc d’Assís Vidal i Barraquer, (* 3. Oktober 1868 in Cambrils, Spanien; † 13. September 1943 in Freiburg, Schweiz) war Erzbischof von Tarragona.

Leben[Bearbeiten]

Francisco de Asís Vidal y Barraquer schloss seine philosophische und theologische Ausbildung in Barcelona, Tarragona und Madrid mit der Promotion zum Doktor der Rechtswissenschaften ab. Er empfing am 17. September 1899 das Sakrament der Priesterweihe und arbeitete anschließend als Seelsorger und Mitarbeiter des Diözesangerichts in Tarragona. Von 1909 bis 1913 leitete er als Generalvikar die Verwaltung des Erzbistums Tarragona.

1913 ernannte ihn Papst Pius X. zum Titularbischof von Pentacomia und zum Apostolischen Administrator des Bistums Solsona. In den Jahren 1914 bis 1916 war Francisco de Asís Vidal y Barraquer Senator des Spanischen Königreiches. 1919 ernannte ihn Papst Benedikt XV. zum Erzbischof von Tarragona, 1921 nahm er ihn als Kardinalpriester mit der Titelkirche Santa Sabina in das Kardinalskollegium auf.

Francisco de Asís Kardinal Vidal y Barraquer nahm am Konklave des Jahres 1922 teil. 1936 veranlasste ihn eine Morddrohung zum Verlassen Spaniens. Er zog sich zunächst in eine italienische, später dann in eine schweizerische Kartause zurück. Da Kardinal Vidal y Barraquer den republikanischen Kreisen Kataloniens nahestand, untersagte ihm das Regime des Generals Francisco Franco die Rückkehr in sein Erzbistum. Der Kardinal starb am 13. September 1943 im schweizerischen Freiburg und wurde in der Kirche des Kartäuserklosters La Valsainte bestattet. 1978 wurden seine Gebeine in die Kathedrale von Tarragona überführt.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Antolín López Peláez Erzbischof von Tarragona
1919–1943
Manuel Kardinal Arce y Ochotorena