Franciszek Kęsy

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Franciszek Kęsy (* 13. November 1920 in Berlin; † 24. August 1942 in Dresden) war ein polnischer Jugendlicher, der als Opfer des Nationalsozialismus (Märtyrer) seliggesprochen worden ist.

Leben[Bearbeiten]

Gedenkstätte auf dem Neuen Katholischen Friedhof in Dresden

Der Sohn eines polnischen Tischlers wurde in Berlin geboren. Nachdem die Familie nach Posen gezogen war, fand er dort Kontakt zum Oratorium der Salesianer Don Boscos. Er hatte sogar die Absicht, ins Noviziat einzutreten. Doch während der Besatzungszeit konnte er die dafür notwendigen Studien nicht fortsetzen und musste in einem Industriebetrieb arbeiten. Im Oratorium wirkte er als Leiter einer Jugendgruppe. Zusammen mit seinen Freunden aus dem Oratorium, Czesław Jóźwiak, Edward Kaźmierski, Eduard Klinik und Jarogniew Wojciechowski wurde er in der nationalsozialistischen Besatzungszeit im September 1940 verhaftet, der Vorbereitung zum Hochverrat angeklagt und zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde in der Richtstätte am Münchner Platz vollstreckt. Der Gefängnisseelsorger Pater Franz Bänsch OMI begleitete sie seelsorglich bis an das Schafott. Eine Gedenkstätte auf dem Neuen Katholischen Friedhof in Dresden erinnert auch an Kęsy.

Seligsprechung[Bearbeiten]

Mit seinen vier Mitstreitern wurde er durch Papst Johannes Paul II. am 13. Juni 1999 gemeinsam mit 103 anderen polnischen Märtyrern seliggesprochen. Sein Gedenktag ist der 24. August.

Weblinks[Bearbeiten]